Rundwanderung durch die Caldera de Taburiente
Dauer: mit An- und Abfahrt 8 Stunden Dauer, reine Wanderzeit
6 Stunden.
Anforderung: Trittsicherheit ist erforderlich; es gibt ein
paar Stellen am Reventon, wo Sie am Abhang gehen müssen. Danach
ist diese Wanderung ungefährlich.
Wenn im Winter der Fluss viel Wasser führt, müssen hin
und wieder Engpässe im Flussbett über teils steile und
enge Pfade umgangen werden. Diese Wanderung ist mehr als ein Spaziergang.
Sie sollten ein wenig Ausdauer mitbringen!
Ausrüstung: Neben den unverzichtbaren knöchelhohen
Wanderschuhen: rechnen Sie mit unserem Mikroklima! Im Rucksack
sollte auch ein Pullover und/oder eine Regenjacke Platz finden.
Badehose auch, lassen Sie sich überraschen!
Verpflegung: mindestens ein Liter Wasser und ausreichend
Verpflegung, bevorzugt Obst und belegte Brötchen.
Im größten Senkkrater der Welt, der
Caldera de Taburiente, widerstanden die Ureinwohner La Palmas
fast 100 Jahre lang den Eroberungsversuchen der Spanier, obwohl
sie mit Steinschleudern gegen Feuerwaffen antraten.
In diesem Gelände, welches ihnen bestens vertraut war, konnte
nur Verrat sie bezwingen ...
Fahren Sie mit Ihrem Wagen zunächst über Los Llanos durch
ausgedehnte Bananenplantagen hinab in den Barranco de las Angustias,
die "Schlucht der Todesängste". Inzwischen ist die Piste geteert und man erreicht so einfach den Parkplatz im Flussbett. Dort stehen Allrad-Minibusse bereit, um Sie gegen Entgelt nach Los Brecitos zu fahren, Ausgangspunkt der Wanderung.
Die Schlucht der Todesängste wird von den Spaniern so genannt, weil sie bei ihren langjährigen
vergeblichen Versuchen die Ureinwohner La Palmas zu unterwerfen,
zwischen diesen himmelhoch aufragenden Felswänden mehrfach
vernichtend geschlagen wurden und eine Vielzahl von Conquistadoren
ihr Leben lassen mussten ...
Wir
durchqueren hier mit dem Minibus das
Flussbett und fahren über eine Piste hinauf nach Los Brecitos,
bis auf 1.080 m Höhe.
Von hier aus wandern wir los in die bizarre Welt unseres Nationalparkes.
Durch Pinienwälder laufen wir leicht zunächst über bequeme
Wege bergab bis zu unserer ersten Rast, "Tagasastes", einem
Aussichtspunkt.
"Tagasastes" ist der heimische Name eines Ginsterstrauches,
der überall auf der Insel vorkommt und als hervorragendes Futter
für Ziegen und Kühe genommen wird. Nach einer kurzen Rast geht
es weiter zur "Playa de Taburiente", dem Herz der Caldera.
Dort angekommen machen wir eine längere Pause um zu essen
und die unvergleichbare Landschaft zu geniessen. Hier können wir
auch die Badehosen auspacken um im kristallklaren Wasser der Caldera
zu baden. Aber Vorsicht, Bergwasser ist kalt! ;-)
Nach dieser Erfrischung beginnt der zweite und anstrengendere Teil
der Wanderung vorbei am mystischen "Roque de Idafe", einem Felsfinger,
dem Gott der Fruchtbarkeit der Ureinwohner.
Danach
geht es weiter zum Farbenwasserfall, dem Wunder der Caldera. Es
braucht keine weitere Beschreibung dieses Naturschau-spieles, geniessen
Sie!
Der Weg führt nun ein bißchen bergauf und wir müssen an zwei
Stellen auch mal ein wenig klettern, das ist aber auch für "Flachländer" zu bewältigen.
Weiter geht es nach "Dos Aguas" dem Punkt, an dem das gesamte Wasser
der Caldera sich zu einem Fluss vereint.
Auch können Sie dort eine eisenhaltige Quelle nicht nur sehen,
sondern auch anfassen; dort tritt warmes Wasser aus dem Grund -
das hat mit der immer noch fortdauernden vulkanischen Aktivität
der Insel zu tun.
Wir setzen unseren Weg durch das Flussbett nach unten fort, dabei
können wir erkennen, wie sich durch die Erosion von 700000 Jahren
das Bild unserer Insel prägt. Es ist der einzige Punkt der Insel,
an der man das wirkliche Fundament der Insel sehen kann.
Es
gibt keine genauen Daten wann diese Insel entstanden ist, wir müssen
uns mit der winzigen Unsicherheit von mehreren Millionen Jahren
abfinden.
Geschichtsschreibung über La Palma gibt es erst, seit Columbus
von der Nachbarinsel Gomera aus Amerika entdeckt hat.
Aber auch vor dieser Zeit gab es eine frühe Kultur auf den
Kanaren, mit Mondkalender und einer religiösen Kultur, über
die bis heute Wissenschaftler in aller Welt nur Vermutungen anstellen
können. Genaues weiss nämlich niemand.
Wir wandern weiter durch das Flussbett, wobei wir den sich durch
die Schlucht windenden Fluß immer wieder überqueren
müssen. Wird es im Flussbett zu eng, müssen diese Engpässe
hin und wieder umgangen werden.
Schließlich erreichen wir den kleinen Parkplatz, in dessen
Nähe wir auf dem Hinweg mit dem Bus den Fluß durchquert
hatten.
Weitere Wanderungen:
Wenn Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns jederzeit an oder schicken
Sie uns ein Fax oder eine Mail!
Ihre Familie Ingrid & Mathias Siebold
Calle el Torreón 5/7
E-38750 El Paso
La Palma, Islas Canarias, Spanien
Tel & Fax von Deutschland: + 34 922 497216
email: m.siebold@la-palma-urlaub.de

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