La Palma Aktuell - International
Whistlers Whistle - Hintergründiger Alltag in British Columbia



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Nachrichtenarchiv aus Whistler, Oktober 2010


31.10.2010, Sonntagmorgen - noch sind es trockene 7 Grad

Happy Halloween!

Zum Glück ist es bald vorbei - ich kann die Lieder (im Radio) nicht mehr hören und die Deko der Gärten ist nach einer oder zwei Wochen auch nicht mehr witzig - zumal irgendwie alles dasselbe machen. Spinnenweben, große schwarze Spinnen, mindestens 2 Grabsteine, ein Totenkopf darf auch nicht fehlen und natürlich der/die Kürbis(se).

Gestern wurden in den Geschäften Kostüme und sonstiger tagesaktueller Kram weggepackt bzw. zu Schleuderpreisen an die Kundschaft gebracht. Und was tauchte stattdessen auf? Genau, die ersten Weihnachtssachen. Nikolausmützen, Adventkalender, Plastikbäume, Kugeln & Co. wollen schließlich auch verkauft werden. Es sind ja nur noch wenige Wochen bis zum Fest der Liebe...;-)

Aber wahrscheinlich kann man sich in Europa bereits seit mehreren Wochen Gedanken darüber machen, in welcher Farbe man seinen Tannenbaum denn in diesem Jahr gestalten mag. Aber "wir" hinken ja gerne hinterher - wie so oft auf diesem Kontinent. Während in Europa bereits heute die Zeiger verstellt wurden, werden die Uhren hierzulande erst am kommenden Wochenende in Winterzeit geschickt. Wir haben also für eine Woche einen Zeitunterschied von nur 8 Stunden zur MEZ bzw. 7 Stunden zu den Islas im Atlantik. Da muss ich mich morgens gar nicht so beeilen - jedenfalls für eine Woche... ;-)

Und sonst? Sonst haben wir für heute eine Regenwarnung bekommen. Heute Nachmittag und Abend soll es 90 mm Regen sowie Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 km/h geben. Ja, wir haben anfangs auch gerne über dieses laue Lüftchen gelacht - bis wir zum ersten Mal ohne Strom da standen, weil die antiquierten Oberlandleitungen nicht stand hielten bzw. Bäume darauf lagen. Warten wir es ab - heute ist eh Dunkelheit und Kerzenschein angesagt. Wir wollen ja schließlich schön gespenstisch rüber kommen... ;-)

Der Lotto-Jackpot wurde übrigens geknackt - leider nicht von mir. Ich muss mich mit 4 Richtigen im Wert von 20 Dollar begnügen. Immerhin ist der Einsatz wieder raus, das ist doch auch schon mal was...

Last but not least gestehe ich es ja schon - ich bin alles schuld. Wie so oft. Während die "Cangoroo-Flu" bei uns abklingt und wir nur noch ein paar Taschentücher am Tag benötigen, habe ich den Bazillus offensichtlich als Computervirus getarnt zum Inselchen geschickt und dort schniefen nun die Nasen, das Fieber bricht aus, der Kopf tut weh, der Hals auch und der Husten lässt bestimmt auch nicht mehr lange auf sich warten. Mea culpa!

Tja, und weil Ingrid gar nicht so viel von ihrem teuflischen Zwiebel-Honig-Saft produzieren kann, um sich vor Ort in Schwester Rabiata-Manier um die Patienten zu kümmern, gibt es heute eine

Gute-Besserungs-Hühnersuppe

die hilft immer - und schmeckt allemal besser. Ingrid, verzeih mir... ;-)

Mann/Frau/Kind nehme:

ein schönes (Suppen)Huhn
4 Stangen Lauch
1 Bund Möhren
1 Bund Spargel (grün oder weiß oder einfach beide Sorten)
ein paar Stangen Staudensellerie
5 Pimentkörner
3 Lorbeerblätter
3 Nelken
1 Zwiebel
Salz und Pfeffer

Einen großen Topf mit kaltem Wasser aufsetzen, das gewaschene Huhn hineingeben und kräftig salzen. Den Lauch gründlich waschen und die grünen Teile abschneiden. Zum Huhn in den Topf geben, damit es sich nicht so einsam fühlt. Die Zwiebel mit den Lorbeerblättern und den Nelken spicken. Genau, die Nelken sind sozusagen die Stecknadeln. Ab in den Topf damit. Genauso verfahren wir mit den Pimentkörnern. Ab zum Huhn. Pfeffer gehört auch noch mit hinein - ebenfalls die Hälfte des Staudenselleries und der Möhren. Einfach gewaschen, geputzt und in grobe Stücke geschnitten. Dieses Gemüse soll einfach nur Geschmack abgeben, die "Einlage" kommt später. Das Huhn lassen wir mindestens 2 Stunden vor sich hin köcheln...

So, Huhn und Gemüse haben nun Geschmack ans Wasser abgegeben und wir passieren das Ganze durch ein Sieb in einen frischen Topf. In die Brühe geben wir nun das restliche Gemüse, welches wir in der Zwischenzeit geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten haben, dazu und lassen dieses garen. Das Huhn zupfen wir auseinander und geben das Hühnerfleisch ohne Haut, Knorpel und Knochen mit in die Suppe. - Fertig! Davon wird jeder ganz schnell wieder gesund...

Gute Besserung und "Enjoy!"



30.10.2010, Samstagmorgen - nein, 30 Grad werden wir heute keinesfalls erreichen. Vielleicht kommen wir auf ein Drittel davon...

Ein Akt der Verzweiflung?

So sehen jedenfalls viele den aktuellsten Schachzug der Provinzregierung, deren Beliebtheit auf der gleichnamigen Skala in ungeahnte Tiefen gerauscht ist. Was sie gemacht haben?

Unser aller Gordon hat in einer 22-minütigen Fernsehansprache ans Volk eine Senkung der Provinz-Einkommensteuer in Höhe von 15% per 1. Januar 2011 angekündigt. Menschen mit einem Einkommen von 50.000 Dollar sollen so 368$ mehr im Geldbeutel haben, während Einkommler der Kategorie bis zu 72.293 $ demnach bis zu 616 CAD mehr p.a. verprassen können.

Insgesamt verzichtet die Provinz(regierung) auf 600 Millionen Dollar Steuereinnahmen pro Jahr - führt aber im gleichen Atemzug auf, dass die Menschen dann ja mehr konsumierten und so mehr der verhassten "Harmonized Sales Tax" eingenommen wird. So gedenken die Damen und Herren Politiker diesen Steuernachlass jedenfalls zu finanzieren...

Die Zückerchen für die britischen Kolumbianer hören hier aber nicht auf. Es soll auch etwas für die Bildung des Nachwuchses getan werden. Inmitten der öffentlichen Diskussion zur Schließung diverser Schulen aufgrund Geldmangels (darüber hatte ich irgendwann einmal geschrieben - ich bin aber zu faul nachzuschauen, wann das war) geht der liebe Gordon nun hin und verspricht, dass zukünftig alle Kinder, die das vierte Schuljahr hinter sich gebracht haben, auch auf dem Wissens-/Kenntnisstand eines solchen kleinen Menschen sein sollen. Aktuell erreicht eines von fünf Kindern das Klassenziel nicht. Welch Armutszeugnis! Eines von fünf Kindern ist nicht in der Lage altersgemäß zu lesen, zu schreiben und zu rechnen.

Um dieses zu vollbringen, gedenkt die Regierung das bereits existierenden "Strong Start" -Programm auszubauen und die Schaffung eines freiwilligen Tests, bei dem die Kinder auf Herz und Buchstaben geprüft werden und so evtl. Mängel entdeckt und entsprechend behoben werden können. Ob es gelingen wird? Ich wage es zu bezweifeln - dazu stimmen hierzulande auch ein paar andere Komponenten nicht...

Aber derzeit haben weder Eltern noch Kinder Zeit sich über solch unwichtige Sachen wie Schule und Bildung Gedanken zu machen. Derzeit gilt nur eines: wer hat das "spookiest" Kostüm und das furchtbarste Make-up gepaart mit dem schlimmsten Fratzenkürbis und "habe ich genug Süßkram gekauft". Alles andere ist erst einmal völlig nebensächlich. Und damit ich auch genug "treats" verteile, um keinen "trick" verpasst zu bekommen, gibt es jetzt noch das Halloween-Lied-des-Tages für "die Welt". Ich will ja mal nicht so sein - nein, es hat mit diesem "Festtag" mal so gar nichts zu tun, dann müsste ich schon eher dies oder das auflegen - das mache ich aber nicht, sie laufen derzeit auch so im Radio... ;-)



29.10.2010, Frisches vom Freitagmorgen, denn frisch ist es derzeit draußen

Der Wahnsinn hat begonnen

Hat er das wirklich? Eigentlich ist ja so ziemlich alles, was derzeit abgeht an Wahnsinn grenzend. Da kann man hinschauen, wo man will, überall kann man ihn sichten...

Nein, die Rede ist natürlich vom hiesigen Halloween-Wahnsinn, der scheinbar immer größere Ausmaße angenommen hat. Die Vorgärten gleichen einem Friedhof - sehr interessant, gibt es hier doch eher einen großen grünen Rasen anstelle von aufgehübschten und adretten Gruften - "Candy-Apples" sind in jedem Supermarkt zuhauf zu finden und heute gehen alle Kinder in BC verkleidet in die Schule oder den Kindergarten. Auch das Servicepersonal im Einzelhandel wird sich von heute an für 3 Tage lang zum Affen für die Kundschaft machen und es gibt sogar eigens zum Erschrecken abgestellte Angestellte, die nichts anderes zu tun haben, als die Einkäufer zu ärgern. Im vergangenen Jahr war ich in einem Geschäft dermaßen genervt davon, dass ich so schnell wie möglich das Weite gesucht und die Hälfte dessen, was ich einkaufen wollte, vergessen habe...

Nein, wir halten uns nach wie vor dezent zurück, Jack O'Lantern ist noch im Keller und wird erst am Wochenende aufgehangen. Warum wir überhaupt einen Kürbis schnitzen? Nun, das ist das Zeichen für die Kinder: hier kann den Erwachsenen gedroht werden. Kein Kürbis - kein Kind und der Süßkram, den ich eigens gekauft habe, bliebe liegen. Aber ich will mich mal gar nicht lumpen lassen und auch "die Welt" bekommt einen Halloween-Treat des Tages. Ein Liedchen, was sonst... ;-)

Wahnsinn ist derzeit aber nicht nur Halloween. Das Wetter in den Präriestaaten (vor allem in Saskatchewan und Manitoba) ist der helle Sinn des Wahns. In Saskatoon hat es vor 2 Tagen zu schneien begonnen und binnen eines Tages fiel ein Meter Schnee vom Himmel, der den Menschen dort bei Temperaturen unterhalb der Nullgradgrenze nach wie vor große "Freude" bereitet und in Manitoba stehen einige Regionen unter Wasser. Blöd nur, dass das Quecksilber heute auch dort bei max. -2 oder -3 Grad stehen bleiben wird und für die kommende Nacht von -7 Grad auszugehen ist. Das wird eine schöne große Eisfläche...

Bei uns regnet es mal wieder. Nach zwei halbwegs trockenen Tagen meinte Petrus seinen Hahn mal wieder aufdrehen zu müssen. Ist ok, in den oberen Lagen schneit es und in den unteren Lagen werden bei geeigneten Temperaturen auch bald wieder weiße Pisten zwischen grünen Tannenbäumen zu sehen sein. Die Schneekanonen sind bereits postiert und warten nur darauf das für viele Menschen kostbare weiße Etwas zu produzieren. Weil wir uns aber angeblich in einem "La Nina" -Jahr befinden, gehen sie Meteorologen eh davon aus, dass mindestens 11 Meter Schnee fallen werden. "La Niña" soll angeblich mehr Niederschlag/Schnee produzieren als "El Niño" und deshalb dürften sich die Wintersportler über gute Bedingungen freuen - hm, daran kann etwas nicht stimmen. Im vergangenen Winter fielen über 14 Meter, also müsste es ja rein theoretisch noch mehr sein. Müsste, könnte, sollte - aber ich habe ja keine Ahnung. Eigentlich müsste ich ja heute auch im Lotto gewinnen, davon könnte ich dann zum Urlaub aufs Inselchen fliegen und sollte dort eine gute Zeit haben... ;-)



28.10.2010, Donnerstagmorgen um kurz vor 9 - ich bin heute spät dran

210.526 $

So viel kostet einer von 133 Containern, in denen ab September 2011 Kinder ganztags im nach ihnen benannten Garten unterzubringen sind. Hierzulande gehen die lieben Kleinen für ein Jahr in diese Art Vorschule, wo sie bereits Buchstaben, Zahlen, etc. pp erlernen, um dann schon perfekt grundausgebildet in die "Elementary School" zu kommen - gänzlich ohne Schultüte - diese sind hier unbekannt. Hey, das ist eine Marktlücke. Man sollte Schultüten importieren (oder selbst basteln, aber ich bin da nicht sehr geschickt)...

Ob diese hohen Kosten pro "Modularklassenzimmer" allerdings gerechtfertigt sind, wage ich zu bezweifeln. Was ist an einem solchen Ding denn schon Großartiges dran? Ein paar Wände, ein Flachdach, ein paar Fenster, Stromleitungen, PVC auf dem Boden und vielleicht noch eine Toilette. Aber auf dem Inselchen hat es ja auch mal einen "Touristenkiosk" in leuchtend grün gegeben, der nach kürzester Zeit wieder verschwand und den man auch günstiger hätte erwerben können. Irgendeiner muss sich schließlich immer die Taschen voll machen...

Was hierzulande in der Bildungslandschaft im Gegensatz zu good old Europe auch anders ist, sind die Kurse, die die nicht mehr ganz kleinen Lieben in der "Secondary School" (gerne auch Highschool genannt) belegen können und damit ihren Schulabschluss machen. Sozusagen die Leistungskurse der Abiturienten. "Carpentry" und "Cooking" stehen u.a. auf dem Stundenplan. Mit diesem Abschluss sollen die jungen Menschen dann eine Ausbildung beginnen - was kaum einer macht - schließlich denken alle, dass das dort vermittelte Wissen ausreichend sei. Natürlich ist es das nicht. Wer richtet denn im Klassenzimmer einen Dachstuhl, baut einen Schrank oder kocht ein Chateaubriand? So haben auch viele der jungen Menschen ihre Abschlussprüfungen nicht bestanden. Ganze 40% sind durchgekommen - von den Noten bzw. dem Notendurchschnitt wurde allerdings nichts kund getan. Stattdessen wurde über die Einführung eines neuen Berufs an den weiterführenden Schulen gesprochen. "Hair Design". Nein, dazu sage ich jetzt nichts - ich mag meine "Hairstylistin", auch wenn... ;-)

Bleiben wir beim Geld

Über die Whistler Blackcomb Aktien habe ich ja schon hinlänglich geschrieben. Nun tauchen erste Einschätzungen der Damen und Herren Finanzanalysten auf (genau, die die oftmals keine Ahnung haben und dennoch so tun als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gegessen) dass die Anlage ein "medium to high" risk sei. Die von den Banken kontaktierten potentiellen Investoren zeigten kein Interesse an den beiden Bergen, da mit keinem großartigen Wachstum zu rechnen sei. Wie auch? Die Peak-to-Peak-Gondola ist gebaut, die olympischen Spiele haben stattgefunden - jetzt gilt es die Urlauber langfristig an den Ort zu binden und vielleicht noch den einen oder anderen Hügel zu erschließen...

Wie dem auch sei, Plan B ist nun durchgesickert. Den Mitarbeitern wurden nun Aktienpakete angeboten. Sie müssen auch nicht mindestens 1.500 Stück erwerben - bei ihnen langten 100 Papierchen. Im Winter stehen ca. 4.000 Menschen bei "WB" in Lohn, Brot und Skipass, so dass hier ggf. wirklich eine große Abnahmemöglichkeit besteht. Warten wir es also ab - wir werden dort nach wie vor nicht investieren...



27.10.2010, Mittwochmorgen - bewölkte 8 Grad

Ist Kanada wirklich besser?

Es ist "da drüben" ja derzeit die Rede davon wie toll die Einwanderung nach Kanada geregelt ist. Punkte, nur die Besten, nur Menschen mit Berufen, die man im Land braucht, etc. pp.

Es geistert auch eine Zahl von 250.000 Menschen, die jedes Jahr nach Kanada einwandern, durch die Medienlandschaft. Nun, wenn man sich aber einmal vor Augen hält, dass es viele Menschen gibt, deren Anträge seit drei, vier, fünf oder mehr Jahren laufen, dann hat das mit den aktuellen Anforderungen nichts zu tun - sie werden noch zu den Bedingungen von Anno Pipendeckel bearbeitet. Hinzu kommt noch, dass die meisten Einwanderer über die "Family Class" einreisen. Sie haben Kinder, Eltern oder (Ehe-)Partner im Land und werden von diesen gesponsert. Diese Gruppe braucht die magischen 67 Punkte nicht...

Mit dabei sind auch Investoren, die dem kanadischen Staat zinslos Betrag x hinzulegen haben, der ihnen nach ein paar Jahren wieder erstattet wird. Sozusagen eine Staatsanleihe ohne Rendite. Auch diese Gruppe benötigt keine 67 Punkte - zählt aber mit zu den 250k...

Was immer wieder gerne unter den Tisch fallen gelassen wird, sind die "Foreign Worker" - sozusagen Gastarbeiter auf Zeit - deren Zahl in den letzten Monaten extrem zurückging. Vor ein paar Wochen habe ich einen Bericht gelesen (leider finde ich ihn auf die Schnelle nicht wieder), in dem von einem "negativen Menschenwachstum" die Rede war. Es haben mehr Menschen Kanada wieder verlassen, als Neue hinzugezogen sind.

Diese Menschen, die seit x Jahren in Kanada leb(t)en, sind aber diejenigen, die sich auskennen. Im schnöden Alltag, im Beruf und wissen mit der Mentalität der Crazy Canucks umzugehen. Jeder, der weggeht, nimmt nun einmal auch sein Wissen mit. Wissen, das sich "die Neuen" erst einmal aneignen müssen. - Die Kanadier selbst haben sich in den vergangenen Monaten auch sehr verwandelt. Jetzt gilt es seine eigene Haut ohne Berufsausbildung, die die meisten nun einmal nicht haben, zu retten. So in etwa nach dem Motto: Kanadische Jobs für Kanadier - nicht noch mehr Ausländer, die uns die Arbeit wegnehmen...

Wir haben erst vor ein paar Tagen darüber gesprochen, dass sich die Kanadier derzeit ihre eigene Wirtschaftskrise machen. - in diesem Land kommt nun einmal vieles später an als anderswo. Auf einmal wird kaum noch konsumiert, die Gespräche drehen sich darum, wie es weitergehen soll, es wird nicht mehr wirklich investiert etc. pp.

OK, die Löhne sind seit vielen Jahren nicht gestiegen, die Kosten gehen aber immer weiter hinauf. Ein kleines Beispiel: wir haben monatliche Nebenkosten für unser Haus in Höhe von 619 $. Grundsteuer, Deichsteuer, "Siedlungsgebühren", Strom, Wasser und Abwasser. Es gibt aber auch noch Menschen, die eine Hypothek abzubezahlen haben. Die dürfen dann nochmals gut und gerne 1.500+ Dollar monatlich auf den Tisch legen - bei einem Durchschnittseinkommen von vielleicht 40.000 oder 45.000 $ brutto im Jahr - Dass dabei nicht viel Geld für den Konsum übrig bleibt, kann sich ein jeder an einer Hand ausrechnen...

Ob die zur Zeit herrschende negative Stimmung im Land bzw. in unserem Umfeld am bevorstehenden Winter, den langen kalten Tagen und der damit verbundenen natürlichen Neigung zu Depressionen aufgrund von Lichtmangel liegt, vermag ich nicht zu beurteilen. Wir stellen halt einfach nur fest, dass es "anders" geworden ist - und nein, es ist nicht das gelobte Land, auch wenn es die Damen und Herren in Europa derzeit so sehen - jedenfalls in punkto Einwanderung...



26.10.2010, Dienstagmorgen - Viertel vor 8 - hell ist etwas anderes

Viel Wirbel um nichts

So, da gibt es also eine neue Regierungsmannschaft in BC. Nun ja, wirklich neu ist sie nicht. Es wurden vielmehr ein paar Posten hin und her geschoben und ein paar "Vize-Minister" (das ist die einfachste Übersetzung, ich glaube nicht, dass es ein Land in Europa gibt, wo es beispielsweise einen Umwelt- und einen Vize-Umwelt-Minister gibt - und das auf Provinzebene) wurden ebenfalls ausgetauscht. Alles in allem gibt es aber keine neuen Gesichter.

Die beiden unbeliebtesten Menschen - ihres Zeichens der Premier und sein "buddy" der Finanzminister - beide verantwortlich für die Einführung der "Harmonized Sales Tax" im Juli d.J. - sind auf ihren Posten geblieben.

Die einzige wirkliche Neuerung ist die Schaffung eines neuen "Minister of State"-Postens - Staatsminister - im Bereich "Building Codes". Hierzulande hat jede Provinz ihre eigenen Bauvorschriften, die man mit den DIN-Normen vergleichen kann. Da freut sich die Baubranche sicherlich ganz doll - und ich tippe darauf, dass alles noch komplizierter wird, als es eh schon ist... Wenn man hier z.B. die Einschalung für ein Fundament incl. der Moniereisen fertiggestellt hat, dann darf man dieses Fundament nicht einfach betonieren. Oh nein! Es muss erst einmal ein Building Inspector vorbeikommen, dieser machte eine offizielle Abnahme - guckt also, ob die Eisen gemäss Code gebogen und fixiert sind - dann darf der Zement ins Spiel kommen und selbstverständlich gibt es auch eine Abnahme des fertigen Fundaments, bevor man sein Haus, seine Scheune oder was auch immer darauf errichtet. Natürlich gibt es solche Inspektionen auch in Sachen Wasserleitungen, Elektrik, ob der Thron richtig angeschlossen ist, und und und. - Wer nun denkt, das sind aber viele Bauabnahmen, dann seien noch die Fertigstellungs- und die Bewohnbarkeitsabnahme erwähnt...

Ja, ich glaube wirklich, dass es mit dem neuen Posten noch mehr Vorschriften und noch mehr Abnahmen geben wird. Die Damen und Herren Inspektoren kommen schließlich nicht umsonst heraus - für einen Neubau kann man mit gut und gerne 6 - 7.000 Dollar einzig und allein für die Inspektionen rechnen - die Baugenehmigung an sich kommt noch hinzu... Ich habe dafür nur ein Wort: Abzocke - aber irgendwie muss man die vielen Posten ja finanzieren...

Das Wetter

Die Wetterfrösche und -fröschinnen hatten uns eigentlich für morgen einen sonnigen Tag inmitten des Regens versprochen - und was sehe ich heute in der Wettervorhersage? Bewölkt mit sonnigen Abschnitten. Na prima, ich gehe also davon aus, dass wir die Sonne vielleicht erahnen werden - mehr aber wohl eher nicht. Dazu sind auch viel zu viele Wolken am Himmel, der derzeit bis ins Tal herunterreicht. Wir könnten auch im Flachland leben - die Berge sind derzeit nicht wirklich zu sehen.

Wenn man sie aber ab und zu doch einmal erblicken kann, dann weiß man definitiv, dass der Winter vor der Tür steht. Oben liegt schon ganz schön viel Schnee, so dass sich die Damen und Herren Snowboarder / Skifahrer zur Saisoneröffnung Ende November sicherlich nicht über grüne Pisten beschweren werden. Wenn es so weitergeht, kann man sogar davon ausgehen, dass die Saison frühzeitig eröffnet wird - im vergangenen Winter war dies auch der Fall.

Wer mag, kann sich hier diverse Webcams auf Blackcomb und Whistler Mountain anschauen und die weiße Pracht mehr oder weniger erfreut betrachten. Im letzten Winter sind insgesamt über 14 Meter Schnee gefallen, lassen wir uns also überraschen, wie viel Frau Holle in dieser Saison vom Himmel herab schicken wird...



25.10.2010, Montagmorgen - 20 vor 8 - es wird langsam hell

Eine ganz schön wirre Mischung

Später am Tage haben wir eine andere Regierung

So wird es jedenfalls gemunkelt. Leider tritt aber nicht unser aller Gordon als Provinz-Premier zurück - es soll aber Änderungen im Kabinett geben. Die Gerüchteküche brodelte zwar auch heftigst, dass Mr. Campbell himself abtreten würde - da er aber heute eine Fernsehansprache an die britischen Kolumbianer zu halten gedenkt, ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass er das Zepter aus der Hand gibt.

Warten wir es also ab und schauen, was auf die 3,6 Millionen Menschen in BC zukommt - wahrscheinlich ist es viel Wind um nichts, der uns gerade um die Ohren weht...

Die Känguru-Grippe

greift weiter um sich. Da kommen die mobilen Impfstationen wohl zu spät - hier hustet und schnieft bereits die halbe Bevölkerung. Uns inklusive. Die Halswehphase ist vorbei - gestern bin ich in die Nasen-Hochphase gekommen (der Schatz hatte diese 2 Tage vor mir), nun beginnt bei ihm der Husten und ich weiß, dass ich in absehbarer Zeit dann wohl auch zum Hustensaft aus dem Haus McNeil / Johnson & Johnson übergehen werde.

Danke der Nachfrage - Fieber haben wir keines. Auch wenn ich manchmal ganz schön wirres Zeug von mir gebe. Wen interessiert es schon, ob wir erkältet sind oder nicht?... ;-)

Ab nach Quebec!

Aber erst in 2012. Dann findet dort nämlich ein Forum der französisch-sprechenden Länder statt. 70 Staaten werden daran teilnehmen. Wow, es gibt 70 Länder, die frankophon daher kommen - ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass es so viele sind. Ja, ich weiß. Ich soll das Denken den Pferden überlassen - die haben einen größeren Kopf als ich. Aber mal Hand aufs Herz: wer kann diese Länder denn aufzählen? OK, hier ist eine entsprechende Landkarte. - Gibt es solche Veranstaltungen eigentlich auch für andere Sprachen? Völliger Unsinn, wenn man mich fragt - aber mich fragt ja keiner. Bitteschön, wer`s braucht. Ich kann da mitstinken:

Alors, commençons en français. Ici vous trouvez une chanson - Amusez-vous bien!

Waren da jetzt fiehle Veeler drin? Die Schule ist lange her und ja, ich gebe ganz schön an… ;-)

Die Millionen lassen noch auf sich warten

Leider. Unsere Lottoscheine haben es immer noch nicht geschafft die richtigen Zahlen zu tragen, damit wir über Nacht reich werden. Der Jackpot beträgt derzeit wieder 50 Millionen - es werden am kommenden Freitag aber auch wieder mindestens 11 Einzelmillionen zu vergeben sein. Aber irgendwie hat der/die Lottogo(e)tt(in) kein Einsehen mit uns. Über zwei Richtige sind die Zahlen vom Inselchen bisher nicht hinaus gekommen. Nun, wir zünden vielleicht doch einmal eine Kerze für die heilige Lottokugel an und danach gibt`s auch noch Weihrauch für alle - nee Quatsch, dabei kippen die Ministranten doch so gerne um. Dann doch lieber Sangria, danach wackelt auch der eine oder die andere... ;-)



24.10.2010, Sonntagmorgen - es regnet

Wäre ich Gene Kelly...

... dann würde ich jetzt vielleicht singen - das mache ich aber nicht. Ich werde mir gleich die "gum boots" überstreifen und mit finsterer Miene durch die Pampa streifen. Mit krächzender Stimme zu singen würde wahrscheinlich auch nur die Tiere im Wald verscheuchen und das wollen wir ihnen doch nicht antun. Hinterher gründen sie noch Vertriebenenverbände... ;-)

Nee, im Ernst. Es ist draußen alles andere als schön. Es ist nicht kalt - wir haben 8 Grad - es ist aber so richtig pitschnass. Alles ist mittlerweile matschig und die letzten Blätter wird der Regen sicherlich bald von den Bäumen befördern. Nein, das ist definitiv nicht meine Jahreszeit. Ich liebe das Frühjahr - dann, wenn alles wieder grün wird und die Knospen sprießen. Aber bis dahin müssen wir uns noch gedulden - viele Monate lang...

Heute werden wir drum auch nichts machen außer unsere diesjährigen Kürbisse zu Fratzen zu verarbeiten (natürlich mit Akkuschrauber, Stichsäge & Co - wir sind ja faule Schnitzer), den Kamin anzumachen, eine Kanne Tee bereitzustellen (ja, darunter befindet sich ein Teelicht von Ikea - wir benutzen diese wirklich) und zu lesen.

Und weil offenbar alle Menschen zuhause bleiben, ist auch nichts geschehen, über das sich zu schreiben lohnt. Also gibt's heute nur noch das Sonntagsrezept:

Die 250er Sauce

250 ml Weißwein
250 ml Sahne
250 ml Brühe
250g Schmelzkäse
Salz und Pfeffer

Alles in einen Topf geben und bei kleiner Hitze so lange köcheln lassen, bis die Menge auf ca. die Hälfte einreduziert ist.

In der Zwischenzeit

Chicoree vom Strunk befreien, kurz in Salzwasser blanchieren, kalt abschrecken, mit Kochschinken umwickeln und in eine Auflaufform geben. Mit der Sauce übergießen und bei 180º C (Umluft) solange backen, bis der Auflauf eine schöne Farbe bekommen hat.

Diese Sauce nehme ich auch gerne, um "normales" Gemüse (Möhren, Kohlrabi, Blumenkohl, Broccoli, Bohnen, etc. pp) zu überbacken. Oder zu schnöden Spaghetti - ein frischer Salat dazu und fertig ist das Essen...

Gutes Gelingen und "Enjoy!"





23.10.2010, Samstagmorgen - der Regen soll erst heute Nachmittag weitergehen

Schluss - aus - und vorbei!

Die Golfplätze haben zugemacht. Die Betreiber hatten keine Lust mehr Geld zu verdienen und haben kurzerhand die Pforten geschlossen, die lustigen kleinen Wägelchen stehen nun in der Garage und die Löcher bekommen ein Hütchen übergestreift. Nix da mehr mit 18 Löchern vor schöner Bergkulisse...

...allerdings nur bis zum kommenden Frühjahr - dann erstehen sie wieder wie Phoenix aus der Asche und man sieht wieder Menschen mit Karren im Schlepptau nach ihren Bällen suchen.

Die Golfsaison 2010 ist vorbei, was aber nicht heißt, dass die Plätze in Winterschlaf geschickt werden. Nee, nee. Die Gärtner sind derzeit fleißig mit ihren Krachmachern alias Laubbläsern unterwegs und bereiten die Plätze auf die Wintersaison vor. Richtig gelesen, die Golfplätze finden auch im Winter eine Verwendung. Im Dezember ist auf einem wieder ein "Wintermarkt" zu bestaunen, der an den Wochenenden so eine Art Weihnachtsmarkt sein soll - allerdings ohne Glühwein- und Bratwurststand - und auch die Freunde des Langlaufsports kommen auf ihre Kosten - auf beiden Plätzen werden Loipen gespurt. Mit dem Pferdeschlitten kann man sich dann ebenfalls wieder übers Gelände ziehen lassen und die beiden Restaurants bleiben selbstverständlich ebenfalls geöffnet. Also doch nicht Schluss, aus und vorbei... ;-)

Die Känguru-Grippe

hat uns offensichtlich erwischt. Aber nicht nur uns - derzeit sind wir nur von hustenden und niesenden Menschen umgeben. Kratzen im Hals haben wir auch beide - so fing es bei den anderen auch an - dann hat man den einen oder anderen Niesanfall plus Kopfschmerzen und kalt ist es einem auch irgendwie. Nein, ich habe bisher keine Zwiebelwürfel in Honig gelegt - die Zwiebel kommt ins Essen und der Honig wandert in den Tee oder aufs Butterbrot. Stattdessen haben wir damit begonnen die chemische Keule zu schwingen und lassen uns höchstens zu einer heißen Zitrone mit Honig überreden. Weil aber niemand sagt, wir sollten so etwas trinken, müssen wir uns auch nicht überreden lassen. Sprich: wir nehmen es einfach nicht zu uns... ;-)

Etwas anderes würden wir aber auch nicht trinken wollen: Bier mit einem Alkoholgehalt von 27%. Nein, ich habe kein Komma vergessen. Bier mit 27 Umdrehungen. Im kommenden Monat sollen 40 Flaschen davon in Ontario auf den Markt kommen. 710 ml fuer schlappe 115 Dollar. Ein Schnäppchen, oder? Insgesamt wurden 10.000 Flaschen von Utopias produziert, das man(n) im Schnapsglas serviert bekommt. Hm, wenn ich mir das Foto anschaue, dann frage ich mich, wo der Schaum geblieben ist...

Und noch eine Frage stellt sich mir. Wie viele Utopias kann man(n) wohl zu sich nehmen, um immer noch unterhalb der 0,5 Promille-Grenze zu bleiben? Seit Einführung der neuen Gesetzes in Sachen Alkohol am Steuer per 20. September d.J. wurden lt. CTV-Bericht 1.288 Tickets in Sachen "Drinking and Driving" ausgegeben. 515 Fahrer waren mit einem Alkoholgehalt zwischen 0,5 und 0,79 unterwegs und mussten 3 Tage lang auf ihr Auto verzichten - 773 waren jenseits der 0,8 Promille und haben ihren Lappen für 90 Tage weg. Die damit verbundenen Geldstrafen sind ebenfalls beachtlich - aber das muss ich wohl gar nicht erst erwähnen. Es ist auf jeden Fall eine nette Einnahmequelle. In einem anderen Bericht habe ich etwas von 13 Millionen gelesen. Davon kann man viele Cops am Straßenrand postieren...



22.10.2010, Freitagmorgen - heute ist der erste Tag einer ausgedehnten Schlechtwetterperiode

Die Whistler-Aktien

Es werden immer mehr Details zum bevorstehenden Börsengang der Whistler Blackcomb Holding Inc. bekannt.

14 - 15 Dollar sollen die Aktien kosten, die Anfang November an der Börse in Toronto an den Mann, die Frau oder den Fond gehen werden. Die Dividende soll 6,5 bis 7 % betragen. Die künftigen Aktionäre müssen mindestens 1.500 Anteile erwerben - also ca. 22.000 Dollar auf den Tisch legen - dürfen sich aber maximal 10% der Papierchen an Land ziehen. Aber wie es im Leben nun einmal so ist, gibt es auch hier Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Die bisherigen Eigentümer Nippon Cable und Intrawest/Fortress behalten zusammen ca. 44% der Anteile.

Gesucht werden nun also max. ca. 10.000 Investoren, die ihre Konten plündern und es - für sie hoffentlich gewinnbringend - auf den Bergen anlegen. Ich frage mich schon jetzt, wo die Aktionärshauptversammlung stattfinden soll. Das Telus Conference Center vor Ort kann so viele Menschen jedenfalls nicht beherbergen...

12 - 15

Im Durchschnitt benutzt jeder Kanadier 12 - 15 verschiedene Körperpflege- bzw. Kosmetikprodukte. 12 - 15? Wow! Fangen wir mal an: Zahnpasta, Seife, Nivea-Creme, Deo, vielleicht ein Sonnenschutzmittel, Shampoo & ab und zu mal eine Pflegespülung. Das macht 7. Hinzu kommt ab und zu mal Make-up, Puder, Wimperntusche und Lippenstift. OK, da sind wir dann schon bei 11 angelangt. Da sich der Schatz aber eher selten schminkt und aufgrund von fehlendem Haupthaar auch keine Pflegespülung benötigt, kommen wir auf einen Durchschnitt von 8,5 in unserem 2-Personen-Haushalt. Die Haarfarbe lasse ich jetzt mal aus, ich weiß nicht, ob sie ebenfalls in der "Giftstudie" der David Suzuki Foundation auftaucht.

Die Medien kommen in ihren aktuellen Berichterstattungen derzeit nicht um dieses Thema herum. Hier ist beispielsweise ein Beitrag der CTV zu finden. Die komplette Studie um die es geht, findet man hier - ich mag jetzt nicht näher darauf eingehen - das würde ja sonst ins Unermessliche ausufern. Ich weiß nur eines: es ist kein Wunder, dass hierzulande so viele Menschen an Krebs erkranken und bin froh, dass wir diesem Schönheits- und Waschwahn nicht verfallen sind...

Wir wollen die Plastiktüten behalten

Na ja, nicht ganz so extrem, aber es kommt dem sehr nahe.

Der Stadtrat in Whistler hat beschlossen, dass es auch zukünftig kostenlose Plastiktüten im Ort bzw. in den Geschäften geben wird. Ein Antrag auf umgehende Einführung von Mehrwegtaschen wurde abgelehnt - man brauche eine längere Vorbereitungsphase. OK, ist ja alles gut und schön. Es wurde aber auch abgelehnt eine "Tütensteuer" zu implementieren, wie es sie in Squamish und Pemberton seit geraumer Zeit gibt. 5 Cent hat man seitdem für seine Tragetasche aus Plastik zu bezahlen - Und was ist seit der Abschaffung der Gratis-Tüten geschehen? Richtig, die Leute bringen einfach ihre Taschen, Boxen oder Kisten mit und schonen so Umwelt und Geldbeutel. Warum stellt sich Whistler wieder einmal quer? Der Bürgermeister war doch auch für die Anhebung des Flaschen-/Dosenpfands, damit die Menschen weniger Müll produzieren und mehr recyclen - aber das muss ich jetzt wohl nicht verstehen...

Die dritte Schweinegrippewelle

Ja, richtig gelesen - die Schweinegrippe steht wieder bedrohlich vor der Tür. Jedenfalls, wenn man dem "B.C. Centre for Disease Control" und "Health Canada" Glauben schenken mag. Drum wurde kurzerhand die Empfehlung ausgegeben, dass sich alle Menschen über 50 - in den vergangenen Jahren waren es Personen über 65 - Schwangere, Angehörige der First Nations, Kinder über 2 Jahre und Mitarbeiter im Gesundheitswesen gegen "the flu" impfen lassen sollen. Zu diesem Zweck sind in den kommenden Wochen auch wieder die mobilen "Flu shot clinics" unterwegs, die bis in den letzten Winkel British Columbias hineinfahren und Schwester Rabiata dann mit der Spritze in der Hand und Häubchen auf dem Haupt auf Impfwillige wartet. Im aktuellen Impfstoff sollen neben Antikörpern gegen die ganz normale (Schweine)Grippe auch Helferlein gegen einen neuen Grippevirus enthalten sein, der im diesjährigen australischen Winter über die Aussies hergefallen ist. Na, dann wissen wir doch jetzt schon alle, vor welcher Känguru-Grippe wir uns demnächst zu fürchten haben... ;-)



21.10.2010, Donnerstagmorgen um halb 10 - der Nebel will sich einfach nicht auflösen

Chinesen - warum reden derzeit alle von den Chinesen?

Und warum fällt mir dazu immer ein ganz bestimmtes Liedchen ein? ;-)

Egal, es waren in den vergangenen Tagen jedenfalls drei oder mehr Chinesen im Sea-to-Sky-Corridor unterwegs, um sich a) von hochrangigen kanadischen Politikern einlullen und b) von den hiesigen Bürgermeistern den Allerwertesten nachtragen zu lassen.

Vor ein paar Monaten wurde Kanada der "Approved Destination"-Status von Seiten Chinas verliehen, welcher besagt, dass Chinesen ganz einfach in Kanada Urlaub machen dürfen und nicht einen geschäftlichen oder familiären Grund hierzu haben müssen. Natürlich möchte auch diese Region ein Stück vom Kuchen abbekommen und hat den Damen und Herren aus dem Reich der Mitte sowohl die Olympiastätten als auch die Universität in Squamish präsentiert. Die abschließenden Gespräche seien überaus positiv gewesen und "Tourism Whistler" werde nun in Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung daran arbeiten, den Besuchervisa-Prozess mit/bei der kanadischen Regierung zu vereinfachen. Ach so einfach ist das - ein kleiner Tourismusverband wendet sich an die Regierung und schwuppdiwupp machen die dann das Gewünschte. OK, ich wende mich dann mal an den Bürgermeister, der soll dann ebenfalls mit der Regierung in Kontakt treten und fordern, dass Aufenthaltsgenehmigungen schneller und einfacher zu bekommen sind.

Aber das wird wahrscheinlich nicht funktionieren. Statistisch gesehen, gibt jeder chinesische Tourist 10.000 Dollar während seines Urlaubs aus - Geld, das sich das Land natürlich gerne einsackt. Und Geld regiert bekanntlich die Welt - eine Milliarde Chinesen x 10.000 Dollar = ganz viel Moneten. Da kann man auch schon mal ein entsprechendes Gesetz erlassen... ;-)

Trainingslager

Aber nicht nur die Chinesen sind ein reiselustiges Volk. Auch die (Spitzen)Sportler sind immerzu auf Achse. Sei es nun im Rahmen des Weltcups oder während der Vorbereitungsphase.

Team Kanada im Skicross hat sich nun mit der Kollegen Eidgenossen in Saas Fee zusammen getan und dort zwei Wochen lang trainiert. Allen voran Ashley McIvor, Lokalmatadorin und Goldmedaillengewinnerin in dieser Disziplin, wird das 12-koepfige Nationalteam anführen.

Ich frage mich nur: es gibt hier auch Gletscher mit ewigem Schnee, warum muss man dann zum Training in die Schweiz fliegen - nur, um danach wieder zurück zu kommen? Nicht, dass ich ihnen die Reise nicht gönnen würde, für mich ist dies aber raus geworfenes Geld...

Aber ich glaube, ich weiß, warum sie sozusagen aus Whistler geflüchtet sind. Es ist wegen des

Asphaltwerks.

Derzeit wird ja der Highway auf einer Länge von ca. 15 km neu asphaltiert und entsprechend viel produziert die Anlage neben der neuen Wohnsiedlung "Cheakamus Crossing" auf der Müllhalde neben der Kläranlage auch. Die LKW`s rollen mehr oder weniger Tag und Nacht und die Anwohner beschweren sich vermehrt über Lärm- und Geruchsbelästigung.

Nun, die Luftqualität scheint wirklich in Spitzenzeiten den Grenzwert zu überschreiten, was man hier online anschauen kann.

Der Stadtrat hat die Anwohner nun aufgefordert die Sache einfach geduldig auszusitzen. "Sit tight!", die Asphaltsaison neige sich ihrem Ende zu und ab Ende des Monats hätten sie ganz viel frische Luft - bis zum nächsten Jahr...



20.10.2010, Mittwochmorgen um kurz nach 7 - es ist bewölkt bei 5 Grad

'Ne Menge Holz

Kanada ist für seine riesigen Waldflächen bekannt, oder? Ja, ich würde schon sagen, dass die klassische Vorstellung immer noch bei Wäldern, Männern im karierten Holzfällerhemd und mittendrin einem Bären liegt. Das stimmt ja auch. Es gibt viel Wald, "Logger" ist nach wie vor ein überaus beliebter Beruf und Bären laufen hier bekanntlich auch in freier Wildbahn herum.

Tja, und damit die Logger auch etwas zu tun haben, gehen verständlicherweise diverse Bäume drauf und werden als lange und teils ganz schön dicke Baumstämme per LKW zu den Sägewerken, Papiermühlen, anderen Holzverarbeitern oder um teilweise als Holzschnipsel per Güterzug direkt zu den Häfen befördert zu werden. Auf dem Highway sehe ich zur Zeit mindestens 7 bis 8 pro Tag - und ich bin ja nicht stundenlang auf den Countryroads, die mich nach Hause taken, unterwegs. An einem normalen Wochentag kann man mich höchstens eine Stunde am Tag in meinem Dodge finden - nur bei Fahrten nach Squamish sieht mich die "99" für insgesamt ca. 2 Stunden. Dennoch ist uns in den vergangenen Wochen aufgefallen, dass viel mehr der "Log Trucks" gen Vancouver fahren als sonst. In Vancouver liegen die Stämme zuhauf im Wasser (Ok, es liegen auch genügend an Land) und wenn man im Anflug auf "YVR" ist, kann man Baumstämme sehen, soweit das Auge reicht. Und ich weiß jetzt auch endlich, wer der Grossabnehmer für das britisch-kolumbianische Holz ist.

Na, wer ist der Spitzenreiter? Grade A Key Account sozusagen? Genau, die kleinen Chinamänner und -frauen. Im August d.J. wurde gar ein neuer Exportrekord verzeichnet: 7.278.733 Kubikmeter wurden ins Reich der Mitte geliefert. Insgesamt hat die Provinz in den ersten 8 Monaten d.J. 42.482.880 Kubikmeter Holz verschickt und möchte bis zum Jahresende auf round about 70.804.800 Kubikmeter kommen.

In schnöden Dollars ausgedrückt ist dies eine bisherige Einnahme (also von Januar - August) in Höhe von 342 Millionen - alleine durch die Chinesen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren dies "nur" 200 Millionen "bucks". Den Gesamtumsatz kann ich jetzt aber nicht ausrechnen - dazu fehlt mir ein Faktor... ;-)

Aber nicht nur die Chinesen kaufen wieder verstärkt Holz. Gemäß :BC Stats" stieg der Export im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11.6% an. Die USA sind hier mit +4,4 % dabei, Japan liegt mit +14,4 % gut im Rennen, die EU hat 19% mehr gekauft und China ist halt der Spitzenreiter mit 33% mehr als in den ersten 8 Monaten des Jahres 2009.

Dies ist Grund genug, dass diverse Sägewerke, die "in der Krise" geschlossen wurden, nun wieder ihre Pforten öffnen und Personal einstellen. Das ist doch mal etwas! Danke Ihr Menschen im Land mit der großen Mauer - ich wette Ihr schickt uns ganz viel von dem Holz in Form von Spanplatten, Möbeln oder sonst was wieder zurück und dafür haben wir in den ersten acht Monaten bestimmt mehr als 342 Millionen Dollar ausgegeben... ;-)



19.10.2010, Dieses sind die Dienstagsnews - geschrieben und abgeschickt am Montagnachmittag - wer weiss wie lange es funktioniert...

Gabi und der Kampf mit der Technik

Unser Internet spinnt. Seit Tagen kommt und geht es - ganz besonders gerne, wenn man mitten in einer online-Anwendung ist und man bzw. frau alles nochmals eintippen darf. Darüber freue ich mich ja dann immer am allermeisten. Gestern war es wieder einmal soweit. Mitten in meinem Mail an "Prinz Klaus-Dieter" machte es leise "Plopp" und ein Blick auf meinen Router verriet mir, dass ich mal wieder von der virtuellen Außenwelt abgeschnitten war. Na toll!

Also erst einmal den Router aus und nach einer Minute wieder anmachen. In 99% der Fälle fährt das Teil dann einfach wieder hoch und gut ist's. Gestern klappte Trick 17 aber leider nicht, auch wenn ich es viele Male hintereinander gemacht habe. Ich habe auch sämtliche Kabel aus- und wieder eingesteckt. Ja, der aufmerksame Leser hat richtig gelesen: ich stecke Stecker nicht nur ein, sondern auch aus. Mein Schatz lacht jedes Mal darüber - bei uns wurde das aber immer so gesagt. Egal, kommen wir zurück zu meinen Steckern der Rechnerwelten. Ausstecken, einstecken, Router aus, Router an - viel Geblinke bei den Kontrolllämpchen. Und? Nix passiert. Das blöde Ding wollte einfach nicht.

OK, da greifen wir doch zum vierten Mal innerhalb von 5 Tagen zum Telefon, um Unterstützung bei der technischen Hotline zu bekommen. Die freundliche Computerstimme sagte, dass alle Leitungen besetzt seien und ich mit einer Wartezeit von geschätzten 56 Minuten zu rechnen habe. Ob sie mich zurück rufen könnten. "Yes" Du blöder Sprachcomputer - ruf mich an!

Nach ca. einer Stunde klingelte dann auch wirklich mein Telefon und (m)ein Ryan meldete sich. Mein Ryan, weil ich komischerweise immer an diesen Typen zu geraten scheine - haben die etwa nur den einen einzigen Menschen in ihrem Call Center sitzen?! Egal, Ryan hat mich auch wiedererkannt und ich habe ihm gleich den Zahn gezogen, dass es an meinem Rechner oder den Steckverbindungen liegen könne. Ryan, habe ich alles schon gemacht - bei meinem Router sind die DSL und die Internetlampe nicht "solid green" an, also muss das Problem irgendwo bei Euch bzw. Eurem Netz oder dem Router als Gerät als solches zu suchen sein. Ja, das könnte sein, er befragt mal die Kollegen für Netzprobleme und ist gleich wieder in meiner Leitung. Immer schön dran bleiben Gabilein - der Onkel ist gleich wieder da. OK, nach ca. 3 Minuten war er wieder da und ich habe insgesamt 5x meinen Router aus- und wieder eingeschaltet. Resultat: Null. Kein Fortschritt. OK, er muss nochmals eine andere Abteilung zu Rate ziehen. Please wait. OK, kein Problem. Ich warte - habe ja eh keine andere Wahl. Nein, auch die Tricks, die diese Menschen drauf hatten und die ich mit aus- und einschalten aktivieren sollte, verschafften uns nicht den erhofften Durchbruch - es ging einfach nicht.

Tja, da war er dann am Ende seines Lateins angekommen und sagte mir, dass er einen Techniker vorbeischicken würde. Der nächste freie Platz im "Schedule" sei meiner - der 20. Oktober, nachmittags. Ryan, wir haben heute den 18.10. - ich soll zwei Tage auf einen Techniker warten? Es täte ihm ja furchtbar leid - früher sei es aber nicht möglich, OK, dann nicht. Dann warte ich halt auf Mittwochnachmittag...

Nee, ich habe natürlich nicht gewartet - ich kann doch nicht zwei Tage lang offline sein! Ich habe nochmals alle Stecker gezogen und wieder gesteckt, ich habe diesen blöden Router aus- und wieder angemacht und während ich all dies gemacht habe, bog ein weißer Transporter mit der magischen Aufschrift "Telus" in unsere Strasse ein. Richtig geahnt, Telus ist unser Internetanbieter. He he, Du entkommst mir nicht Du lieber Techniker, der Du in diesem Wagen nicht - Du verlässt diese Strasse nicht, bevor Du meine Leitung wieder in Ordnung gebracht hast. Gesagt getan, ich habe mich an den Menschen heran gepirscht, "Trallala" geboten und siehe da: natürlich habe er noch Zeit, um mich dazwischen zu quetschen. Kein Problem. Nach weniger als 10 Minuten war er an meinem Router, nahm das Teil auseinander, hat einen anderen Chip eingesetzt, hat irgendeine Fernwartung am Netz gemacht (keine Ahnung was), bekam "Trallala" ausgehändigt und seitdem bin ich wieder glücklich und online...

Was "Trallala" ist? OK, ich verrate es. Es ist die kanadische Währung für Freundschaftsdienste, die ggf. auch von Fremden gemacht werden: Bier... ;-)

Karneval?

Nein - Halloween! Es ist mal wieder soweit. Vor den Supermärkten stehen riesige Kartons voller Pumpkins, die nur darauf warten ausgehöhlt und mit Fratzen versehen zu werden. Wir haben im ersten Jahr hier auch noch ganz mühsam von Hand geschnitzt - bis der Schatz auf die glorreiche Idee kam... Ach, das kann sich jeder anhand der Bilder selbst anschauen... Ich sage nur: ein Handwerker ist ein wirklich praktischer (Ehe-)Mann, vor allem wenn man einen ausgehöhlten Kürbis haben möchte, der in der Luft schwebt... ;-)

In den Geschäften dreht sich auch alles um die fünfte Jahreszeit. Kostüme so weit das Auge reicht - Cowboys für die kleinen Jungs gibt es - Indianer ob mit oder ohne Friedenspfeife habe ich allerdings nirgends entdecken können. Dafür aber umso mehr Gespenster, Hexen, Skelette, Sensenmänner, Spinnen, Prinzessinnen, Strafgefangene, und und und. Natürlich dürfen auch Perücken, Haarfarbe, Schminke & Co. nicht fehlen und auch das eine oder andere Plastikaccessoire aus dem Bereich der Pistolen, Degen, Kronen und Laserschwerter könnte rein theoretisch im Einkaufswagen landen.

Aber nicht bei uns. Wir haben schon in Deutschland einen Riesenbogen um Karneval gemacht - da werden wir hier mit Halloween gar nicht erst anfangen. Die Nachbarskinder bekommen ihren Süßkram, wenn sie mir mit piepsender Kinderstimme furchterregend "trick or treat" entgegenschmettern und denen ist es völlig schnuppe, ob ich jetzt eine dusselige Verkleidung anhabe oder nicht. - Hauptsache die M&M's landen in ihren Sammeltüten. Außerdem muss man als Einwanderer ja auch nicht jeden Mist mitmachen - auch wenn gerade zur Zeit da drüben alle nach mehr Integration schreien. Auf dem Inselchen bliebe ich den tanzenden Zwergen ja auch fern. Übrigens, auch eine immer wieder beliebte Verkleidung - nicht nur alle 5 Jahre... ;-)

















18.10.2010, Montagmorgen - heute ist es eisfrei, dafür aber bewölkt

Immigration

Bis in die Abendnachrichten aller Fernsehsender hat es Angela mit ihrer Aussage über das Scheitern von Multikulti geschafft. Eine Besonderheit - normalerweise bekommt man in den kanadischen Medien absolut nichts von der deutschen Politik mit. Wer die kanadische Sicht der Dinge lesen möchte, findet sie hier und hier.

Tja, und dann wird jetzt das "Kanadische Modell" der Einwanderung als Ei des Kolumbus dargestellt und, dass sich in diesem Land doch wirklich alle lieb haben. Nun, das ist aber nicht die Realität, auch wenn es in den deutschen Medien so dargestellt wird. Unter anderem haben sich Stern und FAZ des Themas angenommen - aber wahrscheinlich findet man mittlerweile in jedem noch so kleinen Käseblättchen entsprechende Berichte.

Ist die Einwanderung nach Kanada wirklich so einfach? Man erreicht die Mindestpunktzahl von 67 und schon bekommt man sein Visum? Nein, so einfach ist das nicht - ganz im Gegenteil. Es werden pro Jahr nur noch 20.000 Anträge für diese 29 Berufe auf der berühmten Liste angenommen. Bist Du der 20.001te, dann kannst Du Deinen Antrag in den Müll werfen. Es werden alle möglichen Papiere verlangt, man muss zum Arzt und wird komplett durchgecheckt, etc. pp.

Einen "Gastarbeiter" einzustellen ist ebenfalls alles andere als einfach. Während der "Glücklichphase" der kanadischen Wirtschaft wurden die Arbeitsgenehmigungen innerhalb weniger Tage erteilt - nun wartet man zig Monate darauf. Der Arbeitgeber muss für einen bestimmten Zeitraum inserieren, es folgt ein Antrag für eine "Labour Market Opinion", die besagt, dass man keinen Kanadier oder "Permanent Resident" für den Job gefunden hat und dann beantragt der Gastarbeiter seine Work Permit - entweder bei den kanadischen Botschaften oder bei bestimmten Behörden im Inland. Die Arbeitsgenehmigungen sind immer nur für einen bestimmten Zeitraum gültig und wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter behalten möchte, dann muss er erneut inserieren, die LMO beantragen, eine neue Work Permit incl. Aktivierung an der Grenze wird fällig, usw. usf. Für all das kassiert der kanadische Staat Gebühren. Du bist nicht bereit diese zu zahlen? OK, dann geh doch...

Und genau diese Einstellung haben derzeit viele Kanadier. Es sind nicht mehr die Leute, die einen freundlich begrüßen und "Welcome to Canada" sagen. Nein, das Land hat sich in den letzten 1,5 Jahren unglaublich verändert. Jetzt denkt jeder in erster Linie an sich selbst und dass man bloß seinen Anteil am Kuchen behält. Es vergeht mittlerweile kein Tag, an dem die Nationalhymne nicht mindestens 4 oder 5 mal erklingt. Ich kann sie schon nicht mehr hören...

Aber damit tuten Medien und Politik ins Horn, dass die Kanadier derzeit hören wollen. Wir sind die tollen Kanadier. Wir haben ganz tolle Sachen, wie das Blackberry, erfunden. Wir Wir Wir.

Dass dieses aber nur durch ausländische Spezialisten / Fachkräfte möglich war, wird gerne verdrängt. Die kanadische Ausbildung ist dermaßen schlecht - aus eigener Kraft hätte es das Land niemals geschafft. - Außerdem: sind selbst die Kanadier in x-ter Generation nicht auch irgendwie Einwanderer? Oma und Opa kamen irgendwann ins gelobte Land - würden sie ihre Vorfahren heutzutage auch nicht mehr haben wollen?

Wir sehen es doch selbst. Früher - also bevor der Schatz bei der jetzigen Firma anfing - benötigte diese Firma mindestens 3 Jahre, um ein Haus zu bauen. 3 Jahre für ein Einfamilienhaus im Holzrahmenbau, das in Deutschland vom Rohbau her gesehen in kürzester Zeit steht. Jetzt aber, mit ein paar gescheiten Leuten an Bord, kann man plötzlich und unerwartet aufwändige Häuser der Mehrere-Millionen-Kategorie innerhalb eines Jahres hinstellen. Schlicht und ergreifend, weil es jemand baut, der etwas von seinem Handwerk versteht. Ich werde den Tag nicht vergessen, als der Mann abends von einem Dachstuhl erzählte, der eine Gaube bekommen sollte. Die kanadischen "Carpenter", die sich zwar Zimmerleute nennen, aber meist keine Ausbildung haben, hatten begonnen den Dachstuhl abzureißen. Nicht einfach die Sparren an der entsprechenden Stelle zu kappen - nein, sie haben komplette Sparren entfernt um dann etwas Neues hinzubasteln. Der Schatz nahm einfach seine Kettensäge, schnitt ab und alle Welt staunte, dass die Gaube wirklich an der richtigen Stelle war. Ist so etwas unglaublich?

Anyway, ich schweife ab. Fakt ist, dass das kanadische Einwanderungssystem auch nicht super ist und dass die Ausländerfeindlichkeit auch hier im Land immer mehr zunimmt - nicht nur "da drüben" - hier redet man allerdings nicht von irgendwelchen religiösen Leitkulturen. Soweit ist man hier noch nicht gesunken...



17.10.2010, Sonntagmorgen - heute war schon Eiskratzen angesagt

Bieber-Fever

Nein, keine Krankheit von Wasserratten - es ist einfach nur die Teenie-Hysterie, die Vancouver derzeit fest im Griff hat...

Da hat das kleine Sängerlein mit der gut sitzenden Frisur dank 3-Wetter-Taft beim "We Day 2010" die Schulkinder in seinen Bann gezogen und nun findet am Dienstag auch noch ein Konzert in der ausverkauften Rogers Arena statt. Und was machen treue Fans, die schon einmal vorab einen Blick auf Ihren Helden werfen wollen? Genau, sie belagern die Orte, wo ihnen ein Twitter-Schelm verkündete wo er zu finden sei. Dort waren dann ganz viele Fans - Kevin Otter ließ sich aber nicht blicken. Oooooohhh - eine Runde Mitleid... ;-) Seine Fans sagen dennoch, dass sie ihn nach wie vor lieben - und wer mir das jetzt alles nicht glaubt, kann es hier nachsehen. Die Kommentare am Ende der Seite sind wieder einmal lesenswert, vor allem der mit Bob Marley... ;-)

Aber es gibt ja auch noch andere Idole. Zum Beispiel diejenigen sportlicher Natur. Von denen gibt es hier in der Gegend sogar eine ganze Menge - ich sage nur die Medaillengewinner der letzten und vorheriger olympischer Spiele und / oder Weltcups. Nun, diesen Personen soll nun ausgiebig gehuldigt werden und zu den kanadischen Altstar-Straßennamen à la Dave Murray Place oder dem Nancy Greene Drive sollen in der neu anzulegenden Siedlung "Baxter Creek" fortan ein paar Strassen auf Ashleigh McIvor, Lauren Woolstencroft, Jon Montgomery und Maëlle Ricker hören. Kann man alles übertreiben? Ja, man kann...

Aber die Welt besteht ja nicht nur aus Heldentenören vor dem Stimmbruch und (ausgedienten) Sportstars, es gibt ja noch eine andere Gattung Mensch - die Politiker. Diese zählen eher zu den weniger populären Personen - und genau das, erfährt unser Provinzpremier gerade am eigenen Leib. Seine Umfragewerte sinken ins Bodenlose hinab. Im vergangenen Monat konnte er noch mit 12% "Beliebtheit" aufwarten - dieses Ergebnis ist nun aber ein alter Hut. In den neuesten Umfragen erzielt er sage und schreibe 9 (in Worten: neun) Prozent. Wenn das mal keine Traumzahl ist... ;-)

Und wie komme ich nun von dem obigen Geschreibsel zum Sonntagsrezept? Mehr fällt mir an Tagesgeschehen nämlich gerade nicht ein und eine gescheite Überleitung finde ich nicht, Brezeldiebe haben wir nicht - dazu müssten wir erst einmal Brezel in den Geschäften haben, weshalb wir sie selbst backen - die nicht nur Überwinterer finden aber auch hier Stollen, Marzipankartoffeln und Lebkuchen neben Panettone & Co. Auf was hättet Ihr denn heute einmal Lust? Bei uns gab es letztens Gulasch mit Semmelknödeln und Rotkohl. Also bereiten wir heute einfach mal so etwas zu. Ab in die Küche mit uns.

Gabi's Rindergulasch mit Knödel(n) und Rotkohl

Mann/Frau/Kind nehme:

Gulasch:
1 kg Rindfleisch (in Würfel geschnitten)
3 Zwiebeln, in relativ kleine Würfel geschnitten
¼ Liter Rotwein
ca. ¾ Liter Wasser
Salz, Pfeffer
Öl zum Anbraten

Öl erhitzen, Fleisch rundherum braun anbraten, salzen und pfeffern, aus der Kasserolle nehmen, die Zwiebeln ebenfalls braun anbraten, mit Rotwein ablöschen und das Fleisch wieder hineingeben, das Wasser angießen und bei kleiner Hitze ca. 2-3 Stunden schmoren lassen. Ab und zu umrühren, ggf. noch etwas Flüssigkeit hinzufügen und abschmecken Sollte die Sauce zu dünn sein, mit etwas Speisestärke binden...

Knödel:
1 Baguette vom Vortag (etwas anderes Brötchen-ähnliches ist hier schwer zu bekommen), in kleine Würfel geschnitten
1 Ei
ca. ¼ Liter warme Milch
1 Bund Petersilie, fein gehackt
Salz, Pfeffer

Baguette mit der Milch übergießen und ein paar Minuten durchziehen lassen. Ei, Petersilie und Gewürze hinzufügen und vermengen. Zu Klößen formen und in siedendem Salzwasser so lange ziehen lassen, bis sie oben schwimmen.

Rotkohl:
1 Rotkohl, geviertelt und in Streifen geschnitten
4 Äpfel, geschält und in Würfel geschnitten
1 Zwiebel, in kleine Würfel geschnitten
Rotweinessig
3 Lorbeerblätter
7 Gewürznelken
1 Esslöffel Schmalz
Salz, Pfeffer

Rotkohl, Äpfel, Zwiebel, Lorbeerblätter und Nelken in einen großen Topf geben. Salzen, pfeffern und mit dem Essig säuern. Ca. 15-20 Minuten köcheln lassen. Abschmecken, ggf. nachwürzen /-säuern und mit dem Schmalz "abglänzen".

Gutes Gelingen und "Enjoy!"




Angerichtet wie in der Raststätte




16.10.2010, Samstagmorgen - wir haben ein Grad auf der Terrasse und Raureif auf dem Dach

Der schnöde Mammon

Heute muss ich mal etwas über den gesetzlichen Mindestlohn in British Columbia schreiben. Dieser unterliegt nämlich nicht den "federal" Gesetzen, sondern wird von den einzelnen Provinzen festgesetzt.

BC, das im Volksmund "Bring Cash" genannt wird, ist mit seinen 8 Dollar pro Stunde einsames Schlusslicht beim Mindestlohn. In den ersten 500 Stunden kann es einem gar passieren nur 6 Dollar zu bekommen, weil man ja trainiert werden muss. Nun, wer jemals etwas von "hire & fire" gehört hat wird sich denken, dass es viele Arbeitgeber gibt, die diese Probezeit nutzen, um billige Regalauffüller einzustellen und diese dann kurz vor Erreichen der 500 Stunden wie eine heiße Kartoffel fallen lassen.

Bei einem 8-Dollar-Job bekommt man bei einer 40 Stunden-Woche nach Abzug von Steuern, Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung ca. 1150 Dollar ausbezahlt. Das mag jetzt für den einen oder die andere vielleicht viel klingen - ist es aber nicht.

In Whistler bezahlt man für einen "shared bedroom" (also ein halbes Zimmer) in einer WG gut und gerne 600 - 800 Dollar. Das komplette Zimmer ist also pro Monat 1200 - 1600 Dollar "wert". Was sie aber oftmals nicht sind - es sind nicht selten die letzten Absteigen - gerne auch im Keller...

Rechnen wir also einfach mal mit dem Mittelwert von 700 Dollar weiter und schon hat der Mindestlöhner ganze 450 Dollar für alle anderen Kosten im Portemonnaie. Telefon, Internet, Autoversicherung und/oder Bus-Monatskarte verschlingen locker 250 - 300 Dollar und von den restlichen 150 - 200 Dollar darf sich dieser Mensch dann ernähren, kleiden und und und...

Beim "Städtetag", der kürzlich in Whistler stattfand, haben nun zahlreiche Bürgermeister ein Petition unterzeichnet, die für eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf mind. 10 Dollar sowie die Abschaffung der 500-Stunden-Ausnahmeregel ist. Es haben zahlreiche Meister der Bürger unterzeichnet - bis auf einen. Dem aus Whistler. Der möchte das nicht. Dieser Mensch möchte, dass die arbeitende Bevölkerung in seinem Stadtstaat weiterhin ausgebeutet wird - schließlich sind die meisten, die in Whistler beschäftigt sind, mit einem "Working Holiday Visum" hier und darin steckt doch das Wort "Holiday". Ferien. Urlaub. Na, und für den hat man doch immer zu bezahlen, oder? Ich spare zuhause, komme mit einem "Youth Mobility Program" nach Kanada, um Auslandserfahrungen zu sammeln, und dann darf ich natürlich schön drauf zahlen - warum soll denn der kanadische Arbeitgeber meinen Lustaufenthalt finanzieren? Nun, ganz so krass mag es vielleicht nicht sein - wären diese jungen Weltenbummler, die wirklich zu Hungerlöhnen arbeiten und im kleinsten Eck hausen (s. dieses Beispiel - Achtung, der Link wird wohl nicht lange funktionieren), dann hätte das "Worldclass Resort" ein ganz gewaltiges Problem.

Man stelle sich aber mal vor, die Arbeitgeber in Whistler müssten 2 Dollar plus Nebenkosten pro Stunde mehr bezahlen - dann hätten diese ja ein riesengroßes Problem - der Gewinn wird nicht mehr so hoch ausfallen. Herrje! Da stärkt der Herr Bürgermeister doch lieber den Firmen den Rücken, als hart arbeitenden Menschen ein klitzekleines bisschen mehr Geld zu gönnen. Geld, das sie ganz bestimmt im Ort ausgäben. Ein Kneipen- oder Restaurantbesuch, mal ins Kino gehen, ein Eis beim Stadtbummel oder vielleicht im Supermarkt einmal ein Stück Käse kaufen - ein wirklicher Luxusartikel für viele - unter 20 Dollar pro Kilogramm ist nicht wirklich etwas zu bekommen - ein Haarschnitt schlägt mit mind. 80 oder 90 Dollar zu Buche, etc. pp.

Aber nein, Ken stellt sich da quer. So ein A... ! Ich sage es immer wieder - aber ich kann den kleinen Napoleon eh nicht leiden...



15.10.2010, Freitagmorgen - der Tag begann ohne Internetzugang

14 - 15 Dollar

Soviel soll eine Aktie der Whistler Blackcomb Holding Inc. bei ihrem Börsengang in Toronto kosten. - 37 Millionen Aktien wird es geben, von denen 21 Millionen in den Handel gebracht werden sollen - die restlichen Papierchen behalten Fortress/Intrawest und Nippon Cable ganz für sich alleine.

Im Vorstand des neuen Unternehmens findet man (jedenfalls hierzulande) bekannte Namen. Bill Jensen, seines Zeichens CEO von Intrawest, ist der Oberste Muckel - zu gut englisch: "Chair of the Board" des neuen Unternehmens. Weitere Mitglieder sind Wes Edens ("Principal" von Fortress Investment) und jetzt kommt's: John Furlong - seines Zeichens Mr. Olympia und ehemaliger CEO von VANOC - sowie Cam Neely, ein ehemaliger Eishockeyspieler und nun Präsident des Boston Bruins Hockey Clubs...

Begründet wurde die Ernennung der Herren Furlong und Neely mit ihrem hohen Ansehen und ihrer Glaubwürdigkeit. Nun, darauf gehe ich jetzt mal nicht weiter ein - ich denke gerade schon wieder so böse... ;-)

Es wurden aber ein paar Zahlen genannt, die mir so bisher nicht bekannt waren. In der Saison 2007/2008 waren 2.190.000 Ski- und Snowboardfahrer "auf'm Berg". In der darauffolgenden Saison 2008/2009 ging die Besucherzahl auf 1.878.000 zurück (ich sage nur: die Krise...) und in der olympischen Saison 2009/2010 ging die Zahl nochmals runter. 1.667.000 Menschen haben im vergangenen Winter ihre Spuren im Schnee hinterlassen. Der Rückgang überrascht mich ehrlich gesagt nicht wirklich. Zum einen war das Skigebiet aufgrund der olympischen Spiele nur bedingt zu befahren und um überhaupt nach Whistler hineingelassen zu werden, musste man in der heißen Olympia- und Paralympiazeit diese Plakette im Auto haben. Keine Plakette - kein Durchkommen - fast 2 Monate lang. Diese Schild fürs Armaturenbrett bekamen nur Menschen mit Wohnsitz im Sea-to-Sky-Corridor, Urlauber mit Bescheinigung einer Unterkunft und eines Parkplatzes sowie die Medienvertreter plus der ganze Fuhrpark von VANOC. Sprich: die Tagestouristen, die mal eben aus "Metro Vancouver" in die Berge fahren, blieben aus...

Zu Umsatzzahlen und Gewinn wurden auch einige Daten bekannt. Im Finanzjahr 2007 konnte man aus 218 Millionen Dollar Umsatz 52 Millionen Dollar Gewinn erwirtschaften. In 2008 waren es 218 Millionen "revenue" zu 60 Millionen "profit" und 2009 wartet mit einem Umsatz von 219 Millionen Dollar und 51 Millionen Dollar Gewinn auf. Der Hauptbrocken an Einnahmen sind die Lifttickets - sie machen ca. 50% aus. Der Rest verteilt sich auf die Skihütten, wo man Burger und Steaks essen kann (nein, keine Germknödel, auch keinen Kaiserschmarrn und das Wort Brettljause hat hier auch noch keiner gehört), dann sind die Ski- und Snowboardschulen weitere "revenue generator", die Bekleidungs- und Skigeschäfte tragen ihr Scherflein bei, etc. pp.

Warten wir mal ab, ob es einen großen Run auf die Aktien geben wird - eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass es so sein wird. Als vorzeitige Dividendenausschüttung gibt es deswegen heute auch mal wieder ein Liedchen - da schmeckt das gerne auch alloholische Getränk "après" doch gleich noch mal so gut. Prost!... ;-)

Ach komm, eins geht noch - auf einem Bein kann man schlecht stehen... ;-)



14.10.2010, Donderdag - es zieht wieder zu, aber nur für einen Tag - angeblich...

Ist das lustig?

Manchmal verstehen uns die anderen Lebewesen auf zwei Beinen einfach nicht - und das liegt dann nicht an mangelnden Englischkenntnissen unsererseits. Nein, sie verstehen einfach unseren - manchmal sehr speziellen - Humor nicht.

Ein kleines Beispiel: Einer von Schatzemanns Kollegen hatte das Vergnügen sämtliche, noch so kleinen Holzrisse des aktuellen Bauvorhabens mit Silikon auszuspritzen, damit auch ja kein Luftzug hindurch gehen kann. Die unsinnigste Arbeit unter der Sonne, zumal diese Wände allesamt mit einer Sprühisolierung versehen wurden, eine Dampfsperre darauf kam und darauf noch Gipskartonplatten mit entsprechender Spachtelmasse aufgebracht wurden. Diese natürlichen Risse im Holz wurden aber in Friemelsarbeit zugespachtelt. Den armen Menschen, dem diese Aufgabe zuteil wurde (es waren Hunderte von Quadratmetern), wollte ich ein wenig aufmuntern und sagte so etwas wie "You poor guy, that's a job for somebody who killed his mother and his father" - zu gut deutsch: das ist eine Aufgabe für jemanden, der Mutter und Vater erschlagen hat. In unserer Heimatregion eine völlig normale Aussage.

Hier wurde ich einfach nur fassungslos angesehen und auch meine Versuche es zu erklären scheiterten. Drew schaute mich nach wie vor fragend an und meinte, dass wir Deutsche manchmal einen komischen Humor hätten - ein Kanadier würde niemals etwas sagen, bei dem es um den Tötungsakt seiner Eltern geht. Nein Drew, es bringt doch niemand seine Eltern um (jedenfalls nicht normalerweise) - aber wenn es einer täte, dann wäre dies eine entsprechende Strafe. Nur noch zu toppen durch Gartenumgraben mit einem Teelöffel oder Sandsieben am Strand. Nein, er hat es nicht verstanden und wir haben es einfach dabei belassen...

An diese Episode muss ich aber immer wieder denken, wenn wir einen Werbespot im TV sehen. Manches muss man wohl einfach nicht verstehen... ;-)

Mit dem deutschen Essen haben die Menschen auf diesem Kontinent allerdings keinerlei Probleme - im Gegenteil. Sie lieben German food. Mit Rinderrouladen, Krustenbraten, Sauerteigbrot & Co. kann man jeden hinterm Ofen hervorlocken und unser Sauerkrautfass im Keller wird auch immer wieder staunend betrachtet. So sind wir Krauts halt - das Fass darf nicht fehlen - wir wollen doch immer schön dem Klischee entsprechen, dass Deutsche permanent Sauerkraut essen... ;-)

Eine Bekannte schickte mir nun den Link eines online-Versandhandels für deutsche Produkte. Nun, nicht, dass ich dort wirklich etwas bestellen würde - mir fehlt hier nichts - die Videos sind aber zu lustig - jedenfalls für mich... ;-)



13.10.2010, Mittwochmorgen - es soll angeblich ein sonniger Tag werden

Mondlandung?

Nee, die habe ich persönlich nicht mitbekommen - mein Schatz aber wohl, sollte wirklich jemals jemand "a man on the moon geputtet" haben. Gestern haben wir beide die Live-Übertragungen der Bergung der verschütteten Berchmänner in Chile gesehen. Ja, Berchmänner - jetzt weiß aufgrund meiner Aussprache auch jeder von wo ich wech komme. Aussem Pott - und ich stehe dazu... ;-)

Dort habe ich auch auf einer Klassenfahrt im 4. Schuljahr mit Lehrer Lohbeck die Dahlbuschbombe im Bergbaumuseum in Bochum gesichtet und wir alle haben staunend davor gestanden. Am Sonntag - nach dem dicken fetten Truthahnessen - hatten wir uns hier sogar gegenseitig ausgemessen, um zu gucken, ob wir in diese neue Transportröhre passen würden. Locker. OK, der Schatz müsste seine Schultern einziehen, aber im Gegensatz zu den damaligen 38,5 cm sind die jetzigen ca. 53 cm ja fast komfortabel...;-)

Ich wünschen diesen Menschen, dass sie ihr Erlebtes so schnell wie möglich verarbeiten und keine gesundheitlichen/psychischen Schäden davon tragen - wir haben gestern Abend wirklich stundenlang vor der Flimmer gesessen und geschaut, wie einer nach dem anderen in die und aus der Tiefe befördert wurde. Das war meine persönliche Mondlandung...

Tief getroffen

Oh oh, da haben die Kanadier gestern aber eine Klatsche abbekommen. Die Nation war schier fassungslos über den verlorenen Sitz im Sicherheitsrat - und dass, obwohl sie vorher noch Ahornsirup als Schmierstoff der Abstimmung verteilt haben. Wie konnte es passieren, dass man den Rang an Deutschland bzw. Portugal abtreten musste? Nach vielen Jahrzehnten im elitären Kreis? Permanenten Werbespots im Fernsehen: "Canada, it's our time to lead!" Nun, ich habe meine eigene Vermutung und die hat etwas mit der kategorischen Weigerung Kanadas im Zusammenhang mit den Bankenrettungen zu tun. Ja, ich denke mal wieder böse... ;-)

Whistler auf Platz 3

Wobei? Nun, da will ich doch mal einen Tipp abgeben - Wofür ist dieser Ort bekannt? Genau: für seine Berge, seinen Schnee sowie das größte zusammenhängende Skigebiet in Nordamerika zu sein.

Tja, und da zeigt sich wieder einmal, dass Größe allein nicht alles ist. Es müssen auch noch andere Komponenten stimmen, damit die Leser der Zeitschrift "Ski" ein Ressort zum Kaiser, König oder Bettelmann krönen, denn als Bettelmann verlässt so mancher den Ort - es ist einfach ziemlich teuer hier... ;-)

Zum 4. Mal in Folge ist Deer Valley in Utah Spitzenreiter - auf Platz 2 landete Vail in Colorado, die beide laut Leserschaft mit gut präparierten Pisten und einem vorbildlichen Service aufwarten. Na ja, es ist ja nicht schlimm dritter Sieger zu sein - solange man sich in hiesigen Internetforen nicht auch fragt: "Sag mir wo die Touris sind - wo sind sie geblieben? "... ;-) Ob die besseren Pistenbedingungen in den anderen Skigebieten durch die Finanzschwierigkeiten von WhistlerBlackcomb bzw. der Muttergesellschaft zu begründen sind - nun, darüber kann man spekulieren - Fakt ist nur, dass die Muttergesellschaft bereits einige ihrer "Tafelsilber-Ressorts" zu Geld gemacht hat, um ins Haus stehende Zwangsversteigerungen zu vermeiden, weil ein milliardenschwerer Kredit nicht zurück gezahlt werden konnte...

Die Spekulationen hinsichtlich eines Komplettverkaufs von WhistlerBlackomb scheinen jedenfalls bald beendet zu sein - Intrawest/Fortress spannt uns alle nicht länger auf die Folter, wurde doch die Börseneinführung der "Whistler Blackcomb Holdings Inc." bei den entsprechenden Behörden beantragt. Otto Normalskifahrer könnte dann Aktien der Berge erwerben und auf eine Dividendenauszahlung in Form von Saisonkarten hoffen. Zur Stückzahl und/oder dem Einführungskurs wurde bislang allerdings nichts bekannt - warten wir es also ab, ob ein Börsengang die Wunderwaffe ist und wer sich dann ein Stück vom Kuchen holen wird...

Ob wir entsprechende Aktien kaufen würden/werden? Nein...



12.10.2010, Dienstagmorgen - es regnet...

Immer noch nix Aufregendes passiert

Drum schreibe ich jetzt ganz viel belangloses Zeug... ;-)

Die "one less lonely girl"-Kollektion

Ein Muss fuer kreischende Teenies und in den Farbtönen "One Less Lonely Glitter", "Prized Possession Purple", "Give me the first dance", "Me & Blue", "OMB!" sowie "Step To The Beat Of My Heart".

Na, schon eine Ahnung, wer oder was dahinter steckt? Die eingefleischten Fans sicherlich - die anderen möchte ich dann mal aufklären: Unser aller Sängerlein Kevin Otter alias Justin Bieber steigt in die Schönheitsbranche ein und bringt im Dezember seine erste eigene Nagellack-Kollektion auf den Markt. Ja, der traut sich was - eine Nagellackserie! Geht's noch? Die Fräulein Fans können sich jedenfalls ab Dezember im Walmart damit eindecken - ab Februar wird es die kleinen bunten Fläschchen auch in anderen Geschäften geben. Das ist wieder einmal etwas, das die Menschheit nicht braucht - "Bieber-Nagellack", wenn es doch wenigstens Haarspray wäre... ;-)

Schwarze Witwen

Nein, die sind hierzulande eigentlich nicht heimisch - dennoch sind in den vergangenen Wochen immer mal wieder welche davon aufgetaucht. In Ontario wurde nun das 4. Exemplar des giftigen Viecher entdeckt und sorgt für erneute Schlagzeilen. An Spinne Nr. 1 wurde in Weintraubenkisten mit Früchten aus Kalifornien entdeckt, Nr. 2 und 3 sind mir entgangen und Nr. 4 saß gemütlich in einer Garage. Allerdings in eine Garage, in der vorher ebenfalls kalifornische Weintrauben aufbewahrt wurden. Nun, das Obst wurde in ganz normalen Supermärkten erworben - ich möchte mir nun nicht vorstellen, wie viele von den Biestern dort noch vorhanden sind bzw. waren...

Wir schaukeln uns wieder hoch

Im Lotto haben Doris und ich immer noch nicht gewonnen - das hätte aber wahrscheinlich auch jeder mitbekommen. Riesen-Fiesta im Sombrero - aber darauf müssen alle noch warten. Bis auf Kleinvieh haben unsere Zahlen noch nichts abgeworfen. Wir gedulden uns aber weiter und hoffen auf die kommende Ziehung, dann geht es endlich mal wieder um eine Summe von über 30 Millionen. Was wir damit machen werden? Wir bauen einen Golfplatz... ;-)

Wetter

Der Herbst ist in vollem Gange, die Blätter fallen, ab und zu scheint auch mal die Sonne - morgen soll sie den ganzen Tag lang zu sehen sein - und danach geht es dann in den Keller. Die Tageshöchsttemperaturen bleiben wohl einstellig und nachts rückt der Gefrierpunkt nahe. Ein oder zwei Grad sind angesagt - der erste Nachtfrost naht. Och nö!..



11.10.2010, Montagmorgen - kurz nach 8 - aktuell sind es 4 Grad - die Sonne lässt sich erahnen

Happy Thanksgiving!

Auch wenn der eigentliche Feiertag - oder besser gesagt der freie Tag - erst heute ist, wurde der große Flattermann namens Pedro Truthahn bereits gestern verspeist. Lecker war er - aber das konnte die einzige Veganerin am Tisch nicht nachvollziehen, während sie bei ihrer vegetarischen Paella saß und vorweg an ihrer Tomatenessenz nippte. Mehr fiel mir auf die Schnelle nämlich nicht ein, als ein Bekannter kurz vor Toresschluss anrief und fragte, ob er einen Besucher mitbringen dürfte. Klar, kein Problem, der Vogel ist groß genug für alle. Rumdrucksen am anderen Ende der Leitung und die große Beichte: Sie isst kein Fleisch, auch keinen Fisch und überhaupt gar nichts, was nur irgendwie in tierischer Nähe war.

OK, selbst auf solche Notfälle ist Tante Emma im Keller vorbereitet und es wurde kurzerhand die klare und ganz vegane Tomatenbrühe aus der Gefriertruhe geholt, ein paar von diesen griechischen, reisähnlichen Nudeln hinein, gehacktes Basilikum drüber und schon bekam auch "Miss Vegan" etwas in den Magen. Die Paella war auch schnell gemacht und zum Nachtisch gab es "Spezial-Eis" für sie. Tiefgefrorene Blaubeeren, Kokosmilch, etwas Puderzucker und mit dem Pürierstab mixen. Fertig ist das "Eis", etwas Obst dazu und das muss reichen... ;-)

Bei uns anderen ging es insgesamt etwas üppiger zu. Aufgrund der Lachsterrine vorweg, dem Vogel und seinen Beilagen zwischendrin und zum Schluss Rotweincrème, Tirami Sù und meine Obstterrine, die sie aufgrund der Gelatine ja nicht verspeisen konnte, werden wir heute alle lieber nicht auf die Waage steigen... ;-)

Na, haben jetzt alle Appetit bekommen? Ist ja bald Abendessenzeit da drüben - irgendein Bütterchen wird sich schon finden... ;-)

Tja, und weil an solch langen Wochenenden nie etwas Großartiges passiert, über das sich zu schreiben lohnt, höre ich für heute auf. Meine Küche sieht wie ein Schlachtfeld aus und muss erst einmal einer größeren Reinigungsaktion unterzogen werden. Bis morgen also...



10.10.2010, Sonntagmorgen - halb 10 - wir konnten tatsaechlich einmal aussschlafen

Gestern

Gestern waren wir in Squamish - wie sollte es an einem Samstag auch anders sein. Aber das weiß hier ja mittlerweile jeder...

Auf dem Parkplatz vor London Drugs, den vielen anderen neuen Einzelhandelsgeschäften und dem Liquor Store war so etwas wie ein Volksfest - nein, ich hatte die Kamera nicht dabei - irgendwie hatte ich im Vorfeld nichts von dem Event mitbekommen. Es fand sich alles Mögliche für die lieben Kleinen und die immer noch lieben Grossen und Mountain FM hat live von dort gesendet. Zum Schatz meinte ich beim Einparken: "Guck mal, da ist Rob Michaels. Wo? Wer? Na da! Der mit der Kabeltrommel in der Hand. Was? Das ist Rob Michaels? Dieses Jüngelchen?" Na ja, es ist ja nicht schlimm jünger als wir zu sein... ;-)

Anyway, bei Mountain FM gab es ein Wunschkonzert. Man konnte hingehen, sich ein Lied wünschen - ok, dieses musste man dann auch selbst ansagen - und schon wurde es gespielt. Ja, ich habe mir auch etwas gewünscht - es war einfach zu passend mit dem Radiosender vor dem Liquor Store. Und angesagt habe ich es selbstverständlich auch auf deutsch - wir sind doch schließlich international - auch wenn mich wahrscheinlich viele nicht verstanden haben. Was ich mir gewünscht habe? Dieses hier - wir standen schließlich vor der Alkoholverkaufsstelle... ;-)

Ebenfalls gestern haben wir zum ersten Mal seit einigen Monaten wieder Eishockey angesehen. Vancouver gegen Los Angeles. Aber nur das erste Drittel - zu mehr hatten wir keine Lust. Wird vor einem Bundesligaspiel eigentlich auch die Nationalhymne gespielt und alle singen mit? Nee, das ist für meinen Geschmack zuviel des Guten und ich frage mich, wie oft die Crazy Canucks ihre Hymne wohl schon im Leben gesungen haben. Selbst die Kinder im Kindergarten lernen es ja schon. Bin ich aus versehen im nördlichen Korea gelandet? ;-)

Die Bauern BC's machten gestern ebenfalls auf sich aufmerksam. Aufgrund des schlechten Wetters und des anhaltenden Regens gehen diverse Agrarunternehmer von Ernteverlusten bis zu 80% aus und haben beim "Government" um finanzielle Hilfen gebeten, um im kommenden Jahr überhaupt produzieren zu können. Und wie reagiert darauf die Bevölkerung? Sie sagen klipp und klar "nein". Ihr seid Unternehmer, Unternehmer haben sich gegen Risiken selbst abzusichern. Punkt. Keine Steuergelder für Einzelunternehmer. Ein Eisdielenbesitzer kann sich auch kein Geld von der Provinz oder dem Staat holen, wenn die Eismaschine kaputt geht...

Und schon sind wir bei den Lebensmitteln angekommen und mit ihnen beim Sonntagsrezept. Für mich eine DER Suppen im herbstlichen Winter oder winterlichen Herbst. Eigentlich "uralt", aber trotzdem immer noch und immer wieder lecker.

Zwiebelsuppe (nicht nur) à la Gabi

Mann/Frau/Kind nehme:

4 große Zwiebeln, halbiert und dann in Ringe geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/8 l Wein
1 Liter Brühe (Rind, Huhn oder Gemüse)
Salz, Pfeffer
Etwas Öl zum Anbraten


2 Scheiben Toastbrot, halbiert
ca. 100 g geriebener Käse

Öl erhitzen, Zwiebeln darin anbraten - sie sollen schön braun werden. Mit Wein ablöschen, mit Brühe auffüllen, salzen und pfeffern. Ein paar Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit Toast mit dem Käse bestreuen und solange im Backofen verweilen lassen, bis der Käse geschmolzen ist und eine schöne Farbe angenommen hat. Auf die Suppe geben und fertig - gerne auch als Hauptspeise und nicht klassisch vorweg...

Gutes Gelingen und "Enjoy!"





09.10.2010, Samstagmorgen - es regnet...

Das hat im hiesigen Unterhaltungssektor noch gefehlt

Wer kennt sie nicht - Castingshows im Fernsehen. Dort, wo sich zum teils talentierte und teils gnadenlos unbegabte Menschen zum Affen machen, nur um vielleicht entdeckt zu werden. "American Idol", "Canadian Idol", "America's got Talent", "The X-Factor", Sendungen, wo klapperdürre Menschen durch die Gegend staksen,… - all dies findet man hierzulande auch in der Medienlandschaft. Es vergeht irgendwie kein Tag, an dem nicht ein toller Sänger, ein super Akrobat, eine schöne Schönheit oder weiß der Kuckuck was es sonst noch alles zu casten gibt, über den Bildschirm flimmert, sobald man den Kasten in Betrieb genommen hat. OK, man kann ja umschalten, um sich alte Bonanza-Folgen oder Magnum in seinem Ferrari anschauen - oder aber in die nächste Kneipe gehen. Ich habe mir sagen lassen, dass es so etwas geben soll… ;-)

Tja, und kaum ist man(n) dann in der Kneipe angekommen, kommt die große Ernüchterung. Denn was gibt es nun wieder an der Theke der Crystal Lounge? "Whistler's got talent"!

Jeden Donnerstag treten dort fröhliche Musikanten an, um den Gesamtsieg davonzutragen. Derzeitiger Favorit ist ein Mensch namens Jon Shrier, der im vergangenen Jahr im Finale gegen die Lokalsangesmatadorin Rachel Thom verloren hat. Ihre Lieder dudeln seitdem jedenfalls das Radio rauf und runter und wer weiß, vielleicht wird sie ja wirklich auch außerhalb der Region bekannt...

Am 21. Oktober wissen wir jedenfalls, wer sich als nächstes Whistler-Superstar-Idol bezeichnen darf - dessen/deren Lieder werden dann auch sicherlich 5x am Tag auf Mountain FM erschallen bevor MTV an die Tür klopft...

Hände weg von gewissen Austern und Muscheln

Der Genuss könnte ggf. tödlich enden. Nein, das ist kein Krimi von Agatha Christie und auch der alte Alfred hat nichts damit zu tun. Die "red tide" ist in dem Fall aber dennoch in die Rolle des Gärtnerhelfers geschlüpft und hat diverse Muschel- und Austernzuchtanlagen in die Bredouille gebracht. Der Verzehr diverser Muscheln oder Austern, die am 3. und 4. Oktober vor der Westküste "geerntet" wurden, kann zu "Paralytic shellfish poisoning" führen und im schlimmsten Fall innerhalb von 12 Stunden mit dem Tod enden. Bislang sind "aber nur" 20 Menschen erkrankt. Damit es nicht noch mehr werden findet man hier die betroffenen Hersteller und Chargennummern. Nein, bei uns gibt es erst einmal keine Muscheln rheinische Art ...

Nochmals Hände weg

OK, nicht nur die Hände - vor allem die Haare. "Brazilian Blowout" ist hierzulande überaus beliebt. Was das ist? Das benutzen Menschen, die Locken haben, welche sie nicht leiden können und sich die Haare chemisch glätten lassen - die Umkehrung der Dauerwelle sozusagen.

Nun, dieses Produkt weist einen Formaldehydgehalt von sage und schreibe 12 % (!) auf - 60x mehr als zulässig. - Hey, selbst wenn es innerhalb der gesetzlichen Grenzen bliebe, fände ich es immer noch allerhand, dass man Menschen Formaldehyd auf den Kopf schmiert, aber das sei nur am Rande bemerkt.

Allein in Kanada haben nun 1000 Friseure den Hersteller wegen diverser Gesundheitsprobleme verklagt - in den USA sind es noch mehr. Ich bin gespannt, wie lange es dieses Produkt noch geben wird. Was haben Menschen gehen ihre Locken? Andere Menschen geben viel Geld aus, um welche zu haben. Aber was mag wohl erst einmal in dieser Stinkeflüssigkeit sein? Gut riechen tut sie jedenfalls auch nicht - sie tat es jedenfalls nicht vor ca. 20 Jahren, als ich auch einmal meinte mit Locken durch die Welt stapfen zu müssen. Einmal und nie wieder - ich stehe zu meinen glatten Haaren - im Gegensatz zu meinem immer grauer werdenden Schopf... ;-)

Meine Friseurin Jenn benutzt übrigens deutsche Haarfarben aus dem Haus "Silberglatt" - extra für mich ins Sortiment aufgenommen. Die klassische kanadische Farbpalette reicht halt von blond zu braun / schwarz und zurück zu blond. Nee, es geht halt doch nix über "made in Germany" - da gibt's wenigstens auch knallrot, wie es sich für ein Teufelchen gehört... ;-)

Und noch etwas zum Tage:

Happy 70th Birthday John! Auch wenn es Dich nicht mehr gibt - jedenfalls nicht hier…



08.10.2010, Freitag - das lange Wochenende steht bevor! :-)

Gemischtes aus der Welt der pösen Purschen

Etwas für die Peep-Show

Da zeigt einer, was er hat - im wahrsten Sinne des Wortes... Auf dem gebührenfreien Parkplatz Nr. 4 (das ist der an der Lorimer Road), taucht immer wieder morgens zwischen 9 und 10 Uhr ein Typ aus den Büschen auf, um der Welt zu zeigen, dass er ein ganzer Kerl (nicht dank Chappi) ist. Dieser exhibitionistisch veranlagte Mann Anfang bis Mitte 30, ist ungefähr 5'7" (na, wie viel ist das in Zentimetern?) groß, hat lockige Haare, einen lockigen Vollbart und soll einen kleinen "beer belly" haben. Die Polizei geht nun davon aus, dass er mit seinen heruntergelassenen Hosen passierende Frauen auf dem Kieker habe - sie sind sich aber nicht sicher, ob er es auf eine bestimmte Person abgesehen hat.

Ich denke, dass sich das Problem bald von alleine lösen wird - bald ist es kalt und sein bestes Stück möchte er sich bestimmt nicht verkühlen. Wie sieht das denn dann aus - so mit 'nem Wollschal um die Gurke? ;-)

Etwas für Junkies

Anfang Juni habe ich doch mal von einer Drogenrazzia im Industriegebiet geschrieben, bei der sie allerdings nichts gefunden haben. Nun, die Damen und Herren der RCMP hatten jetzt einen neuen Durchsuchungsbefehl in der Hand und stapften damit durch eine Immobilie in Function Junction (so heißt das Gewerbegebiet) und siehe da, dieses Mal wurden sie fündig als sie gegen Mitternacht zur Tat schritten. Eine "large quantity of drugs" incl. magischer Pilze (Kann ich die mal sehen, damit ich sagen kann ob sie auch bei uns wachsen?), Ketamin alias "Special K", Ecstacy und ein gutes Kilo Marihuana haben sie entdeckt und in ein Labor zur entsprechenden Untersuchung geschickt.

Dem 24 Jahre alten Mann stehen nun Verfahren wegen Drogenbesitzes und -handels ins Haus bzw. die Zelle...

Und etwas für Autofahrer

Verkehrsdelikte zählen hier bekanntlich auch zu den Straftaten und deshalb packe ich das jetzt auch in die Verbrecherabteilung. Am vergangenen Wochenende hat die Polizei abends eine großangelegte Verkehrskontrolle in ganz Whistler durchgeführt. Mehr als 1.000 Fahrzeuge wurden kontrolliert und was dabei heraus kam, finde ich jetzt gar nicht mal so übel. Ein Fahrer musste seinen fahrbaren Untersatz für 12 Stunden parkieren - ein anderer wurde mit mehr als 0,5 aber weniger als 0,8 Promille erwischt und hatte 3 Tage lang auf sein Töff-Töff zu verzichten. Vier hatten den Sicherheitsgurt ignoriert und ein Wagenführer bekam eine Verwarnung (die sind gratis), weil sein Fahrzeug mal in die Werkstatt sollte. That's it - not too bad from my point of view...

Und noch ein paar Festnahmen

Allerdings nicht hier sondern in Montreal. Im dortigen Hafen wurden 9 oder 12 Flüchtlinge (da ist man sich noch nicht sicher) in einem Container an Bord eines marokkanischen Frachters, der von Casablanca aus über Spanien nach Kanada fuhr, entdeckt und in Verwahrung genommen.

Na, vom spanischen Festland gehe ich jetzt mal nicht aus - aber da liegen doch so'n paar Inseln zwischen Marokko und Nordamerika auf der Route. Hat jemand etwas gesehen? Die örtlichen Behörden würden sich über sachdienliche Hinweise sicherlich freuen - vielleicht hat derjenige ja die Bordkarten abgeknipst und kann sagen, ob es 9 oder 12 Personen sind... ;-)



07.10.2010, Donnerstagmorgen - bald ist ein langes Wochenende - nur noch morgen und der Rest von heute...

Das hätten sie sich auch sparen können

Ich habe doch letztens mal von der Versammlung der munizipalen Obermuckel in Whistler geschrieben. Squamish wollte, dass nicht-heimische Pflanzen eliminiert werden, Whistler trat die Einführung einer Winterreifenpflicht sowie höheres Flaschen-/Dosenpfand ein, etc. pp.. - Nun, diese gut und gerne 1.200 Menschen, denen vielleicht die Köpfe rauchten, wenn sie nicht gerade im Buskorso in den Pemberton Meadows unterwegs waren, um sich die hiesigen Farmen anzusehen, haben so das eine oder andere beschlossen.

Von den 200 diskutierten Resolutionen wurde auf diesem "Städtetag", tatsächlich u.a. beschlossen, dass das Pfand erhöht werden soll, die Pflanzen zu eliminieren sind und weiß der Kuckuck was sonst noch alles - die Winterreifenpflicht wurde übrigens abgeschmettert.

Nun, das ist ja jetzt auch alles ganz toll - wenn diese Versammlung denn überhaupt dazu befugt wäre dies zu entscheiden. Das Ergebnis dieses Treffens geht jetzt nämlich erst einmal an die Provinzregierung bzw. das Provinzparlament und die entscheiden dann, was wirklich gemacht wird oder halt nicht. Na ja, immerhin konnten die Menschen einen schönen langen Ausflug nach Whistler machen - ob das die Steuerzahler in den einzelnen Kommunen erfreut? Bestimmt nicht...

Mir stellt sich die Frage, ob die Stadträte und/oder die Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus Pemberton bei dieser Tagung auf die Schnapsidee gekommen sind, man solle jegliche Tiere (Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Pferde, Kühe, Schweine, Lamas, usw. usf.), die innerhalb der Ortsgrenzen leben, registrieren lassen. Ich weiß nur, dass mit Einführung dieses schwachsinnigen Ortsrechts u.a. Katzenbesitzer dafür Sorge zu tragen haben, dass ihre Samtpfoten zwischen "dusk and dawn" im Haus sind und nicht auf nächtliche Beutezüge gehen, bei denen sie ggf. selbst zur Beute werden. Tiere dürften keineswegs mehr alleine durch die Gegend laufen (hier gibt es viele "Selbstspaziergänger" - aber wo gibt es die nicht?) und ein jeder wäre befugt das Tier einzufangen und bei der "Sammelstelle" (die es noch gar nicht gibt) abzugeben. Der rechtmäßige Besitzer hätte dann drei Tage Zeit sein Tier wieder einzusammeln - natürlich nur gegen entsprechende Gebühr - tja, und sollte sich der Besitzer nicht melden, kann das Tier nach ebendiesen drei Tagen bzw. 72 Stunden eingeschläfert werden.

Ich glaube, ich muss hier wegziehen - ein Goldhamsterregister in einem Land, von dem viele Menschen immer noch denken es sei ebenfalls eines der unbegrenzten Möglichkeiten. Nee, das ist es nicht - hier ist vieles bürokratischer als man es sich vorstellt oder aus good old Europe kennt - wir bauen uns erst einmal einen schönen Verwaltungsapparat auf, erhalten diesen, bauen ihn weiter aus, mit dem schikanieren wir dann das gemeine Volk und die Einwanderer ganz nach dem Motto: Antrag auf Erteilung eines Antragformulars und kassieren für jedes Fitzelchen Papier eine ordentliche Gebühr.

Hoffentlich habe ich jetzt niemanden auf eine Sch...hausidee gebracht. Goldfisch-Haltungs-Befugnisse oder aber Filzlaus-Eigentumsnachweise sind dann ggf. auch nicht mehr weit.... ;-)

Ach ja, noch etwas anderes hat mich gestern entsetzt. Mir war bisher nicht bekannt, dass es einen Alpenverein in Vancouver gibt. Wer mir nicht glaubt, findet hier alles rund um die "German Gemutlikkeit". Wer's braucht - ich brauche es jedenfalls nicht... ;-)



06.10.2010, Mittwochmorgen - isset schubbig draussen

Ich laufe rum wie 'ne alte Frau

Nein, nicht (nur) weil wieder die ersten grauen Haare ihren Weg durch die Haarfarbe gebahnt haben. Auch nicht, weil die Falten und Ränder unter den Augen immer größer werden. Nein, vielmehr, weil ich derzeit den Geruch von Rub A535 verströme und lieber stehen bleibe als mich hin zu setzen. Irgendwie muss ich jetzt für all die bösen Gedanken, die mir immer mal wieder durch die grauen Zellen schießen, büßen und wer auch immer hat meine Rückennerven, die Muskulatur oder was sonst noch da hinten zu finden ist "be-voodoo-t". Freiwillige vor: wer hat die Puppe mit den Nadeln bestückt? Na? Raus mit der Sprache!

Jedenfalls schmiere ich mich schön mit dem Stinkezeug ein (soweit ich heran komme - ansonsten gibt es "Pfleger Rabiato" - die Schwestern Rabiata gehen ja erst einmal auf dem Inselchen in die Schule) und auch die eine oder andere Ibuprofen findet ihren Weg in meinen Verdauungstrakt. Ja ja, ich weiß. Es gibt da bestimmt auch einen Knoblauch-Kümmel-Rosenwasser-Marmeladen-Saft als Pendant zum Honig-Zwiebel-Trunk, der bei Husten eingesetzt wird. Nee, ich gebe mir jetzt die chemische Keule und morgen springe ich wieder wie ein junger Hüpfer durch die Gegend. OK, vielleicht noch nicht morgen, aber allerspätestens, wenn Jenn mir diese fehlfarbenen Haare in der kommenden Woche wieder angepinselt hat. Dann bin ich wieder wie 20 - oder auch nicht... ;-)

Ein Lampe aus dem Schwedenshop

Mein Schatz baut bekanntlich gerade an einem Haus, das sich Joe Mainstreet keineswegs erlauben könnte - die Lampen allerdings schon - die kann sich wirklich jeder leisten.

Die selbsternannte Designerin mit dem schlechtesten Geschmack, den ich seit langer Zeit gesehen habe, hat doch tatsächlich Leuchten aus unser aller Einrichtungshaus des Vertrauens - im Volksmund gerne auch Ikea genannt - ausgewählt. Hey, nix gegen diese blau-gelbe Einkaufsstätte mit ihren Designerprodukten - ich liebe diesen Laden - aber das ist ein absoluter "no go". Lampen für 50 Dollar oder noch weniger in einem Haus der Luxuskategorie. Das ist ja fast so, als ob man ganz jugendherbergsmässig seine Bettwäsche mit ins 5-Sterne-Hotel bringen muss. Unglaublich - ich nenne das am falschen Ende gespart. Wohin guckt man denn zuerst? Das sind doch oftmals die Lampen und da will die Millionärsgattin als zukünftige Gastgeberin für andere Reiche und Schöne ganz bestimmt nicht mit so etwas "glänzen". Oh boy! Aber das ist nicht die einzige glorreiche Idee dieses menschlichen Wesens. Vor die Garageneinfahrt wurde nun eine Betonbegrenzung eingelassen, neben die man eine Koniferenhecke gepflanzt hat, damit der böse Nachbar nicht rüber gucken kann. Blöd nur, dass diese Hecke mitsamt des Betons nun die Einfahrt versperrt und man viel Geschick (und ein kleineres Auto) braucht, um fortan überhaupt einparken zu können. Tja, da werden die Dame und der Herr mit dem dicken Bankkonto wohl auf der Strasse zu parkieren haben...

Über der Kücheninsel, die in den Wohnraum übergeht, und an der man sich auf Barhockern die Zeit bis zur Vorspeise vertreiben kann, war übrigens auch eine wahre "Leuchte" zugange. Die Lampen hängen nicht mittig über der Kücheninsel, wie es ein jeder normal denkende Mensch eigentlich machen würde. Nein, sie hängen nun auf Augenhöhe vor dem Küchenblock, damit man sich immer so richtig schön den Kopf daran stoßen kann. Aua - das war heiß... :-c

Ach ja, und dann gibt es da noch einen Balkon, der das ganze Haus umgibt. Wer also seinen Mitbewohnern bei den Aktivitäten im Bad zusehen möchte, kann dies gerne tun. Einfach immer dem Geländer nach - irgendwann kommt man schon dort an. Die vielen Fenster lassen es zu, dass man noch nicht einmal auf dem Örtchen still für sich sein kann - nee, eher im Gegenteil. Jeder kann live dabei sein - aber Hauptsache es steht eine Hecke vor der Garageneinfahrt. Ich schüttele nur noch meinen Kopf...

Muss ich eigentlich erwähnen, dass keine 3 Wochen vor Projektende noch nicht einmal die Innentüren geordert wurden? Auch die Küchengeräte warten auf ihren entsprechenden Bestellschein - aber das kann uns egal sein. Sind wir die Bauträger? Nein, sind wir nicht, denn dann wäre dort so einiges anders gelaufen. Beispielsweise mit handgefertigten Lampen vom Inselchen anstelle von chinesischer Massenware aus Skandinavien - ich kenne da zufälligerweise jemanden in La Punta. Echt praktisch, wenn man überall seine Quellen hat. Beispielsweise kämen die Fenster von einem kleinen Familienbetrieb, mit dem wir schon damals zusammen gearbeitet haben, die Dacheindeckung mitsamt Dachrinnen würde ich mir auch vom ehemaligen Lieferanten kommen lassen und die Rosi würde mir die Lampen, Spiegel & Co. schon heil über den großen Teich schippern. Unser Haus wäre jedenfalls definitiv anders und seinen Preis auch wert...





05.10.2010, Dienstagmorgen - ich habe heute auch schon Schnittchen geschmiert - allerdings für den Schatz nicht für Eduardo

Truthahnwoche

Heute wage ich mal zu behaupten, dass diese Woche Hochbetrieb auf den Truthahnfarmen bzw. den Schlachthöfen herrscht. Warum? Im Gegensatz zu unseren amerikanischen Nachbarn südlich der Grenze begehen die Kanadier am kommenden Sonntag Thanksgiving. Und welches Essen darf dann auf gar keinen Fall fehlen? Genau: ein Truthahn. Unser 5-kg-Brocken liegt derzeit in der Gefriertruhe und wartet auf sein Auftauen am Samstag, damit er am Tag darauf mit einer Semmelknödelfüllung und Speckumwickelung (sonst ist der Flattermann so trocken) im Backofen die optimale "Cuisson" bekommt.

In den Geschäften sieht man jedenfalls jede Menge Pedros (nein, keinen gerupften Normalpalmero - mein Vater hat jeden Truthahn Pedro genannt - es gab da mal ein Filmchen vom alten Kulenkampff in seiner EWG-Sendung, wo ein trutiger Vogel namens Pedro auf dem Teller landete. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand daran - ist schon lange her...) Anyway, Truthähne sind zu kaufen, Cranberries liegen in den Gemüseabteilungen und damit der Chefkoch auch mit der besten Ausstattung in der Küche werkeln kann, findet sich auch noch das eine oder andere Kochgeschirr. Es geht ja nicht, dass man den Bräter des Vorjahres benutzt... ;-)

Es gibt aber nicht nur Truthähne im Angebot. Derzeit finden in vielen Läden "Turkey Sales" statt, wo man u.a. das eine oder andere Superschnäppchen in Sachen Wintersport- oder Golfausrüstung finden kann. Unser Skier stammen auch von einem solchen Truthahn-Verkauf. Uns ist es nun einmal egal, ob man das Design der Vorsaison an den Füssen hat - nach ein paar Abfahrten sind eh die ersten Kratzer drauf...

Ebenfalls günstig kann man am kommenden Wochenende wieder Bücher erwerben. 2x im Jahr findet vor dem Marketplace IGA ein großer Büchertrödel statt, dessen Erlös an einen guten Zweck geht. Wir haben unser Bücherregal auch ausgemistet und 5 Tüten mehr oder weniger hochgeistiger Literatur gespendet. Es muss ja schließlich Platz für die Neuzugänge geschaffen werden. Denn eines habe ich bei meinen zahlreichen Umzügen gelernt: Bücherkisten sind ganz schön schwer und bis auf wenige Bücher verstauben sie eh nur. Also weg damit...

Etwas anderes, das Menschen ebenfalls nicht unbedingt ihr Leben lang behalten, ist... Spannung... Na, schon eine Idee? Nun, ich bin bei Nr. 2 - Nr. 1 wurde vor vielen Jahren "verabschiedet". Ist der Groschen gefallen, was es war? OK, ich löse dann mal auf: die Rede ist natürlich vom Ehemann oder der Ehefrau - diese(n) behalten auch nicht viele "bis dass der Tod uns scheidet", oder? Am kommenden Wochenende findet dennoch die "Wishes" - die Whistler Hochzeitsmesse statt, wo man vom Brautkleid übers Catering bis hin zur optimalen Location alles rund um die Eheschließung finden kann. Damit sich das Eintrittsgeld auch lohnt, nimmt man gleichzeitig an einer Lotterie teil. Preise im Wert von gut und gerne 15.000 Dollar wollen unter die Haube gebracht werden. Nun, besser als gar nichts - aber für eine standesgemäße Whistler-Hochzeit reicht das hinten und vorne nicht aus...

Und weil Einkaufen und Rumgucken bekanntlich hungrig machen können, ist am kommenden Wochenende auch noch der "Harvest Soup Contest" der Waldorfschule - ja, auch hier lernen Kinder ihren Namen zu tanzen... ;-) Spaß beiseite - bei diesem Wettbewerb treten zahlreiche Restaurants und Hotels gegeneinander an die beste Suppe für einen kalten Herbsttag zu kochen. Für 5 Dollar darf man alle Suppen durchprobieren und bekommt eine Schüssel seines Favoriten mitsamt eines Brötchens. Gewonnen hat natürlich das Team, das nicht behaupten kann es ist noch Suppe da. Aber das versteht sich wohl von selbst...



04.10.2010, Montagmorgen - auf auf in eine neue Woche!

Es könnte so einfach sein - ist es aber nicht...

OK, die Überschrift habe ich mir bei jemand anderem ausgeliehen - sie passt aber so schön zur folgenden Geschichte...

Am Samstag waren wir ja mal wieder shoppen. Unter anderem stand eine neue Munddusche auf dem Einkaufszettel, damit auch der Zahn der Weisheit hinten links oben nicht nur sauber, sondern rein wird. Der Vorgänger meinte nach etwas mehr als 2 Jahren in die ewigen Jagdgründe der Dentalhygiene eingehen zu müssen - warum geht hier eigentlich alles so schnell kaputt?

Weil es hierzulande aber irgendwie nicht üblich zu sein scheint, dass man sich die Zahnzwischenräume ausspritzt, ist es - jedenfalls in unserer Gegend - gar nicht mal so einfach eine solche kleine Wasserpumpe käuflich zu erwerben. Bereits beim ersten Gerät haben wir uns die Hacken abgelaufen und hatten die Auswahl zwischen genau einem Gerät. Take it or leave it...

Da unsere Einkaufsfeldzüge immer diverse Stopps haben, schauten wir natürlich in allen Einkaufspalästen nach dem Objekt unserer Begierde. Fehlanzeige. Elektrische Zahnbürsten soweit das Auge reicht, aber halt keine Mundduschen. Also sind wir in der Hoffnung, dass der Shoppers Drugmart die Dinger immer noch im Sortiment hat (auch wenn es wieder nur ein einziges Modell gibt) kurzerhand nach Downtown Squamish gefahren. Siehe da, es standen tatsächlich zwei verschiedene Kartons im Regal. Hey klasse! Die Munddusche mit 4 Aufsätzen für 52,99 plus Steuer oder die mit 6 Mundstücken für 74,99 plus Steuer. OK, die für 52,99 tut's - ab damit in den Einkaufskorb.

Hm, Moment mal - im Karton ist ja gar nichts drin. Nein, stimmt nicht. Es war etwas darin: ganz viel Luft war darin enthalten. Tja, da werden wir wohl mal irgendwo fragen müssen, wo wir denn bitteschön das Gerät in Empfang nehmen können, um es zur Kasse zu tragen. Weit und breit war kein freundliches Verkaufspersonal zu entdecken, also haben wir uns direkt auf den Weg zur Bezahlstelle gemacht. Oh, da haben wir mal wieder etwas angerichtet. Ein langes Gesicht bei der Kassiererin, die rief erst einmal den Filialleiter aus, der kam natürlich nicht, es wurden alle möglichen Kolleginnen befragt - nein, keine wusste der anderen zu helfen und die Schlange hinter uns wurde lang und länger. Endlich - nach einer gefühlten Ewigkeit - kam eine kauende, recht mürrische Obermuckelin in unsere Richtung und gab unserer immer nervöser werdenden Kassiererin einen Ring mit zahlreichen Schlüsseln. Die Munddusche sei im hintersten Schrank zu finden. Jippie - es geht weiter!

Nun, erst einmal musste natürlich der richtige Schlüssel für den Schrank gefunden werden - nur um fest zu stellen, dass in diesem Schrank zwar ganz viele Briefumschläge lagen, eine Munddusche konnten wir nicht entdecken. Nun, mit meinem Vorschlag es doch mal mit einem anderen Schrank zu versuchen, konnte sich unsere Kassiererin nicht so recht anfreunden. Die Obermuckelin hatte doch etwas vom letzten Schrank in der Reihe gesagt und dieser wurde erst einmal komplett aus- und wieder eingeräumt. Vielleicht hatte sich der Wasserspritzer ja doch irgendwo versteckt. Nein, hatte er nicht und endlich fasste unsere Kassiererin den Mut es doch mal mit den Nachbarschrank zu versuchen. Und siehe da: der Schrank war voller elektrischer Zahnbürsten, Rasierapparate und auch eine Munddusche konnten wir entdecken. Allerdings nicht das von uns ausgewählte Produkt für 52,99 sondern die Luxusvariante zu 74,99. Egal, wir sind auf dem richtigen Weg.

Auch dieser Schrank wurde komplett ausgeräumt - leider ohne "unsere" Munddusche zu finden. Sie könnte noch im Lagerraum nachsehen, ob dort vielleicht etwas zu finden sei. Nein, liebe gute Frau, das musst Du nicht. Weißt Du was? Wir nehmen jetzt, nachdem wir fast 25 Minuten hier stehen, einfach das teurere Modell und gut ist's - ich habe keine Lust mehr noch länger hier zu stehen. Immerhin hat das Ganze noch etwas Gutes: Du weißt nun, wo zukünftig danach zu suchen ist. Nicht im letzten sondern im vorletzten Schrank musst Du nachsehen - auch wenn Deine Bossin etwas anderes sagt...

Draußen auf dem Parkplatz mussten wir dann einfach nur noch lachen - aber nicht nur wegen unseres neuen Einkaufserlebnisses - vielmehr wegen unseres Parknachbarn. Was bitteschön ist das? Da passt ja noch nicht einmal unser Hund mit rein...





03.10.2010, Sonntagmorgen - gestern muss das letzte Glas Wein schlecht gewesen sein. Bitte leise lesen...

Die letzten Tage der Saison

Bald schließt der Bike Park seine Pforten, um Platz für die Vorbereitungen der Wintersaison zu machen. Die Rampen, Halfpipes und was es sonst noch alles gibt, werden in den Winterschlaf gewiegt und dürfen im kommenden Mai wieder wie Phoenix aus der Asche auferstehen.

Drum waren auch gestern wahre Heerscharen an Fahrradfreaks gen Whistler unterwegs, um ihren zweirädrigen fahrbaren Untersätzen nochmals alles abzuverlangen, was Federgabel & Co. hergeben. Das Wetter spielt zum Glück auch mit, so dass die diesjährige Saison einen guten Abschluss bekommt.

Wir selbst waren und sind nicht so halsbrecherisch veranlagt und haben stattdessen wieder einmal den Konsumgöttern gehuldigt. Es geht doch nicht, dass der heilige Rona oder die selige Home Depot nicht etwas in den Klingelbeutel geworfen bekommen! ;-)

Natürlich haben wir auch beim Extra Foods Halt gemacht und unsere Kühltaschen und sonstige Boxen prall gefüllt. Es ist dort unten am Pazifik einfach günstiger als hier in luftiger Höhe und da nehmen wir die knapp 200 km Fahrt hin und zurück gerne in kauf. Außerdem ist es auch immer wieder gut, mal vom Berg runter zu kommen - wir sind ja nicht Heidi und der Alm-Öhi mitsamt dem Geißen-General...

Tja, und weil wir mit den Geißen und den Lebensmitteln schon in der entsprechenden Ecke angekommen sind, gehen wir schwuppdiwupp zum Sonntagsrezept über:

Spinat-Feta-Pasteten-Quiche

Mann/Frau/Kind nehme:

6 Yufka-, Strudel- oder Filoteigblätter
2 Bund Spinat, gut gewaschen
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
150 g Feta, zerbröselt
3 Eier
ca. 50 g zerlassene Butter
ca. 50 ml Milch
Salz, Pfeffer
Etwas Öl zum Anbraten

Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen, den Spinat hinzufügen kurz durchschwenken. Der Spinat soll zusammenfallen. Gut ausdrücken, damit die Pasteten-Quiche keine matschige Angelegenheit wird.

Milch und zerlassene Butter mischen. Eine Pie-Form mit Backpapier auslegen, ein Teigblatt darauf geben, dieses dünn mit der "Buttermilch" bestreichen, ein weiteres Blatt darauf legen, wieder einstreichen und so weiter und so fort. Die Teigblätter sollen den Rand der Pie-Form überlappen.

Eier mit Feta und dem gut ausgedrückten Spinat-Zwiebel-Knoblauch-Gemüse vermengen. Würzen. Beim Salz sparsam sein - der Käse ist wahrscheinlich schon salzig genug. Auf die Teigblätter geben, verstreichen und den Rand von außen nach innen umklappen - Achtung: in der Mitte unbedingt eine Öffnung lassen, damit die Flüssigkeit verdampfen kann.

Ca. 30 Minuten im auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Backofen garen. Die Teigblaetter sollten braun und knusprig sein. Heiß, lauwarm oder kalt als Vorspeise oder vegetarischen Hauptgang servieren.

Gutes Gelingen und "Enjoy!"





02.10.2010, Samstagmorgen - natürlich machen wir heute Großeinkauf

Betten

Na, Hand aufs Herz - wer hat beim gestrigen "Gute Nacht"-Tipp an die Heia gedacht? Wahrscheinlich nicht viele... ;-)

Auf dem Inselchen bzw. in dessen Plan sind doch diese Hotelneubauten mit ihrem Drumherum-Trallala manifestiert. Nun, es gibt zwar keinen Inselplan für Whistler - ein "Official Community Plan" existiert dennoch - und in dem steht die Maximal-Bettenzahl, die man als richtig für den Ort ansieht.

Bisher gibt es bei einer Einwohnerzahl von 9248 Menschen (Stand 2006 - da war die letzte Volkszählung) eine Gesamtbettenzahl von 53.038. Ich erspare Euch den Griff zum Taschenrechner - das sind 43.790 Matratzengestelle für Urlauber und "Zweit-Residenten", die ein Haus oder eine Wohnung ihr Eigen nennen. Die Gesamtfläche Whistlers beträgt ca. 162 km² und ist somit ungefähr so groß wie El Paso und Los Llanos zusammen.

Die Betten-Obergrenze liegt laut Plan bei 61.234 Betten - 8.196 Orte für müde Häupter dürfen also noch ohne großen bürokratischen Aufwand errichtet werden. Allerdings nicht nur im touristischen Sektor - hier sieht der Plan lediglich 1.107 neue Betten, verteilt auf einen großen Hotelkomplex mit 837 Matratzen und ein paar Ferienhäuser und kleinere Apartmentanlagen, vor.

Den restlichen "freien" 7089 Bettchen stehen derzeit 360 Baugrundstücke gegenüber - es merkt ein Blinder mit Krückstock, dass diese Grundstücke zum Erreichen des "Solls" keineswegs ausreichen werden. 20 Betten pro Haus sind selbst in Whistler viel. Im Durchschnitt wartet ein Haus mitsamt Mini-Einliegerwohnung (diese ist oftmals Vorschrift) mit 4-5 Schlafzimmern auf. Also maximal 10 Betten pro Haus, was auf 3.600 potentielle neue Betten schließen lässt.

Wohin packen wir nun noch die restlichen ca. 3.500 Betten? Nun, da wird den Ortsplanern sicherlich noch etwas einfallen - denn eines ist gewiss: hier wird (noch) gebaut, was Hammer und Nagel hergeben. Und nein, es protestiert niemand gegen die neuen Unterkünfte - im Gegenteil. Denn seien wir doch einmal ehrlich: auch wenn ein Haus mitten in einem Urlaubsgebiet als Einfamilienhaus deklariert wird, dann heißt dies ja noch lange nicht, dass es auch als solches genutzt wird. Vermieten darf schließlich jeder und wer will denn schon kontrollieren wie lange sich die Bewohner dort aufhalten?...

Also, gebe ich nun einmal einen Tipp ab: Die 1.107 offiziellen Touri-Betten werden gebaut. Keine Frage. Die restlichen 7000 Betten werden auch irgendwo gebaut - Flächen gibt es genug - sie müssen halt ggf. das "Re-Zoning"-Prozedere durchlaufen, was zwar langwierig ist, aber kein größeres Problem darstellt. Tja, und wer diese Bettchen dann nutzt, interessiert niemanden, dazu ist das Geschäft mit den Touris viel zu lukrativ und ein jeder im Ort lebt direkt oder indirekt davon...

Lasset die Sportler zu uns kommen

Nein, ich rede jetzt nicht von Olympia, Weltcups oder sonstigen Großveranstaltungen. Vielmehr geht es um die Eröffnung eines Sportzentrums im ehemaligen olympischen Dorf, der jetzt "Cheakamus Crossing" genannten Siedlung. Bereits während der olympischen Spiele gab es dort eine Turnhalle - ich drücke es einmal stark untertrieben aus. Es war und ist vielmehr ein Trainingszentrum für Spitzensportler und solche, die es werden wollen. Dieser Trainingsstützpunkt für kanadische Wintersportler hat nun - ganz dopingfrei - eine 1,3 Millionen Dollar Finanzspritze bekommen, um den Nachwuchs auf die kommenden Spiele der Welt vorzubereiten. Am vergangenen Montag wurde das Zentrum hoch-offiziell eröffnet und wir warten mal ab, wer in ein paar Jahren von sich behaupten wird, in Whistler "ausgebildet" worden zu sein - das benachbarte "Sportlerheim" kann sich jedenfalls nicht über schlechte Belegungszahlen seiner 180 Betten beklagen. Im Gegenteil...

Ein gutes Pilzjahr

Wenn wir uns nur trauen würden sie zu ernten und auch zu verzehren... Im Wald hinterm Haus schießen sie - wie es sich für Pilze nun einmal gehört - aus dem Boden. Jeden Tag tauchen Unmengen davon auf. In Deutschland hätten wir diese Schwammerl bedenkenlos konsumiert. Keine Frage. Hier ist dies aber anders. Jeder, den wir bisher befragten, ob man sie essen könnte, meinte nur, dass er (oder sie) es uns nicht sagen wolle. Hinterher seien sie es schuld, wenn die Pilzvergiftung um sich greift. Nun, von den vorherigen Eigentümern wissen wir, dass in genau diesem Waldstück auch "magic mushrooms" wachsen - ein Grund mehr diese Gewächse, die mich dennoch jeden Tag anlachen, nicht zu essen. Hinterher mache ich noch mehr Blödsinn als eh schon - soviel verträgt davon kein Mensch... ;-)




Magisch oder nicht, das ist hier die Frage...




01.10.2010, Freitagmorgen - die Woche verging wie im Flug

Das nenne ich Jammern auf höchstem Niveau

Außerdem war die gestrige Abendnews des Inselchens fies, gemein und diskriminierend.

"Also diese Herrenmode bezeichnet man auch als Schiesser Tausendsassa lang und grau" - seit wann tragen nur die Herren der Schöpfung lange Unterhosen? ICH bin weiblich. ICH trage lange Unterhosen. ICH stehe dazu. ICH nenne sie auch beim Namen und druckse nicht groß rum. ICH will nämlich auch nicht frieren und ICH trage sie auch schon wieder auf der Morgenrunde - aber nur bei Temperaturen unter 5 Grad... ;-)

"Und was der "schlimmste Fall" ist, das erkläre ich Ihnen auch gerne, der tritt ein, wenn tagsüber die Temperaturen nicht mindestens 20 Grad erreichen." Minus natürlich - wenn man im hohen Norden oder den Prärie-Provinzen lebt. 20 Grad PLUS als Mindesttemperatur ist nur etwas für "sissies" - ohne Franzl als Heizkissen... ;-)

"Ich weiß, wenn ich das Mitteleuropäern erzähle, dann kommt dieser interessante Blick nach dem Motto, was weiß denn der schon von Kälte..." Was bitteschön ist mit den Menschen, die nicht in Mitteleuropa leben? Na? Wurden da vielleicht ein paar Menschen vergessen, wenn nicht gar ausgegrenzt? Ich höre... Hier leben übrigens Menschen, die a) die Sachen von da drüben lesen und b) etwas von Kälte wissen - wirklicher Kälte - nicht umsonst stapfe ich im Winter mit meinen Minus-100-Grad-Stiefeln durch den Schnee...;-)

"Und da mir Hitze allemal lieber ist als Kälte, trauere ich dem nun scheidenden Sommer schon ein bisschen hinterher." Ich kann mich noch an Rumgejammer erinnern, als Calimero über das Inselchen flog und alles ein wenig aufheizte, sich das Bier in der Tiefkühlung zu skurillen Objekten verformte und man(n) wegen der Temperaturen nicht schlafen konnte. Ja was nun?...

"oder hat kein sonderlich gutes Gedächtnis" - doch das habe ich - ich merke mir jeden Sch... ;-)

"Auch ist sicher, dass ein Ausbleiben der Bäuerinnenregel den Bauern meist ziemlich erschreckt. - Oder den Briefträger..." He he... ;-)

Zurück zu uns...

Wir haben derzeit Tageshöchsttemperaturen von so knapp über 20 Grad, die Sonne scheint, die Bäume werden bunt und bunter und die Flusspegel sind wieder auf einem normalen Niveau angekommen, um den kommenden Wassermassen - die wir wahrscheinlich bereits Anfang nächster Woche zu erwarten haben - Herr oder Dame zu werden. Sowohl Pfirsich- als auch Feigenbaum werfen das Laub ab und der Oleander trotzt sich gerade noch eine allerletzte Blüte ab. Die Blumenbeete bekommen bald die Heckenschere zu sehen, ich werde ohne Ende Tannengrün holen (holen, nicht kaufen - hier bekommt man es an vielen Stellen gratis ohne Portemonnaie oder Säge zücken zu müssen) und die Beete bekommen ihr Winterkleid übergestreift. Sozusagen die lange Unterhose für unsere "Perennials", damit sie sich nicht die Knolle verkühlen... ;-)

So, wie komme ich nun zum Tagesgeschehen? Gar nicht. Ich höre für heute auf - morgen ist auch noch ein Tag. Welches Thema wäre denn genehm? Der "Städtetag" in Whistler, an dem 1.200 Obermuckel ganz Kanadas teilnehmen und denen man die Gegend zeigt und man beratschlagt, was man alles Tolles machen kann? Oder vielleicht etwas über die Nachwehen der Stadtratentscheidung in Sachen Asphaltwerk? Oder über die Bären und ihre schwierige Nahrungssuche in diesem Jahr? Oder... Oder... Oder...?

Nee, ich weiß es - ich schreibe über... Nein, das verrate ich doch noch nicht - es ist aber auch auf dem Inselchen Thema, wird kontrovers diskutiert und als kleinen Tipp sage ich "Gute Nacht!"...

In diesem Sinne - bis morgen... ;-)




Am Lillooet River




Auf der Airport Road




Das schottische Restaurant erfreut natürlich auch hier die Menschheit




Der ehemalige Bahnhof ist nun Greyhound-Haltestelle




Downtown Pemby





Ihre Familie Ingrid & Mathias Siebold
Calle el Torreón 5/7
E-38750 El Paso
La Palma, Islas Canarias, Spanien
Tel. von Deutschland: + 34 922 497216
email: m.siebold@la-palma-urlaub.de
Kanarische Ferienhäuser auf La Palma


Wir empfehlen eine Bildschirmauflösung von 800 x 600 Pixel, oder den Augenarzt Ihres Vertrauens.