La Palma Aktuell
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Samstag 19.04.2014 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 45 % - Luftdruck 1014 hPa
Höchsttemperatur heute 20,5 Grad - niedrigste Temperatur 15,6 Grad

Erneute Aufregung über mögliche Bausünde in Las Manchas
Der Architekt müsste gegenüber wohnen

Die Aufregung über das dunkle, und total überdimensionierte neue Flughafenterminal ebbt immer weiter ab, aber man nimmt es immer mal wieder als Beispiel für die Gigantomanie, die man in den Boomjahren so geplant hatte. - Es gibt natürlich noch mehr Beispiele über schlechte Planung und Bausünden, natürlich nicht nur bei uns, aber das hier ist eben La Palma Aktuell und nicht BER Aktuell. - Über den Standort der Fäkalienpumpstation in der Hauptstadt Santa Cruz wird momentan nicht mehr gestritten und berichtet, es scheint durch zu sein, dass dieses Gebäude hinter der Hafenmole gebaut wird, wo man also nicht jeden Besucher der Insel mit seinen Fäkalien begrüßt. - Jetzt kommen wir zu einem Ding, über welches man sich schon von ein paar Wochen deutlich aufgeregt hat, und das nun wieder hochkocht, weil kein Politiker oder Planer sich zu dem Ding, oder Unding äußern will. - Dabei ist das zunächst mal ein feiner Zug von der Inselregierung, die spendiert der kleinen Schule in Las Manchas de Abajo ein Dach für ihren Sportplatz, damit die Kleinen auch bei Regen ihren Schulsport machen können. - Allerdings steht hinter der Schule gleich die berühmte Plaza la Glorieta, mit den Figuren aus Mosaiken und Lavasteinen, welches der Inselkünstler Luis Morera gefertigt hat. - Diese Plaza steht bei vielen Inselbesuchern auf der "To look Liste" aber auch von Einheimischen wird diese Plaza gerne mal für ein Gruppenfoto besucht, auch hat man dort schon Hochzeiten gefeiert. - Das wird nun seltener werden, denn hinter der Plaza steht nun das Gerippe der Überdachung der Spothalle für alle sichtbar und passt so gar nicht zu der anmutigen Plaza, sondern sticht wie ein Blitz darüber hinaus, eine optische Kakophonie ersten Grades und auch der Künstler selbst äußerst sich sehr vergrätzt darüber, es stört das Gesamtbild wirklich ungemein. - Wir wissen allerdings nicht, wie das mal fertig aussehen wird, ob da noch eine Verkleidung drüber kommt, welche den Eindruck verändern könnte und ob man da nicht vielleicht sogar künstlerisch etwas so gestalten könnte, dass es irgendwie dort in den Rahmen passt. - Die Leute fragen sich natürlich mit Recht, wer so etwas plant und genehmig, denn alle wissen doch, dass dort die Plaza la Glorieta ist. - Auch in der Gemeinde Los Llanos müssen das viele Leute durchgewunken haben, so wie auch die Pumpstation in der Hauptstadt und da fragt man sich auch, warum halten die eigentlich Besprechungen, Kommissionen und Plenen ab. - Vielleicht haben die das Ding auch nur isoliert gesehen, und gar nicht im Zusammenhang mit der Umgebung, dann ist da beim planerischen was falsch, und nun sollte doch endlich mal jemand Verantwortlicher sich dazu äußern, was man denn gedenke zu tun, wie man denn dieses Ding noch irgendwie gerade biegen könnte. - Denn eigentlich will man doch auch nicht den Kindern das Dach wieder wegnehmen. - Das wird wieder ein hübsches Geschiebe, denn weder in der Inselregierung sind die jetzt an der Macht, welche das vorher genehmigt haben, noch in Los Llanos. - Wie praktisch ist das doch, wer sich jetzt dazu äußert, der war nicht Schuld, so einfach könnte man das doch immer machen.

Fulanito de tal dice hoy: Rascarse el bolsillo
Den Geldbeutel kratzen - Wer unerwartet viel bezahlen muss, und das eigentlich gar nicht so passt, der kratzt an seinem Geldbeutel. .





Samstag 19.04.2014 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 72 % - Luftdruck 1013 hPa

Krebskarte
Onkologen wollen sich ein Bild machen

Wir haben uns oft gefragt, ob es denn auf La Palma mehr Krebskranke gibt als anderswo, und das kann man gleich verneinen, das ist nicht so. - Sagt der Chef des Inselkrankenhauses in Breña Alta. - Da gab es immer mal Gerüchte, über radioaktives Radon, als Bestandteil der Ausgasungen der Vulkane, oder eben die frühere häufige Nutzung von Pestiziden in der intensiven Landwirtschaft. - Natürlich muss man auch bedenken, dass die Bevölkerung auf unserer Insel im Durchschnitt beachtlich älter ist als anderswo, und damit auch Krankheiten häufiger auftauchen. - Im Inselkrankenhaus will man nun die erste "Krebskarte" der Kanarischen Inseln erstellen, wo denn auf der Insel die meisten Kranken herkommen, und ob man so irgendein Bild erstellen kann, woher das denn rühren könnte. - Man will eben herausbekommen, ob es irgendwelche Konzentrationen an Kranken in bestimmten Regionen der Insel gibt, oder ob man einfach im Paradies genau so krank wird, wie anderswo. - Interessant wird das auf jeden Fall, ob es wirklich irgendwo Häufungen der Erkrankungen geben wird und da muss man natürlich aufpassen, keinen falschen Alarm zu schlagen, da man eben auch die Bevölkerungsdichte der Regionen mit bedenken muss. - Natürlich gibt es mehr Krebserkrankungen in Los Llanos als in El Paso, weil dort einfach fast dreimal so viele Menschen leben und krank werden können, also Vorsicht mit zu schnellen Zahlenspielen, wir sind ja nicht immer Weltmeister was den Umgang mit Statistik angeht. - Ich tippe aber mal auf keine gewichtbaren Ergebnisse, Radon hin, DDT her, aber es ist ja schon bemerkenswert, dass man sich überhaupt Gedanken darüber macht, ob es hier auf der kleinen Insel Regionen geben kann, in denen ein erhöhtes Krebsrisiko besteht.



Freitag 18.04.2014 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 50 % - Luftdruck 1014 hPa
Höchsttemperatur heute 20,6 Grad - niedrigste Temperatur 13,5 Grad

Ja mia san mim Radl da
Internationaler Fahrradtag

Bevor wir wieder heftig prozessieren gehen, kommen hier noch ein paar Gedanken über die immer mehr werdenden Fahrradfahrer auf dieser Insel. - Früher, als alles anders war, und nur manches besser, da hat man den paar Fahrradfahrern, die es wirklich wagten, sich den Steigungen, aber auch den Autofahrern die Stirn zu bieten, ungläubig hinterhergeglotzt. - Heute sind es wirklich viele Menschen, die sich mit dem Rad fortbewegen, aber die allermeisten machen das aus sportlichem Antrieb, und nicht unbedingt, sich von A nach B zu bewegen. - Und glauben Sie mir, Fahrradfahren auf La Palma ist Sport, immer. - Und es sind nicht nur Moutainbikes unterwegs, sondern auch immer mehr Rennradfahrer, und das sind fast ausnahmslos Einheimische, die dann meist abends, und von Autofahrern gefürchtet, oft in Gruppen die Straßen rauf und wieder runtersausen. - Die Mountainbiker sind meist Besucher der Insel, warum sich das so aufteilt, das kann ich Ihnen gar nicht sagen, aber ich glaube einfach, dass La Palma im Ausland sehr bekannt geworden ist unter den Mountainbikern und man sich eben Tipps über solche Reviere gibt. - Wobei das auch einen, noch nicht wirklich ausgetragenen Knackpunkt gibt, denn auf den Wanderwegen ist Radfahren eigentlich verboten, aber man ist sehr bemüht, daraus keinen Konflikt entstehen zu lassen. - Man will zusätzliche Radwege erschaffen, braucht aber im Moment noch die Rücksichtnahme beider Gruppen, und den Fahrradfahrern sei auch angeraten, den Wanderern mit Respekt zu begegnen, damit daraus kein offener Konflikt werden muss. - Und La Palma braucht diese Sportler auch, nicht nur einfach weil man an denen genau so Geld verdient, sondern auch weil die dafür sorgen, dass das Durchschnittsalter unserer Gäste wieder ein bisschen gedrückt wird. - Da müssen noch so einige Dialoge geführt werden und da muss der kleine Dienstweg herhalten, wir können auch nicht von heute auf morgen 25 Radwege in die Wälder hauen und Landschafts- und Naturschutzgebiete sind ja auch nicht nur aufgestellt worden, um alles zu verhindern. - Es wird einen Kompromiss geben, hoffentlich schon bald, wir wollen doch, dass diese Insel sich noch mehr über den Sport anbietet und Wandern nicht die einzige Attraktion ist. - In einem unserer Häuser sind jetzt gerade Radfahrer, die mich erneut überrascht haben, die sind mit dem Rad nach La Palma geflogen und haben keinen Mietwagen, sondern die Räder gleich am Flughafen zusammengebastelt und seit dem geben sich die die Insel ausschließlich per Fahrrad. - Mit dem ganzen Gepäck für zwei Wochen auf dem Rücken über das Refugio El Pilar nach El Paso, und die haben dann sogar noch gelächelt, und auf dem höchsten Berg waren die auch schon, also wirklich Hut ab. - Ich hoffe ja immer noch auf den versprochenen Radweg entlang der Südumfahrung von Tajuya nach Mazo, dann würde ich mich sogar wieder aufs Rad schwingen, denn da gibt es nur ganz wenige Steigungen und das würde ich wohl schaffen. - Dann wäre auch Blümchenfahradfahren auf La Palma möglich, aber ich fürchte mal, dass es noch lange dauern wird, bis wir das Geld haben um das zu verwirklichen. - Morgen ist Internationaler Fahrradtag, dazu gibt es sogar eine Veranstaltung in San Pedro, Breña Alta, vormittags, am Parque de los Alamos, von 10:00 bis 13:00 Uhr, so weit haben wir es dann doch schon gebracht.

Fulanito de tal dice hoy: Rabo de lagartija
Eidechsenschwanz - So bezeichnet man Menschen, die niemals Pause machen, die sich andauernd bewegen und Termine haben. - Wobei ich glaube, dass man damit den von der Eidechse abgeworfenen Teil meint, denn der zappelt ja noch eine ganze Weile rum.





Freitag 18.04.2014 10:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 55 % - Luftdruck 1014 hPa

Wenn Hasen Eier legen
Die Welt ist voller Missverständnisse

Viele Mitteleuropäer wohnen auf La Palma, und darunter sind die meisten Deutsche. - Es gibt Schlimmeres, glauben Sie mir, so ganz schlecht haben wir das hier nicht erwischt… Längst hat man sich an die Bleichgesichter hier gewöhnt, die man mal Alemanes, mal Guiris aber auch mal Cabezas Cuadradas nennt, also Quadratschädel, wenn wieder mal ein Landsmann den ausgestreckten Zeigefinger als dämliche Argumentationshilfe genommen hat. - Weder mit Panzern, noch mit ausgetreckten Zeigefingern kann man diese Welt erobern, wenn man das denn überhaupt machen muss, sondern eher mit herausragenden Fähigkeiten, Nachsicht und Respekt. - Alles auf einmal ein bisschen viel verlangt, aber wir sollten uns eben grundsätzlich davon verabschieden zu glauben, wir seien hier auf Entwicklungshilfe. - Bei mir trifft das natürlich zu, ich hoffe immer noch auf Hilfe bei meiner Entwicklung, vielleicht sollten wir es so herum betrachten. - Längst läuft die zweite Generation an Deutsch/Palermos hier über die Insel und man arbeitet mehr oder weniger kräftig an der dritten Generation, da haben uns die Türken in Deutschland also nur eine Generation voraus, aber die haben bereits Leute im Parlament und die meisten von denen sprechen besser Deutsch als wir Bayern, oder unsere westlichen Nachbarn, die alles außer können. - Man hat hier schon Respekt vor den Deutschen, die nicht schlauer sind als wir, aber eben disziplinierter und damit viel effektiver arbeiten und wirtschaften, und weniger kritische Masse mit zu füttern haben als hier. - Als kritische Masse bezeichne ich dabei die Korrupten und "Amigos", welche eben als Parasiten der Allgemeinheit durchgefüttert werden, und diese Anzahl ist hier einfach höher als in Deutschland, und niemand hier wird das in Frage stellen. - Angela Merkel ist nicht vieles, aber sie ist sauber, das alleine schon bringt einen entscheidenden Unterschied, denn unser Mariano Rajoy, der hat genau so wie die allermeisten Granden seiner Partei viele Jahre in B-Kassen gegriffen, und fast jeder weiß das hier, aber der läuft immer noch frei rum und bestimmt den strengen Sparkurs in Spanien, der zwar erfolgreich erscheint, aber das auf dem Rücken von Millionen an Arbeitern und dem "Fulanito de tal" macht. - Merkel applaudiert dem Mariano übrigens, sozial ausgewogen sieht anders aus, aber wir marschieren mit, das hat man davon, wenn man erst Demokrat ist, und dann erst Links. - Man bewundert die Deutschen hier schon, nicht immer laut und in der Öffentlichkeit, und auch nicht für alles, aber wie die wirtschaftlich sich selbst, und besonders wie schnell aus dem Dreck gezogen haben, das ist schon phänomenal. - Aber immer um Ostern herum trübt sich dann das Bild der Deutschen wieder ein, immer wenn es darum geht, wie es denn sein kann, dass diese Deutschen nicht wissen, dass Hühner die Eier legen, und nicht die Hasen. - Das versteht hier keiner, viele verdrehen dabei die Augen, und alle meine hilflosen Versuche, über viele Jahrzehnte hin vermittelnd einzugreifen, die Hasen würden die Eier gar nicht legen, sondern diese anmalen und bringen, hat auch kein positives Ergebnis gebracht, sondern vielleicht sogar die Lage noch verschlimmert. - Bitte schenken sie keinem Palmero Ostereier und verstecken Sie diese nur im nach außen verdunkelten Wintergarten, die Welt steckt voller historischer Irrtümer und wie gefährlich das ist, das erleben wir doch andauernd. - "Bei denen legen die Hasen die Eier" schlimmer kann man gar nicht über andere Ethnien sprechen, und das behaupten die, die sich gegenseitig mit Babypulver bewerfen und dabei heftig ins Traditionalistenhorn pusten. - Wir sind schon allesamt komische Vögel, oder sollte ich sagen Hasen, und fast überall Ausländer.



Donnerstag 17.04.2014 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 58 % - Luftdruck 1015 hPa
Höchsttemperatur heute 20,2 Grad - niedrigste Temperatur 13,4 Grad

Jueves Santo
Eigentlich schon Feiertag

Morgen ist dann wirklich alles zu, heute haben noch viele Lebensmittelläden geöffnet. - Wer morgen unbedingt noch einkaufen muss, der kann das mindestens am Vormittag noch in El Paso machen, in dem kleinen Laden der knapp unterhalb vom Centro de Salud liegt. - Ob er auch Nachmittag noch auflässt, das wusste er gestern noch nicht, hängt davon ab, wie viel los ist. - Die meisten aber schalten heute schon auf Feiertagsmodus und das geht dann bis Sonntagabend so, am Montag ist hier wieder alles ganz normal, den Ostermontag gibt es bei uns als Feiertag nicht. - Samstag sind die Geschäfte natürlich alle wieder offen. - Am morgigen Karfreitag, Viernes Santo, finden dann auch die meisten Prozessionen statt, in El Paso gar deren drei, und gleich früh am Morgen um sechs Uhr geht es los mit dem Kreuzweg. - Von der Kirche hinaus bis nach Fátima, an jeder der vierzehn Stationen wird Halt gemacht, gebetet, gesungen und auch Laien können dann kleine Geschichten vortragen, was man denn zu genau dieser Kreuzstation beitragen will. - Wenn gutes Wetter ist, wenn es regnet treibt Don Domingo, unser Pfarrer dann doch zur Eile, aber wir haben ja bestes Prozessionswetter, also kann die frühe Prozession schon mal zwei Stunden dauern. - Ein paar der Begleiter allerdings, die holen sich schon am Wendepunkt ihr "Frühstück", die verschwinden dann kurz im Schuppen eines Nachbarn und kommen fünf Minuten später wieder heraus, seltsam fröhlich, und mit frischer Farbe im Gesicht, die auf die Einnahme von anderen Getränken deuten lässt, als Kaffee oder heiße Milch. - Don Domingo blickt sanft auf die kleinen Ausflüchte seiner treuen Begleiterschar, und nur zu gerne wüsste ich, ob da wenigstens ein bisschen Neid in dieser ostentativen Sanftheit mitschwingt. - Das Schicksal des Hirtens, der darf nicht ausbüchsen, seine Schäfchen aber schon, das sollte sich jeder bei seiner Berufswahl deutlich überlegen.

Überhaupt, es gibt da ja die so genannten Prozessionsspringer, fast möchte man ihnen telekinetische Fähigkeiten nachweisen, die sind auf jeder Prozession zu sehen, sehr löblich, allerdings nur am Anfang und am Ende, und zwischendrin klammern die sich in der hintersten Ecke irgendeines Tresens fest, und spielen die Cognac-Prozession. - Bewundernswert geschickt, finden die dann allerdings immer zum rechten Zeitpunkt und über Schleichwege zurück in den Marsch der Aufrechten, und sind genau dann wieder zur Stelle, wenn man an der Kirche wieder gesehen werden muss. - Abends, gegen 19:00 Uhr findet dann dir große Prozession statt, mit den aufwendig geschmückten Votivwagen, und da sind dann auch alle ganz fein rausgeputzt, bei der ersten Prozession am Morgen haben noch manche den Morgenmantel unter der Kleidung. - Nun werden die Wagen von den Begleitern durch den Ort geschoben und Musik begleitet diesen Zug. - Das dauert lange, aber auch diese Prozession geht auch mal vorüber, die Wagen kommen schließlich alle wieder zurück in die Kirche, dann beginnt ein schaurig-lustiges Ritual, wie man das wohl bloß auf solch einer skurrilen Insel wie der unseren erleben kann. - Dann findet nämlich das "Santo Entierro" statt, also das "Heilige Begräbnis" und dabei ist die Kirche so brechend voll, dass Don Domingo mit einem sehnsüchtigen Blick über die Kirchgänger blickt und hofft, dass es doch immer so voll sein möge.

Die bereits liegende Figur Jesus wird nun von ihrem Prozessionswagen gehoben und auf einer Bahre befestigt. - Vier aufrechte Gläubige nun tragen den Jesus auf der Bahre im wiegenden Gleichschritt in die Kirche, ganz langsam und bedächtig, drehen vor dem Altar noch mal eine Runde, und zeigen so den Leichnam allen Besuchern in der Kirche. - Nun wird die Bahre vor einem über dem Altar befestigten Sarg gehoben, vier kräftige Hände packen oben wartend zu, nehmen die Statue von der Bahre, und legen die Jesusfigur in den Sarg. - Man schließt nun den Deckel, öffnet diesen aber noch weitere zweimal, und beim dritten Verschließen des Sargdeckels geht das mit Schmackes von sich. - Ein lauter Knall geht durch die Kirche, allerdings wird der Knall des Sargdeckels von einem Trommler verstärkt, der sich versteckt hinter dem Altar aufhält und auf einer Trommel, groß wie ein Wagenrad, genau beim Zuknallen des Sargdeckels einmal kräftig sein Instrument bedient. - Alle Kirchgänger zucken gewaltig in dem Moment, viele weinen, manche einfach nur, weil die anderen auch weinen, und wenn jemand glaubt, die katholische Kirche hätte keinen Unterhaltungswert, der muss sich Ostern bei uns in El Paso mal antun. - Die Prozessionsspringer sind meist gleich mit dem Knall wieder weg, das ist ein guter Moment um unbeobachtet zu verschwinden, aber der Rest der Pilger, die gehen nun auf die dritte Prozession, die so genannte "silenciosa". - Das ist die "stille Prozession", da zieht die Glaubensgemeinde erneut durch den Ort, ohne Wagen oder Orchester, sondern eben ganz andächtig und schweigsam. -

Fulanito de tal dice hoy: Querer es poder
Wollen ist können - Das kennt man ja auch aus dem deutschen Sprachgebrauch und mal sehen, ob morgen Früh aufstehen kann. .



Moderne Hochleistungspilger in El Paso. - Diese Wagen haben als Chassis alte Käfer-Unterbauten, darauf hat man dann die Plattformen mit den Figuren gebastelt. - Unter dem Tuch versteckt sitz ein Fahrer und hat nur die Aufgabe zu lenken und zu bremsen, damit es auf den steilen Straßen El Pasos nicht zu Pilgerhack kommt. - Griffe an den Seiten sorgen dafür, dass genügend Leute diese Wagen auch wieder hochschieben können.





Donnerstag 17.04.2014 12:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 42 % - Luftdruck 1015 hPa

Beuteltiere
Plastik statt Jute

Früher, als alles anders war, und nur manches besser, da ging man völlig unvorbereitet einkaufen, hinter der Kasse standen dann, meist junge Menschen, und packten einem den Einkauf in Plastiktüten ein. - Auch wenn es nur eine Knoblauchknolle war, diese bereits einmal in einer Kunststofftüte aus der Obstabteilung, dann an der Kasse, eine zweite Tüte, in der man die andere Tüte packte. - Aber Zeiten ändern sich, auch hier, auch wenn man manchmal einen anderen Eindruck von uns bekommt. - Zunächst wurden die Helfer an den Kassen abgeschafft, die einem alles in die Tüten packten, also musste man selber ran, und nie habe ich es alleine geschafft, so schnell einzupacken, wie die, fast ausnahmslos weiblichen Kassiererinnen die Ware über das Band zogen. - Längst haben wir uns an die Pipstöne gewöhnt, kein Rattern von Registrierkassen mehr, da sind wir in der Welt, die sich modern nennt, längst angekommen. - Aber das mit den Plastiktüten, da sind wir noch nicht wirklich sehr viel weiter gekommen, aber langsam kommen wir zumindest um die Ecke, und man kann wohl beobachten, dass immer mehr Leute ihre Einkaufstüten mitbringen, seit dem der San Martín in El Paso, der jetzt Hípercentro heißt, aber immer San Martín bleiben wird, damit angefangen hat, diese Riesentüten aus Kunststoff zur Wiederverwendung kostenlos zu verteilen. - Für was man alles diese Tüten, denn Beutel kann man nicht sagen, vielleicht eher noch Zelte, so groß sind die, hergenommen hat, das kann sich kaum ein Mensch vorstellen. Monatelang ist man ohne Tüte zum Einkaufen gegangen und dann hat man von diesen großen Tüten mehrere geschenkt bekommen, so dass man irgendwann deren dreißig bei sich zu Hause hatte, aber niemals eine zum Einkaufen mitgebracht hat. - Tierfutter wurde darin verwahrt, Kleidung verstaut, Sand transportiert, und Tüten wurden in Tüten verstaut, irgendwo mussten die ja hin. - Dass man diese wieder zum Einkaufen verwenden sollte, das war den meisten schon klar, aber da man die ja kostenlos erhielt, war der Gedanke des nachhaltigen Umgangs mit Transportbehältnissen für familiäre Einkäufe irgendwie noch nicht gegeben. - Dazwischen immer wieder die weißköpfigen Mitteleuropäer, die Jutebeutel oder Körbchen mitbrachten, und dann plötzlich sollen auch wir auf die gute, alte Tragetasche für den Einmalgebrauch verzichten, und wie "Guiris" unsere Tüten mitbringen? - Es klappt, leidlich, spätestens seit dem alle Supermärkte für die Einmalkunststoffbeutel einen Preis erheben, außer dem San Martín übrigens, der mit der ganzen Chose witzigerweise angefangen hat, aber wer im Hiperdino, im Spar oder auch beim Lidl Tragevorrichtungen haben will, der muss inzwischen dafür bezahlen. - So wird es immer häufiger, dass man die Leute schon dabei erwischt, wie sie diese großen Tüten mitbringen, die es für 50 Cent in inzwischen allen Supermärkten gibt, und die viele Male zum Brunnen getragen werden können, bevor sie irgendwann brechen. - Passt richtig viel rein, und die vom Spar und von Lidl sind die robustesten, das hat man inzwischen auch rausgefunden, und mit Jutebeuteln gibt sich hier niemand mehr ab, auch wenn man anfangs damit mal experimentiert hat. - Nur meine Frau, die hat immer gerne diese Beutel noch bei sich, auch wenn da im Vergleich zu den großen Tüten eigentlich lächerlich wenig reingeht, aber schließlich sind wir ja auch die Jute-Generation und werden nun von diesen großen Tüten regelrecht überfordert. - Und wenn man die alle draußen liegen lässt, und es dann auch noch mal regnet, wenn auch nur ein paar Millimeter, dann muss man diese Tüten auch irgendwann wieder trocken bekommen, wenn man nicht will, dass die beim nächsten Anfassen einem die Beinkleider nass machen. - Man sieht es immer öfter, auch wir werden langsam zu Beuteltieren, oder vielleicht besser zu Tütentieren, nachdem wir uns viele Jahre, oder gar Jahrzehnte, noch dagegen gesträubt haben.



Tütentrocknungstag





Mittwoch 16.04.2014 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 41 % - Luftdruck 1014 hPa
Höchsttemperatur heute 20,5 Grad - niedrigste Temperatur 13,4 Grad

Ein Hafen ist kein Busbahnhof
Sagen die vom Hafen

Santa Cruz de La Palma verändert sich ständig, immer gibt es neue Pläne und manchem wird schwindelig dabei, was man alles vor hat. - Dort, wo heute die Busse stehen und der Parkplatz am Hafen ist, dort soll einmal ein Veranstaltungsraum entstehen, mit Parks und Bühnen für kulturelle Veranstaltungen. - Die Autos verschwinden alle in den Keller, und die Busse kommen in einen neuen Busbahnhof, der noch weiter vom Stadtzentrum entfernt ist, als das jetzt bereits der Fall ist. - Nur mal so dahingesagt… - Bis dahin hatte man sich gedacht, man könnte die "Estación Marítima" im Hafen als Busbahnhof nehmen, denn in dem Gebäude passiert ja nichts, und man könnte dort auch die Busse stehen haben, weil Platz genug vorhanden ist. - Aber da hat man die Rechnung zwar mit dem Gast, aber ohne den Wirt gemacht, denn die Hafenbehörde sagt Nein dazu, das ginge weder aus legalen Gründen, noch aus Sicherheitsbedenken. - Nicht mal provisorisch ginge das, denn die Statuten sähen das nicht vor, dass man für bodengestützten Nahverkehr als Depot, Haltestelle oder eben gar Bahnhof dienen könne. - Noch wirksamer aber sind die Bedenken in Sachen Sicherheit, dort werde mit zum Teil gefährlicher Ladung hantiert, und dort dürften sich keine wartenden Buspassagiere bewegen, das ginge einfach nicht. - Auch wenn die Kreuzfahrer da sind, dann bewegen sich dort so viele Menschen, dass wiederum die Busse eine Gefahr für die Menschenscharen darstellen, es gibt als keine Kompatibilität zwischen der Notwendigkeit eines Busbahnhofes und dem Betrieb eines Hafens, da muss sich die Stadt eine andere Möglichkeit überlegen. - Bleiben wir noch ein bisschen in der Hauptstadt und dort lässt man sich nicht nachsagen, man würde die Dinge nicht früh genug angehen. - Nächstes Jahr im Sommer ist wieder Bajada de la Virgen de las Nieves, und das ist ein gewaltig groß gefeiertes Fest, auch weil es nur alle fünf Jahre gefeiert wird. - Und auf solchen Festen muss man immer mit vielen Menschen rechnen und das bedeutet auch, dass man viele Sicherheitskräfte benötigt. - Aus diesen Grund nun hat der Bürgermeister angekündigt, er würde vom Gobierno de Canarias beantragen, dass man die kanarische Polizei, also Leute vom Cuerpo General de la Policía Canaria für die Zeit des Festes zu uns bringt, damit die den eigenen, immer zu geringen Kräfte deutliche Unterstützung zukommen lassen kann. - Diese, vierte Polizeitruppe hier auf den Kanaren ist unter sehr viel Polemik hier entstanden, denn die allermeisten waren und sind der Meinung, man brauche diese kanarische Polizeitruppe gar nicht, und mit Policía Local, Guardia Civil und Policía Nacional hätte man doch bereits genügend Polizei im Land. - Aber das war der frohe Wunsch der Coalición Canaria, die wollten unbedingt was endemisches mit der Polizei und damals waren die mit der Partido Popular noch verbandelt im Gobierno de Canarias, also haben die auch nicht Nein gebrüllt, sondern sich herausgehalten. - Nun will man die wieder für die Bajada, das hat natürlich auch den Hintergrund, dass man den eigenen Polizisten nicht so viele Überstunden bezahlen will, wie das noch bei der letzten Ausgabe so war. - Also, jetzt schon beantragen, dann kommen die Jungs von der "Guanchancha", so nennt man hier die Truppe belustigend, und dann passen die auf uns auf, und dass keiner der Jungfrau an die Wäsche geht.

Fulanito de tal dice hoy: Quedarse tan fresco
Frisch bleiben - Fresco bedeutet aber auch frech, wenn jemand sich so gar nicht schämt für das was er gemacht oder gesagt hat, dann nennt man den auch frisch. .



Die Estación Marítima und im Hintergrund die Baustelle des Stadtstrandes





Mittwoch 16.04.2014 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 44 % - Luftdruck 1014 hPa

Legal, illegal, asphaltegal
Wer will nicht mehr, wer hat noch mal?

Alles scheint ruhig über dem Industriegebiet von Los Llanos, zumindest arbeiten beide Asphaltwerke nicht. - Mehrere, nicht mehr durch Einspruch aufzuhaltende Urteile haben einen Betrieb von Asphalt produzierenden Werken dort Dank der Arbeit der Bürgerplattform gegen die Asphaltwerke am Callejón de la Gata, und deren vieler Unterstützer, unmöglich gemacht. - Allerdings glaubt man seitens des Betreibers Unaspa immer noch an das Märchen von der Betriebserlaubnis durch behördliches Stillschweigen, und so steht das Asphaltwerk dort immer noch herum. - Der Betreiber Ruiz Romero hat auch sein Werk noch nicht abgebaut, obwohl man ihn mehrfach dazu aufgefordert hatte. - Und dann wäre da noch das Asphaltwerk von Lopesan, in der Gemeinde Fuencaliente, welches dort seit dem Jahr 1988 steht und produziert, welches aber auch wohl nicht die nach heutigem Stand erforderlichen Papiere hat. - Aber es ist das einzige noch in Betrieb befindliche Asphaltwerk auf der Insel, und da ein Bezug von Asphaltmischungen über andere Inseln und dann per Schiffsverkehr nicht möglich ist, es dauert schlichtweg zu lange, um den Asphalt anzukarren, ganz zu schweigen von den Mehrosten, ist man ganz und gar auf den Betrieb dieses Werkes angewiesen, denn ohne Asphalt kann man auf längere Zeit hin gesehen die Infrastrukturen unserer Insel nicht aufrecht erhalten. - Laut eines der Betreiber der nicht genehmigten Werke im Aridanetal, liegt gegen das Asphaltwerk von Lopesan in Fuencaliente eine Schließungsaufforderung der "APMUN" (Agencia de Protección del Medio Urbano y Natural) vor, die allerdings noch nicht vollstreckt wurde. - In der Tat produziert das Werk weiter Asphaltmischungen und man will ja in den kommenden Wochen auch die Hauptverkehrsstraße von der Ost- auf die Westseite mit einer neuen Asphaltdecke versehen, eine Arbeit, welche dringend notwendig ist, und eigentlich bereits vor ein paar Jahren hätte stattfinden sollen. - Nun fragt sich der frustrierte Betreiber der Anlage hier im Aridanetal, warum man denn das Asphaltwerk von Lopesan in Fuencaliente nicht endlich schließt, und lässt über seine Anwälte Pressemitteilungen verlauten, in denen man diesen Zustand anklagt. - Man werde nun erneut Druck ausüben, damit endlich die Schließung dieses Werkes vorgenommen wird, und ob man dadurch hofft, doch noch irgendwie im Aridanetal mit dem eigenen Werk Asphalt zu produzieren, ganz einfach weil wir Asphalt brauchen, das wissen wir nicht so ganz genau. - Allerdings scheint das unmöglich, denn gegen die Produktion im Aridanetal hat man ja bereits über Jahre die Gerichte bemüht, in Fuencaliente aber gibt es noch überhaupt kein Urteil, sondern lediglich, und das nach Aussage der gegnerischen Anwälte, lediglich die Anweisung einer Behörde über eine Schließung. - Seitens der Inselregierung gibt man sich gelassen, und der Betreiber Lopesan ist auch ganz ruhig, schließlich habe man seit 1988 die Genehmigung von der Gemeinde dort zu produzieren und so ist man sich sicher, das auch weiterhin machen zu können. - So ganz sicher bin ich mir da nicht, es sieht eher so aus, als würde man die Schließung herauszögern und darauf setzen, dass man durch Einsprüche gegen die Versieglung der Anlage genügend Zeit gewinnen könnte, noch die wichtigsten Arbeiten fort zu führen. - Wie es dann langfristig weitergeht, und wo wir hier auf La Palma mit legalem Hintergrund auch die kontaminierenden, aber eben notwendigen Anlagen betreiben können, das steht weiterhin auf der Bank, die man als lang bezeichnet, und da wird auch wieder klar, dass man bei der Planung des PIOLP, des Raumordnungsplanes für die Insel versagt hat, denn dieser Plan zeigt uns nicht auf, wo solche Industrie stehen kann. - Und die lokalen Pläne haben sich erneut als mindestens rechtsunsicher, im Fall hier in Los Llanos als falsch erwiesen, oder noch schlimmer, man hat gegen besseres Wissen diese Asphaltwerke durchwinken wollen. - Wie es weitergeht in Sachen Asphalt, das steht in einer der vielen Betriebsanleitungen für La Palma, die von jeder Partei gerne vor den Wahlen ausgegeben werden, einfach machen, keinen fragen, sonst könnte noch einer was dagegen haben.



Dienstag 15.04.2014 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 51 % - Luftdruck 1012 hPa
Höchsttemperatur heute 21,8 Grad - niedrigste Temperatur 14,4 Grad

Lokalpolitik mit Hackentrick
Gab es das unmoralische Angebot oder nicht?

Immer wieder das Gleiche, da ich nicht weiß, was Sie wissen, muss ich ein bisschen ausholen. - Im Cabildo Insular regiert eine Koalition zwischen den (noch) Mitgliedern der PSC/PSOE und den Räten der Partido Popular. - Im Gobierno de Canarias bilden aber PCS/PSOE und die Coalición Canaria zusammen die Regierung und seitens der selbst ernannten Nationalisten der CC ist man stinkesauer über den Machtverlust auf La Palma. - Hatte man sich aber selbst zuzuschreiben, denn es gab ja auch, wenn eine ungeliebte Koalition von CC und PSC/PSOE im Cabildo Insular, bis man seitens der CC im letzten Jahr diese aufgekündigt hatte. - Hintergrund dafür war, dass man seitens der Insel PSC die vielen Bündnisse zwischen PP und der PSC/PSOE in den Gemeinden nicht verbieten ließ, was immer wieder von der CC gefordert wurde. - Was als letztes Druckmittel seitens der CC galt, den Rauswurf der Räte der PSC/PSOE aus dem Cabildo Insular, kam als mit Hämmern belegter Bumerang auf die CC zurück, obwohl viele sie davor gewarnt hatten, dass man hier auf La Palma das Geschacher um die Macht a la Coalición Canaria satt habe. - Auch aus den eigenen Reihen hatte man dieses Szenario befürchtet, aber man wollte nicht hören. - Nun aber versucht die PSC/PSOE die eigenen Räte im Cabildo Insular loszuwerden, die hätten nicht gehorcht und mit dem "Feind" paktiert, und den ersten Rausschmiss hat man überstanden, damals waren die Parteiausschlüsse nicht form- und fristgerecht geschehen, vor zwei Wochen wiederholte man das aber und jetzt werden gerade die Einsprüche bearbeitet. - Nun meldet sich die meist gelesene Online-Zeitung der Insel, elapuron.com zu Wort und lässt uns an einem komischen Vorschlag Teil haben, welcher aber auch exemplarisch dafür sein kann, was alles in der Politik bei uns möglich scheint. - Ich muss scheint sagen, dann alles wurde gleich wieder dementiert, von der Parteiführung der Coalición Canaria. - Also, mehrere Quellen sollen gesagt haben, die Coalición Canaria hätte den sechs Räten der Sozialisten angeboten, wenn man den Pakt mit den bürgerlichen der Partido Popular wieder aufkündigen würde, dann ließe man die Sozialisten in Minderheit regieren und diese bei den Abstimmungen unterstützen. - Und weiter heißt es, dann würden auch die Probleme mit den Parteiausschlüssen gleich vorbei sein, denn die entstanden ja auf Druck der Coalición Canaria hin, nicht unbedingt aus der eigenen Partei. - Das Dementi war so heftig, dass man die Geschichte schon wieder glauben muss, aber man schließt auch nicht aus, dass irgendjemand aus der Partei tatsächlich diesen Vorschlag gemacht habe, aber das wäre zu keiner Zeit Parteilinie, das wäre dann eine ganz persönliche Idee eines Einzelnen. - Meine Quellen sagen, es war wirklich so, dieses unmoralische Angebot hätte es gegeben, aber man hält zurück, wer es denn gemacht haben soll, der wird sonst richtig Ärger mit den eigenen Leuten bekommen. - Die sozialistischen Räte hätten das Angebot aber sowieso abgelehnt, man hätte es der Basis und den Leuten auf der Straße nicht mehr verkaufen können, was man da wieder gemacht hätte. Nach so viel Politik nun noch etwas Schönes:

Ima Galguén konnte noch kurzfristig für einen Konzertauftritt begeistert werden. - Das Konzert findet morgen am Mittwoch den 16. April um 18:30 in Tijarafe statt, in der Casa de la Décima, statt. - Ima Galguén wird an der Harfe von Angelika Profeta begleitet und der Eintritt kostet 10,- Euro. - Das Casa de la Décima befindet sich in Tijarafe oberhalb der Post auf derselben Seite, also nach dem Maxcoop rechts hinauf Richtung Kirche auf der linken Seite. Das Haus ist beschildert.

Fulanito de tal dice hoy: Quedarse tan campante
Ist nicht zu übersetzen - Campear bedeutet, man geht aufs Feld hinaus. - Das machen Bauern ebenso wie Soldaten und Krieger und hier liegt die eigentliche Bedeutung. - Wenn jemand derart aufs Feld tritt, dass er mitten in der Schlacht herumspaziert, als gäbe es keine Gefahr dann heißt das quedarse tan campante. - Den Ausspruch nimmt man für jemanden, der trotz Gefahr völlig ruhig und abgebrüht bleibt.



Ima Galguén





Dienstag 15.04.2014 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 68 % - Luftdruck 1012 hPa

Was ist dran an der NATO-Geschichte
Viel Streit um nichts, oder?

Alle haben bereits eine Meinung zu etwas, von dem wir gar nicht wissen, was es eigentlich ist. - Da hat jemand ein paar amerikanische Soldaten auf der Insel gesehen, und schon ist das Thema, ob man denn eine NATO-Basis hier auf der Insel haben will, oder nicht, und wer das unterstützt, und wer dagegen ist. - Gut, wir haben eine große Kaserne, in der so gut wie nichts los ist, weil die eigenen Truppen zu viele Standorte haben, und diese Kaserne liegt gleich neben dem Flughafen und dem Hafen, hat also beste Bedingungen der Erreichbarkeit. - Die Kanarischen Inseln haben strategische Bedeutung was Westafrika angeht und die Verbindung nach Südamerika, aber das war es dann auch schon und warum man unsere Insel brauchen würde, um irgendwo militärisch aufzutreten, das weiß ich ehrlich gesagt überhaupt nicht. - Vielleicht weil unser Flughafen so viele offene Kapazitäten hat, oder so viele Lagerräume, weil gleich zwei Parkhäuser überhaupt nicht genutzt werden und man Unmengen von Material dort lagern könnte, oder aber, weil man einfach vom spanischen Militär aus entschieden hat, die Kaserne "El Fuerte" nicht den Begehrlichkeiten von zivilen Institutionen zu überlassen und einfach weiter an einem militärischen Nutzen festhalten will. - Das war nämlich im Gespräch, sowohl die Inselregierung, wie auch die Gemeinde Breña Baja liebäugeln längst mit den Gebäuden, oder noch besser mit dem Gelände, denn es handelt sich dabei um eine Leckerei auf dem Immobiliensektor, und jeder hatte schon seine eigene Version, was man denn daraus machen könnte. - Eine Denkfabrik, ein Institut für Friedensforschung, ein Hotel mit Thalasso/Wellness/Spa/Ringelpiez, oder ein ganz revolutionärer Gedanke, ein Altersheim, und dann kommt doch wieder der alte Soldat und sagt, wir müssen dem Gebäude einen neuen Nutzen geben, sonst machen die Zivilisten am Ende sogar noch was draus. - Anders kann ich mir das gar nicht vorstellen, dass die NATO Gefallen oder Dienst auf unserer Insel machen will und was das überhaupt sein könnte. - Aber der Streit ist bereits vorher da und plötzlich ist es wieder Zeit Ideologien auszupacken, als hätte man nur darauf gewartet. - Die Linken sind natürlich alle dagegen, dass man auf La Palma eine NATO-Basis einrichtet, man wäre gegen den Krieg, das haben die Linken für sich irgendwo patentieren lassen und ein forscher Asier Antona, Chef der palmerischen Partido Popular und Vize-Bürgerlicher der Kanarischen Inseln, ruft bereits kommenden Wohlstand aus, wenn sich erst die NATO-Soldaten hier auf der Insel in Massen dem lokalen Konsum hergeben. - Dabei weiß niemand, was und ob denn da irgendwas stationiert werden soll, wo irgendwo NATO oder OTAN drauf steht, wie das hier heißt, nur haben wir inzwischen, auch angeheizt durch die neuen Medien, eine Streitlust erreicht, denn Streitkultur will ich nicht sagen, die schon beachtenswert ist. - Noch bevor der erste Schuss fällt, wissen alle wie die Schlacht ausgeht, und noch bevor der erste Soldat diese Insel betritt, wissen bereits alle, warum das gut, oder schlecht für uns ist. - Ich muss zugeben, ich weiß es nicht, ich weiß auch gar nicht, ob da überhaupt jemand kommt, aber es wird verlangt, jetzt bereits eine Meinung dazu zu haben. - Habe ich aber nicht, so lange ich nicht weiß, ob die hier ein Ferienlager für Vier-Sterne-Clowns abhalten, oder eine Basis für Kampfdrohnen aufbauen wollen, oder ob überhaupt jemand kommt, wage ich es meinungslos zu sein.



Das Objekt der eventuellen Begierde, die Kaserne "El Fuerte" nahe der Hauptstadt





Montag 14.04.2014 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 55 % - Luftdruck 1011 hPa
Höchsttemperatur heute 21,5 Grad - niedrigste Temperatur 13,2 Grad

Wirres und zusammenhangloses Zeug
Ein bisserl süß, ein bisserl bitter

Vega Norte, Blanco Albillo Criollo 2013, auf jeder Weinmesse einen Preis. - Schon wieder muss man sagen, zunächst letzte Woche auf der Wine Master Challenge, und dann auch noch in Lyon der Concours International des Vins, und erst jetzt erfahren wir, dass auf der Challenge du Vin, welche in Bourg abgehalten wurde, Anfang des Monats, auch wieder eine Goldmedaille geholt wurde. - Der ist aber auch lecker geworden und jedes Mal, wenn der einen Preis gewinnt, dann muss ich mir eine Flasche holen und trinken, und wenn das so weiter geht, dann wächst sich das in Alkoholismus aus. - Wirklich Chapeau nach Tijarafe, das haben die drauf. - Woran merkt man auf La Palma dass der Sommer näher rückt? - Man spricht über die Brandvorsorge und dazu hat die zuständige Rätin im Inselparlament alle Gemeinden eingeladen, um gemeinsam zu besprechen, wie man denn dieses Jahr die Waldbrandsaison angehen will. - Mit besserer Zusammenarbeit heißt es, und auch mit mehr Vorsorge und dazu gehört auch mehr Sensibilisierung der Bevölkerung, besonders in den gefährdeten Zonen, und die sind immer da, wo der Wald in Wohngebiete übergeht. - So legt man nun auch einen Plan der Insel an, worauf mit vier Farben die unterschiedlichen Gefahrenzonen benannt werden und in den gefährdeten Zonen wird man auch eine Briefkastenaktion starten und den Hauseigentümern Tipps für die Brandvorsorge schriftlich geben. - Was man halt nicht im Griff hat, das sind die Fälle von Brandstiftung, wenn da ein Depp durchs Holz schleicht und vorsätzlich den Wald in Brand steckt. - Letzten Sommer hatten wir mehrere kleine Brände, die allesamt schnell gelöscht werden konnten aber kein Großfeuer, wie das im Jahr 2012 noch war, zunächst oberhalb El Paso und dann noch bei Mazo. - Wollen wir hoffen, dass dieser Sommer so wird wie der im vergangenen Jahr. - Die Insel ist voll in dieser Woche, aber es sind nicht mehr Urlauber geworden, sondern die ganzen Schüler, Studenten, Pendler und Familienbesuche in der Osterwoche machen das aus. - Geht uns ja auch nicht anders und heute beim Einkaufen, oder anderen Besorgungen fällt das richtig auf, keine Parkplätze, Gedränge auf der Bank und im Supermarkt und richtig viele Leute auf der Straße. - Da steigt dann auch wieder der Konsum in dieser Woche, die Läden freuen sich über bessere Umsätze und wenn Besuch kommt, dann will man sich ja auch nicht lumpen lassen und kauft vom guten Schinken und nicht vom Sonderangebot. - Ja, so läuft das, auch bei uns. - Zu den Gästezahlen, da ist das ja in den letzten Monate im Vergleich mit dem Vorjahr besser gewesen, was aber auch daran gelegen hat, dass letzter Winter richtig schlecht war. - Nun aber im März müssen wir einen kleinen Rückschritt vermelden, es sind ein paar Besucher weniger gekommen als noch im März 2012. - Allerdings sprechen wir da nur von einem Rückgang um 2%, also nichts alarmierendes, und insgesamt ist das erste Vierteljahr sehr gut verlaufen, im Vergleich mit dem Vorjahr. - Also Kopf hoch, der Sommer wird schwierig genug werden, aber wir blicken dann gleich wieder mit Optimismus auf den kommenden Winter, da wird es mehr Flugverbindungen mit Deutschland geben als noch in diesem Winter, und das alleine ist schon eine hervorragende Nachricht.

Fulanito de tal dice hoy: Quedarse para vestir santos
Bleiben um Heilige zu kleiden - Das ist eine Umschreibung für Frauen, die niemals geheiratet haben, und die man eben in den Kirchen sieht, wie sie an den Heiligenfiguren herumfummeln um diese herzurichten. - Man kann auch sagen, als alte Jungfer enden.



Montag 14.04.2014 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 3 mm - Luftfeuchte 76 % - Luftdruck 1010 hPa

Koste es, was es wolle
Wer macht da aus Scheiße Geld?

Zunächst aber ein bisschen Wetter. - Gestern Abend hat es noch ein bisschen mehr geregnet, aber dann klarte es auf, ich konnte sogar meinen Abendspaziergang ungefährdet machen. - Alle Wetteragenturen melden nun keine weiteren Niederschläge, aber wir bleiben weiterhin im Einfluss eines Tiefdruckgebietes, welches sich nicht wirklich bewegen will. - Nicht bewegen will, oder nicht bewegen kann, denn mehrere Hochdruckgebiete, sowohl westlich, wie auch nördlich und östlich verhindern, dass das Tief weiterwandern kann. - Aber dieses Tief hat keine Kraft und auch keine großen Niederschläge zu bieten, so bemerken wir das eigentlich gar nicht, denn meist brausen Tiefdruckgebiete mit Macht und auch Donner von Westen an uns heran. - Dieses Tief aber ist harmlos und ungefährlich, und die gesamte Osterwoche wird es uns wohl noch begleiten.

Die Inselregierung hält an ihrem Versprechen fest, sie wolle aus eigenen Taschen die Verlegung der Pumpstation für die Abwässer der Stadt bezahlen, welche nun nicht im Inneren des Kreisverkehres gebaut werden soll, sondern hinter der Hafenmole, vielleicht 150 Meter davon entfernt, wo sie ursprünglich geplant war. - Wir erinnern uns, mit dem Bau des Stadtstrandes war die Verlegung der Pumpstation nötig geworden, welche die gesamten Abwässer der Hauptstadt aufnimmt, und diese in die Kläranlage leitet. - Die Techniker fanden auch den idealen Standort, den Kreisverkehr am Eingang der Stadt aus Süden kommend, und alle winkten das Projekt durch. - Ursprünglich sollte das Gobierno de Canarias die neue Kanalisation und deren Technik bezahlen, man sprach da von 2 Millionen Euro, aber die weigerten sich schlichtweg das zu tun, obwohl sie das nicht nur versprochen hatten, sondern auch dazu verpflichtet sind. - Die wollten schlichtweg das Prestigeobjekt Stadtstrand von Santa Cruz de La Palma verhindern oder stören, da diese Investition Angelegenheit der in absoluter Mehrheit in Madrid regierender Partido Polular war. - Schließlich, um den Erfolg des Projektes nicht zu gefährden, sagte Madrid zu, man würde auch die Kosten der Verlegung der städtischen Entwässerung übernehmen und dann plötzlich brachte man es an die Öffentlichkeit, wo denn diese Pumpstation stehen sollte. - Fast zwei Meter hoch, und jeder, der aus dem Süden in die Stadt käme, und die allermeisten kommen aus dem Süden, und jeder der aus dem Hafen sich der Stadt nähert, würde zunächst mal auf eine Fäkalienpumpstation zulaufen. - Das kann natürlich nicht sein, aber monatelang nun schiebt man sich gegenseitig die schwarze Pumpe zu, Küstenbehörde, Gemeinde, Hafenbehörde, Inselregierung und Madrid, und die im Gobierno de Canarias, welche das alles mal eingefädelt hatten, die feixen sich eins. - Nach letzten Meldungen ist es nun gelungen, einen neuen Standort zu bestimmen, die Hafenbehörde lässt es zu, dass man nördlich hinter der Hafenmole ein Grundstück an die Küstenbehörde abgibt, und diese Korporation es dann zulässt, dass auf diesem Gelände die feinsten Wässer der Hauptstadt in Richtung Kläranlage gepumpt werden. - Die Inselregierung hatte auch im Vorfeld bereits zugestimmt, die Mehrkosten zu übernehmen und hier beginnt nun eine ziemlich befremdliche Rechnung. - Die gesamte Investition, neue Entwässerungsanlage plus Pumpstation ist mit 2 Millionen Euro veranschlagt, und nun verlegt man dieses Pumpenhaus 150 Meter nach Osten. - Dafür soll nun die Inselregierung mehr als 800.000 Euro bezahlen, so hoch schätzt man die Kosten ein, und wie kann das sein, dass ein simpler Standortwechsel dieser Station so teuer ist, oder wer bereichert sich daran. - Gut, man muss ein neues Projekt verfassen, aber irgendwie leuchtet es mir nicht ein, dass es so viel teurer wird. - Die Inselregierung aber hält daran fest, sie wollen die Pumpstation verlegen, koste es was wolle, und irgendwie befürchte ich, dass man sich dabei ziemlich über den Tisch ziehen lässt.



Sonntag 13.04.2014 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 1 mm - Luftfeuchte 90 % - Luftdruck 1009 hPa
Höchsttemperatur heute 19,4 Grad - niedrigste Temperatur 16,4 Grad

Mit der Seilbahn auf den Time
Ganz neu ist die Idee nicht

Jetzt hat uns der Wind und der Regen doch noch erwischt. - Auf der Ostseite gab es heute Nacht bereits Regen, bei uns nicht, und am Vormittag schien hier im Tal sogar die Sonne. - Gegen Nachmittag aber zogen dann dunkle Wolken aus dem Süden herein und eben fielen sogar Regentropfen. - Nicht viel, aber als Erinnerung, dass es regnen kann, reicht das schon aus und es hat unangenehm abgekühlt. - Es kann bis heute Nacht auch noch zu weiteren Niederschlägen kommen, meist auf der Ostseite, aber wenn der Wind weiter dreht, dann auch bei uns.

Es gab immer mal wieder den Vorschlag, man solle doch an manchen Stellen der Insel Seilbahnen aufstellen, und das als touristische Attraktion anbieten. - Dagegen sprach bislang immer, dass man sich eigentlich gar nicht vorstellen kann, dass bei den wenigen Besuchern die La Palma hat, so etwas kostendeckend oder gar gewinnbringend funktionieren kann. - Nun nimmt man diese Gedanken in der Inselregierung wieder auf und lässt von der Firma Gestur ein Gutachten erstellen, über die Machbarkeit dieses Vorhabens. - Ein bisschen gefährlich dabei ist, dass Gestur (Gestión Urbanística de Santa Cruz de Tenerife) eine Firma ist, deren Aktionisten das Gobierno de Canarias ist sowie die Cabildos Insulares sind, man also fürchten muss, dass die alles so hinrechnen, wie man das denn politisch so haben will und dabei dann in Wirklichkeit daneben liegen. - Warum man nun diese Idee wieder aufnimmt, obwohl wir ja nicht wirklich mehr Tourismus haben, sondern eher weniger, besonders im Sommer wegen des Ausbleibens nationale Besucher, das liegt an den vielen Besuchen von den Kreuzfahrtschiffen, welche dann Tausende Passagiere bei uns über die Insel schicken und natürlich diese Seilbahnen nutzen würden, um zu höhergelegenen Punkten zu gelangen. - Allerdings kommen im Sommer keine Kreuzfahrtschiffe und im Winter auch nicht jeden Tag, es bleibt also weiterhin zweifelhaft, ob sich das rechnen kann. - Man spricht auf jeden Fall von mindestens privater Beteiligung, aber so ganz genau weiß man das auch noch nicht, dazu soll ja das Gutachten der Gestur auch noch Lösungsvorschläge ergeben. - Von Puerto de Tazacorte auf den Time hinauf, das ist ein Vorschlag, ein weiterer, und den finde ich am ehesten als kostendeckend möglich, weil eben da die meisten Besucher von den Schiffen kommen, vom Hafen aus auf den "Risco de la Concepción" und als dritten Vorschlag erzählt man uns, in der Schlucht von Los Tilos könnte man sich auch noch solche eine Seilbahn vorstellen. - Warten wir mal das Gutachten ab, vielleicht tritt sich das selbst wieder in die Tonne, aber auf Madeira soll das mit den Seilbahnen ganz gut funktionieren, allerdings haben die mehr Besucher als wir.

Fulanito de tal dice hoy: Quedarse con la copla
Die copla behalten - Die "Copla" ist eine spanischen Liedform bei der in den Texten oft Doppeldeutigkeiten vorkommen, und man oft zwischen den Zeilen einen anderen Sinn lesen kann. - Wer also die copla behalten kann, mitbekommt was eigentlich gemeint ist, der gilt als pfiffiger Mensch. - Wenn also jemand mitbekommt, worum es wirklich geht, wo es doch vordergründig eigentlich anders aussehen mag, dann kann der die copla behalten.



Und das Fundstück der Woche, von La Palma nach Düsseldorf, man muss nur phantasievolle Flugportale fragen





Sonntag 13.04.2014 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 78 % - Luftdruck 1009 hPa

Die Palmesel läuten die Osterwoche ein
Familie komplett

Der Palmesel ist immer die Person, welche am Palmsonntag als letzte aufsteht und muss dafür den Abwasch machen, nach dem Mittagessen. - Ein Mittagessen, welches es wohl gar nicht geben wird, denn die Damen waren feiern gestern Abend, und sind erst heute Morgen zurückgekommen, kurz bevor die Alten aufgestanden sind. - So muss das sein, und irgendwann gegen Mittag darf ich dann müden, aber meist fröhlichen Rekonvaleszenten ein deftiges Frühstück bereiten. - Speck, Eier, Bohnen und das auf Toast, so sieht das unsere Familientradition vor, und da wir noch mehr Logierbesuch haben, liegen bereits große Pfannen bereit, um mehrere Frühstücke, die auch Spätstücke sein können, effizient zubereiten zu können. - Jetzt sind es auch wieder sieben Katzen, die Madame aus Las Palmas ist auch wieder da, und irgendwie merkt man der an, dass die ein verzogenes Einzelkind ist, aber diese Allüren wird sie ablegen müssen, denn ab September wird Lufy, so heißt die schwarze Bitch, auch Teil unserer Felinfamilie werden, denn nach London kann die nicht mitkommen. - Wir sind also wirklich komplett, freuen uns auf eine Woche länger schlafen als sonst, aber beide Töchter haben auch angekündigt, dass man dennoch lernen müsse in dieser Woche Ferien, es stünden so viele Arbeiten an, nach der Osterwoche, dass man unmöglich viele Familienausflüge machen könnte. - Abends ausgehen sei aber eine andere Sache, man habe ja schließlich den ganzen Tag über Zeit zu lernen, und ich bin inzwischen viel zu erfahren bereits, um dagegen zu argumentieren, wenn man den ganzen Tag schläft, dann ist keine Zeit mehr bis es Abend wird. - Nein, zurücklehnen und genießen, jeden Moment, den man noch mit dem Ergebnis eigener krüppliger Erziehungsversuche verbringen darf, und so wandelt sich für uns die Karwoche in ein freudiges Ereignis, eine Chance mehr im Jahr die Brut um sich zu scharen und zu sehen, dass man doch nicht alles falsch gemacht hat. Der Regen ist ausgeblieben, zumindest hier im Tal sind keine Niederschläge gefallen und ich kann beim Betrachten des Horizontes in allen Richtungen auch nicht erkennen, dass da noch was droht. - Die Wetteragenturen sehen das allerdings anders, es müsste gerade im Moment heftig regnen hier bei uns, allein mir fehlt der Glaube, denn die Sonne scheint nicht nur über unserem Haus. - Palmsonntag, mal sehen, ob ich heute noch jemanden aus dem Haus locken kann, zu einem kleinen Ausflug, wenn nicht, dann ist das auch kein Problem, drei Frauen, sieben Katzen, also 10 Welten und ich, das Haus scheint komplett zu sein.



Caliope Canarias meldet Land unter, ich melde Land über





Samstag 12.04.2014 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 41 % - Luftdruck 1010 hPa
Höchsttemperatur heute 20,6 Grad - niedrigste Temperatur 15,5 Grad

Wenn ich es nicht haben darf, dann soll es niemand haben
Gobierno de Canarias hinterfragt Genehmigungen für die Transvulcania

Fünfmal hat man bereits das internationale Großsportereignis Transvulcania hier auf unserer Insel abgehalten, und nie gab es behördliche Probleme. - Sicher, es waren fünf Ausgaben organisiert mit der Coalición Canaria an der Spitze des Gobierno de Canarias und ebenso im Cabildo Insular, was soll da schiefgehen mit den Papieren. - Nur haben ja mutige Räte der Sozialisten und der bürgerlichen von der Partido Popular der Coalición Canaria das Spielzeug hier aus der Hand genommen und führen das Cabildo Insular an, und sind damit auch Organisatoren und Veranstalter der Transvulcania. - Und nun plötzlich fragt die Raumordnungsbehörde aus dem Gobierno de Canarias an, ob wir denn alle Genehmigungen und auch Gutachten hätten, welchen Einfluss die Sportveranstaltungen auf Natur- und Landschaftsschutzgebiete haben könnte? - In der Tat findet der größte Teil des Rennen in Landschaftsschutzgebieten statt, und da muss man nachweisen, mit Gutachten, dass diese Veranstaltung mit der Schutzaufgabe kompatibel ist. - Das geschehe zum Schutz der Landschaft und die Behörde hätte das Recht und auch die Pflicht das zu kontrollieren. - Also bislang hat man das nicht gemacht, als die eigenen Leute am Drücker waren, jetzt kommt der Blaue Brief und redet was vom Schutz der Landschaft, dabei sind das genau die Brüder, welche Autobahnen durch Weltbiosphärenreservate bauen und Asphaltwerke neben Wohngebieten und dann faseln die was von Umweltschutz in Zusammenhang mit dem größten internationalen Ereignis, welches jemals auf der Insel stattgefunden hat. - Man wird das natürlich niemals zugeben, dass man das macht, um die Koalition der Abtrünnigen und Aufmüpfigen im Cabildo Insular zu ärgern, oder sogar in die Knie zu zwingen, aber alle Beobachter gehen davon aus, dass man es genau aus diesen Gründen macht. - Sicher ist das eine Belastung für die Wanderwege und das Umfeld, wenn dort Tausende von Läufern langlaufen, aber was haben wir denn von unserer sagenhaften Landschaft, wenn wir so gar nichts damit anfangen können? - Dafür hat man doch die Wanderwege geschaffen und diese werden gepflegt und auf denen finden diese Läufe statt und ich glaube, nicht mal die Coalición Canaria möchte so weit gehen, dass dieses Rennen gefährdet wird, weil irgendjemand ausrechnet, das sei nicht mit den Schutzaufgaben von Landschaftsschutzgebieten kompatibel. - Obwohl, wie viele Investoren und Unternehmer wir schon von dieser Insel vergrault haben, bloß weil der Lobbyistenverein feststellen musste, da können wir und unsere Kumpel ja gar nicht mitverdienen, das weiß ich gar nicht, denn vieles haben wir ja gar nicht mitbekommen.

Fulanito de tal dice hoy: Quedarse con el pan y las tortas
Mit dem Brot und den Torten bleiben - Wenn einer alles für sich einnimmt, niemand sonst an Zugewinn oder dem Erarbeiten beteiligen will, dann nimmt der die Brote und die Torten für sich.



1.000 Kilometer Wanderwege auf La Palma





Samstag 12.04.2014 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 60 % - Luftdruck 1011 hPa

Der schlimmste Feind sitzt im eigenen Haus
Mögliche Militärbasis soll Koalition im Inselparlament entzweien

Spanien ist in der Europäischen Union und auch in der NATO, und ob eine mögliche Militärbasis der NATO hier auf La Palma überhaupt angedacht ist, das wissen wir überhaupt nicht, aber bereits der geringste Verdacht darüber, und weil ein paar amerikanische Soldaten auf der Insel waren, begeistern uns zu wildesten Spekulationen. - Die Linken haben sich gleich vorweg dazu abweisend geäußert und eine Anfrage im Abgeordnetenhaus in Madrid gestartet, und der Chef der kanarischen Partido Popular, Asier Antona hat sich begeistert über die Möglichkeit ausgelassen, dass es hier auf der Insel eine Militärbasis der NATO geben könnte. - Keiner weiß, ob das denn wirklich so ist, aber nun nimmt der Verwalter der Angelegenheit der PSC/PSOE, Manuel Marcos die Gelegenheit wahr, zwischen den Koalitionspartnern der PSC/PSOE und der Partido Popular im Inselparlament Zwietracht zu sähen. Wir erinnern uns, die sozialistische Basis der Insel und die sechs Ratsmitglieder, welche im Cabildo Insular sitzen, sind und waren bereit, mit der Partido Popular gemeinsame Sache zu machen, um zu verhindern, dass der Lobbyistenverein der Coalición Canaria weiterhin die Geschicke dieser Insel auszunutzen vermag, aber die Parteiführung auf Ebene des Gobierno de Canarias ist dagegen, denn dort regiert man zusammen mit dieser Coalición Canaria, weil ein paar Leute den eigenen Vorteil suchen. - So hat man ja nun das zweite Mal die Ratsmitglieder aus der eigenen Partei mit einem Ausschlussverfahren überzogen, weil die Sozialisten hier standhaft geblieben sind, lieber mit der Partido Popular, als mit der Coalición Canaria, ist auf La Palma das Motto, und das sollte man doch respektieren. - Macht man aber nicht, und so nutzt der von der Parteiführung eingesetzte Verwalter der PSC/PSOE, Manuel Marcos die Gelegenheit, eben mit dieser fiktiven Sache, einer möglichen Militärbasis der NATO auf La Palma, Zwietracht zwischen den beiden koalierenden Blöcken der sozialistischen Räte und der bürgerlichen im Inselparlament einzubringen. - Er verfasst eine scharfe Pressemitteilung, welche sich heftig gegen die Militärbasis wendet, und gleichzeitig erneut die Partido Popular deutlich als rechte Kraft herabwürdigt, und weiß ganz genau, dass diese Beschuldigungen das Zusammenarbeiten der ungleichen Kräfte im Cabildo Insular nicht fördern können. - Und das ist genau seine Absicht, er will Misstrauen und Streit bringen, dass man vielleicht sich doch so auseinanderlebt, dass die Koalition im Cabildo Insular nicht weiter funktioniert. - Ich kann nur hoffen, für diese Insel, dass diese Taktik nicht greift, und die Räte im Cabildo Insular diesen unschönen Schachzug des Manuel Marcos zu deuten wissen, und sich davon nicht beeinflussen lassen. - Es gibt natürlich deutliche Gegensätze zwischen Partido Popular und den Sozialisten, aber das sind alles Themen, welche die nationale Entwicklung beeinflussen, nicht aber das, was wir hier auf der Insel machen oder machen können. - Sicher aber wird man in der Parteiführung der PSC/PSOE auch weiterhin jede Möglichkeit wahrnehmen, Streit in der neuen Inselregierung zu schüren, der ärgste Feind sitzt im eigenen Haus und da frage ich mich, warum geht man da eigentlich nicht raus geht und ein neues Heim sucht.

Und es wird regnen auf La Palma, heute Nachmittag/Abend und in der kommenden Nacht. - Warmer Wind aus Südosten wird das begleiten, aber keinerlei Unwetter, einfach nur ein bisschen Regen und am Montag ist dann schon wieder alles vorbei.



Freitag 11.04.2014 19:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 19 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 63 % - Luftdruck 1011 hPa
Höchsttemperatur heute 20,3 Grad - niedrigste Temperatur 13,2 Grad

Die Tauben warn´s und nicht Todoque
Nein, wir haben keine anderen Probleme

Jetzt ist es amtlich, die Bürger aus Las Manchas haben sich durchgesetzt, und im Gobierno de Canarias haben nun alle dort in der höchsten kanarischen Korporation vertretenen Parteien einen Antrag gestellt, dass zukünftig das "Monumento Natural Tubo Volcánico de Todoque" diesen Namen nicht mehr führen, sondern "Cueva de las Palomas" heißen soll. - Beim Ausbruch des San Juan im Jahre 1949 öffnete sich der zunächst schmale Lavafluss in ein breites Feld, unterhalb der Ortschaft San Nicolás und dort in dem Lavafeld befinden sich viele Vulkantuben. - Die meisten davon sind eingebrochen, oder überhaupt noch nicht entdeckt, und werden das vielleicht auch niemals werden. - Solch eine Tube, oder Röhre entsteht, wenn schnell fließende Lava auf allen Seiten abkühlt, auch oben, und dann geschützt vor zu schnellem Abkühlen immer weiter fließt. - Stoppt dann der Nachschub von flüssiger Lava, aus welchem Grund auch immer, dann bleibt ein langer Hohlraum zurück, eine Höhle, und wenn lange genug Lava da durchgeflossen ist, dann ist die Decke auch stabil genug, dass man diese Höhle ohne Gefahr betreten kann. - Eine der bekanntesten solche Höhlen ist eben die angesproche Vulkantube von Todoque, und um diese besser für die Besucher zugänglich zu machen, und natürlich auch als Touristenattraktion nutzen zu können, baut man gerade ein ambitiöses Interpretationszentrum, und einen sicheren Zugang in die Höhle. - Ich finde es ärgerlich bis lächerlich, welch riesigen Aufwand in Edelstahl man darum macht, ein einfachere Lösung, in einem etwas passenderen Stil hätte es auch getan, und vor allem hätten wir dann bereits dieses Informationszentrum und den Zugang zur Höhle, dass alle Besucher dort sicher ein und wieder aussteigen können, denn das ist bislang eben nicht so gewesen. - Nun ärgern sich aber die Bewohner des Fleckens Las Manchas eben, dass man dieser Höhle den nicht zutreffenden Namen Tubo Volcánico de Todoque gegen hat, wo doch diese Vulkanröhre gar nicht in Todoque läge, sondern eben in Las Manchas. Und überhaupt, diese Höhle würde den Namen Cueva de las Palomas tragen, also Taubenhöhle, das wäre der richtige Name. - Viele Unterschriften hat man auch gesammelt, aber offiziell wird eben diese Höhle immer noch als Vulkantube von Todoque bezeichnet, aber Todoque ist drei Kilometer weit weg und inzwischen haben sich eben auch die Politiker angeschlossen an Volkes Meinung und fordern jetzt, irgendwie sich selbst dazu auf, diesen "historischen Irrtum" zu korrigieren. - Gut, dass es nicht Krimhöhle heiß, diese Welt ist voller historischer Irrtümer, das wissen wir doch. - Wie denn der Namen Tubo Volcánico de Todoque überhaupt entstanden ist, das erzählt uns der Höhlenforscher Francisco Govantes Moreno, und der ist eben der Auffassung, dass man damals, bei der ersten seriösen Untersuchung dieser Höhle durch Wissenschaftler der Universität La Laguna auf Tenerife, im Jahr 1986 damals eben den Arbeitsnamen Tubo Volcánico de Todoque benutzt hätte und das auch so niedergeschrieben sei. - Auch ist er der Auffassung, dass Taubenhöhle kein guter Name sei, da in fast allen Höhlen Tauben nisten würden, man schaffe so kein Alleinstellungsmerkmal, sondern es gäbe Tausende von Cueva de las Palomas auf dieser Welt. - Gut, das ist seine Meinung, die Anwohner haben eine andere, und die scheint sich nun zu verbreiten, aber es sei doch jedem weiter erlaubt, diese Höhle so zu nennen, wie er will und ich bin mir sicher, dass alle anderen, außer der Leute aus Las Manchas, weiterhin Tubo Volcánico de Todoque dazu sagen werden. Für mich ein sinnloser Streit um lokale Egoismen, aber vielleicht soll uns das auch sagen, so lange wir Zeit und Kraft haben, uns um solche Angelegenheiten zu kümmern, so lange kann diese Krise nicht so fruchtbar sein. - Also, die Höhle aus Todoque wird nun zur Taubenhöhle, alle Tauben werden froh sein, und irgendwie haben wir keine anderen Probleme.

Fulanito de tal dice hoy: Quedarse compuesta y sin novio
Herausgeputzt und ohne Bräutigam - Wenn man sich ganz besonders angestrengt hat, besonders viel Mühe gegeben hat, um ein Ziel zu erreichen, dieses aber verfehlt, dann kann man das so ausdrücken, man hat sich fein gemacht, aber man bleibt trotzdem ohne Bräutigam.



Bauarbeiten im Lavafeld für das Interpretationszentrum





Freitag 11.04.2014 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 65 % - Luftdruck 1012 hPa

Doppelkultur
Klassik und Liedermacher heute Abend

Noch bevor der Kulturbeauftragte das Klavierkonzert beschreiben kann möchte ich daran erinnern, dass heute Abend in La Laguna, in der Wohnwagensiedlung von Holger, der Liedermacher Götz Widmann auftritt. - Gegenüber der Schule von La Laguna, neben der Bananenpackerei geht es rein. - Um 20:00 Uhr wird das losgehen, der Eintritt kostet 5 Euro und die gehen zu Gunsten der Hilfsorganisation SOS La Palma.

Klavierabend mit Miriam Gómez Morán heute Abend

Der Kulturbeauftragte findet ja im Grunde, dass Ludwig van Beethoven, sein Lieblingskomponist, zu kurz kommt. Das liegt einerseits daran, dass dessen populärste Werke ein großes Orchester erfordern, und das kann oder will hier niemand bezahlen. Andererseits ist eben der große Meister aus Bonn nicht explizit für sein kammermusikalisches Schaffen berühmt. Vollkommen zu unrecht übrigens, aber das nur nebenbei.

Wir kommen am heutigen Freitag in den seltenen Genuss, Kompositionen hören zu dürfen, die auf Ludwigs Werken basieren. Das kommt auch nicht allzu häufig vor, und deshalb sollten sie die Gelegenheit nutzen. Der von ACAPO (Asociación Cultural Amigos Palmeros de la Ópera), also dem palmerischen Opernfreundeverein veranstaltete Kammermusikzyklus strebt prinzipiell an, regelmäßig seltener gespielte Stücke auf dem Programmzettel zu haben. Die kleine Nachtmusik kennt ja auch schon jeder in was weiß ich wie vielen Interpretationen.

Der Abend wird mit zwei musikalischen Legenden über zwei Heilige von Franz Liszt beginnen, auch um der bevorstehenden Semana Santa eine Referenz zu erweisen. Nach der Pause erklingt dann eine Fantasie von John Corigliano, basierend auf dem Ostinato der 7. Sinfonie von Beethoven. Und zum Abschluss gibt es einen Leckerbissen, die achte Sinfonie Beethovens, komplett, in der Klavierfassung von Franz Liszt. Die durfte ich schon mal hören und bin nun vor lauter Vorfreude schon ganz hibbelig!

Dargeboten wird das ganze von Miriam Gómez Morán, einer exzellenten, sympathischen Pianistin aus Salamanca, wo sie auch den Lehrstuhl für Klavier innehat. Miriam Gómez spielte in halb Europa in Sälen und auf Festivals, unter anderem dem "Fringe Festival" in Edinburgh, welches ich aus eigener Erfahrung dringend empfehle. Eine Teilnahme an einem Liszt-Festival in den Vereinigten Staaten steht ebenfalls in ihrem Lebenslauf. Ich habe das Gefühl, dass das ein sehr schöner Abend wird.

Veranstaltungsort ist wieder das bezaubernde Stadttheater Circo de Marte in Santa Cruz (jeder sollte mal dort gewesen sein!), Beginn ist um 20.30 Uhr, Karten gibt es zum Schleuderpreis von € 10 ab 19.30 Uhr an der Abendkasse.

Mit musikalischen Grüßen


Ödi Jonitz, ihr Kulturbeauftragter




Miriam Gómez Morán





Donnerstag 10.04.2014 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 17 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 60 % - Luftdruck 1012 hPa
Höchsttemperatur heute 18,1 Grad - niedrigste Temperatur 15,2 Grad

Querbeet
Un poco de todo

Von allem ein bisschen. - Fangen wir lecker an, Bodegas Noroeste de La Palma, welche Weine unter den Marken Vega Norte und Acertijo auf den Markt bringen, haben auf zwei internationalen Weinmessen wieder reihenweise Preise eingesammelt. Auf der Wine Master Challenge, welche in Estoril stattgefunden hat, gab es gleich sieben Medaillen, fünf davon für Weine Vega Norte, zwei für Acertijo. - Dann hat auch noch in Lyon der Concours International des Vins stattgefunden und dort hat man weitere drei Medaillen eingefahren, und immer dabei ist der Vega Norte Albillo Criollo 2013. - Ist auch wirklich ein Klasse Wein, schön wenn man noch ein paar Flaschen davon im Supermarkt herumstehen hat, und sich später noch davon eine kauft, mache ich immer, wenn es wieder Medaillen gegeben hat und ich habe schon viel von den Wein getrunken… - Vega Norte sind Weine aus La Palma, Acertijo sind Weine auf La Palma gemacht, allerdings mit Trauben aus Tacoronte auf Tenerife. - So laufen die Weine Acertijo auch nicht unter der Siegel des D.O. La Palma, sondern unter DOP Vinos de Calidad de Las Islas Canarias.

Mehr Licht! - Am Dienstag wurde in unserer Hauptstadt Santa Cruz die neue Beleuchtung der Plaza de España eingeweiht. - Das ist der Platz zwischen dem Rathaus und der Kirche Matriz de El Salvador, rund um den Platz und auch der Platz selbst sind nun Teil einer künstlerischen Beleuchtung, welche die Stiftung Endesa entworfen und auch bezahlt hat. - Endesa ist ja unser Stromlieferant hier auf der Insel, auf den wir oft sauer sind, weil viel zu häufig der Strom ausfällt und es ständig große Schwankungen in der Spannung gibt. - Die Stiftung allerdings hat sich jetzt bei uns, und besonders bei den Hauptstädtern sehr eingeschmeichelt, das muss richtig schön sein dort abends, das habe ich mir aus verlässlicher Quelle so sagen lassen. - Auch sei die Beleuchtung mit dem Himmelsgesetz vereinbar, das befasst sich ja mit dem Thema Lichtverschmutzung, um die Astrophysiker mit ihren zahlreichen Teleskopen hier auf der Insel nicht zu verprellen.

Die IU, die Izquierda Unida, also die vereinigten Linken haben im Abgeordnetenhaus im Madrid eine Anfrage gestartet, ob man denn La Palma als Militärbasis für eine gemeinsame Nato-Afrikapolitik hernehmen will. - Auf der einzigen Kaserne der Insel, "El Fuerte" in der Gemeinde Breña Baja, welche eigentlich geschlossen werden sollte, habe es Besuch von amerikanischen Soldaten gegeben, so hätte man das erfahren. - Und nun hat man Bedenken, dass auch La Palma mit als Basis für mögliche Afrikaeinsätze herhalten soll, und welche Rolle denn da die Kaserne und der Besuch der amerikanischen Soldaten spielen würde. - In der Tat könnte man sich schon vorstellen, dass man diese, fast leerstehende Anlage schon vom Militär nutzen wolle, die Nähe zum Hafen und zum Flughafen könnte da schon Begehrlichkeiten wecken. - Aber ob da was dran ist, keine Ahnung, aber die werden ja eine Antwort finden, im Abgeordnetenhaus, oder weiß mal wieder keine Bescheid, was die Amerikaner hier auf La Palma machen. - Es gab ja mal einen amerikanischen U-Boot Abhörposten in Puerto Naos, Reste des Anlage sind immer noch vorhanden, aber ich weiß jetzt gar nicht mehr, bis wann die eigentlich dort stationiert waren.

Fulanito de tal dice hoy: Quedarse como un pajarito
Wie ein Vögelchen sein - Festhalten, das heißt, friedvoll sterben, ohne zu Klagen oder Bewegungen zu machen, einfach einschlafen, für immer, ich kannte den Spruch nicht.



Eine riesige Kaserne für nur ganz wenige Soldaten





Donnerstag 10.04.2014 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 55 % - Luftdruck 1012 hPa

Das Parteiwürgen
PSC/PSOE und Coalición Canaria gegen La Palma

Im Moment regiert eine brauchbar funktionierende Koalition aus Partido Popular und den sechs Räten, die unter den Zeichen der PSC/PSOE angetretenen sind, aber wohl nur noch förmlich dieser Organisation angehören. - Im November hatte man ein Misstrauensvotum angeregt, die PP und PSC/PSOE gegen die damals in Minderheit regierende Coalición Canaria, und dabei ist es zum Streit gekommen, denn die PSC/PSOE auf Ebene des Gobierno de Canarias sitzt in der Regierung der autonomen Region Kanarische Inseln mit der Coalición Canaria und da gefällt es natürlich dem Koalitionspartner nicht, wenn La Palma plötzlich aus dem Einfluss dieser Gruppierung rutscht. - Bringt das in Ordnung, könnte der Befehl gelautet haben, und so versuchen die Granden der PSC/PSOE seit langem, die eigenen Leute loszuwerden. - Der erste Parteiausschluss ist allerdings in die Hose gegangen, denn man war nicht in der Lage, die Dokumente form- und fristgerecht zuzustellen. - Das ist inzwischen vierfach juristisch bestätigt, einmal der Sekretär der Gemeinde, dann eine einstweilige Verfügung des Gerichtes in Santa Cruz, dann eine Ablehnung einer anderen einstweiligen Verfügung seitens des Verwaltungsgerichtes in Tenerife, wo die Coalición Canaria gefordert hatte, das Misstrauensvotum als ungültig zu werten, und nun kommt gestern auch das endgültige Urteil des Verwaltungsgerichtes, welches bestätigt, dass zum Zeitpunkt der Wahl des Misstrauensantrages die sechs Räte der PSC/PSOE noch Mitglieder der Partei waren, also die Geschichte rechtskonform war. - Man möchte nun meinen, das ist nun gut damit, jetzt sollte man die Leute doch in Ruhe ihre Arbeit machen lassen, aber so leicht ist das nicht, wenn andere Kräfte um ihre Pfründe und Einflüsse fürchten. - Die Coalición Canaria hat inzwischen angekündigt, dass man bis zum höchsten Gerichtshof gehen wird, das Misstrauensvotum sei ungültig, denn die Räte der Sozialisten hätten sich versteckt, damit man ihnen die Parteiausschlüsse nicht übergeben könne, und diese somit zu spät und damit nicht mehr fristgerecht übergeben werden konnten. - Natürlich sind die nicht hingegangen, und haben bei der zuständigen Behörde, dem Cabildo Insular gefragt, habt ihr zufällig einen Rausschmiss meiner eigenen Partei bei euch, den ihr mir zustellen sollt, aber mit ein ganz bisschen Aufwand hätte man ja vielleicht bei denen zu Hause vorbeifahren können, wenn das denn so dringend gewesen ist. - Nach den jetzigen Urteilen ist es nicht anzunehmen, dass weitere Instanzen da gegenteilige Urteile fällen, aber ganz auszuschließen ist es natürlich auch nicht, also bleibt ein bisschen Spannung bestehen. - Die PSC/PSOE hat nun erneut den sechs Räten der Partei ein Ausschlussverfahren zugestellt, dieses Mal hat das ein Notar gemacht, und die Räte haben dagegen Einspruch erhoben. - Allerdings ist es nicht anzunehmen, dass diese Einsprüche von der Partei hoch bewertet werden, aber es steht noch ein weiteres Urteil aus, nämlich die endgültige Entscheidung der Kammer in Santa Cruz de La Palma, die bislang ja nur mit einer einstweiligen Verfügung reagiert hatte, und die Nichtigkeit des ersten Parteiausschlusses bestätigt hat. - Darauf berufen sich nun die sechs Räte, denn man hatte in dieser Zivilklage dahingehend argumentiert, dass dieser Rausschmiss die Bürgerrechte und auch die Rechte von Parteimitgliedern verletzen würde. Affentheater auf Parteiebene auf La Palma, die einzigen Nutznießer dieses unwürdigen Wahnsinns sind die Partido Popular und die Parteiverdrossenheit der Bürger. - Lasst die doch einfach in Ruhe arbeiten, wenn die schon mal was tun, und es geht doch um die Insel, und nicht um Recht haben oder Postengeschacher im Gobierno de Canarias.



Mittwoch 09.04.2014 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 46 % - Luftdruck 1011 hPa
Höchsttemperatur heute 21,4 Grad - niedrigste Temperatur 13,7 Grad

El Paso fördert den Tauschhandel
Gute Idee, oder geschäftsschädigend?

"El Trueque" nennt man hier den Tauschhandel, den ältesten Typ des Handles sowieso, und dabei lässt man eben das Geld außen vor, und einer gibt, was er zu geben vermag, und bekommt dafür vom Gegenüber ein anderes Produkt. - Dass man nun zum Teil dahin zurück will, das ist aus der Not geboren, aus der augenblicklichen Situation der Krise, und dass es viele Menschen hier gibt, die sich einfach ganz wenig leisten können. - Der Tauschhandel ist längst auf privater Basis ein probates Mittel geworden, wie soll denn auch ein Arbeitsloser mit minimaler Unterstützung eine Fachkraft bezahlen können, wenn der Fernseher kaputt ist oder der Wind ein paar Dachziegel vom Haus gerissen hat. - Dafür kann es Kartoffeln geben, oder eine Gegenleistung, ich helfe dir bei deinem Haus, wenn du mir bei meinem hilfst. - Wenn man das konsequent weiterdenkt, dann geht das natürlich schon in Richtung Schwarzarbeit, eines der großen Probleme des Landes, allerdings auch ein Garant dafür, dass Armut nicht zum Elend wird. - Ich werfe da nicht mit Steinen auf jemand, der, um seine Familie zu ernähren, schwarz arbeitet, denn oftmals bekäme er den Job ja gar nicht, wenn er das anmelden und versteuern würde, da das Produkt oder die Arbeitskraft zu teuer wird. - Klar muss man versuchen, da so schnell wie möglich rauszukommen, Schwarzarbeit ist schädlich für die gesamte Volkswirtschaft, allerdings rettet die Schwarzarbeit hier im Moment vielen Leuten das Abendbrot. - Einen Tauschhandel hat aber bislang noch keine öffentliche Korporation angeboten, das ist neu, und da wird man sich wohl seitens des Rathauses El Paso auch Kritik anhören müssen, dass man diesen Tauschhandel auch noch unterstützt. - Zumindest werden die Gewerbetreibenden in Sachen Klamotten wenig darüber erfreut sein, dass man in der Sozialstation von El Paso Klamotten tauschen kann, also man bringt seine, bitte sauber, komplett und in gutem Zustand, und kann sich dafür andere Sachen mitnehmen. - Man kann aber auch nur hinbringen, und die bekannten und eingeschriebenen Bedürftigen, die bekommen natürlich die Kleidung auch, ohne dass sie dafür welche abgeben müssen. - Nein, nichts wirklich Neues, nur eben dass man in El Paso das jetzt von der Gemeinde aus fördern will, übrigens nach einem Schulprojekt, welches das lokale Oberstufenzentrum angeschoben hatte. Montag, Mittwoch und Freitag, von 09:00 bis 12:00 Uhr in der Sozialstation, das ist das ehemalige "Centro Sanitario" und liegt direkt neben der Casa de la Cultura. - Interessante Geschichte, mal sehen, was die Händler davon halten und ob sie es wagen, laut Kritik zu üben.

Fulanito de tal dice hoy: Quedarse colgado
Hingehängt sein - Da werden zwei Bedeutungen genannt. - Wenn man eine Angelegenheit nicht beenden kann, dann ist die auch hingehängt, ober aber, wenn man verlassen wird von einem anderen Menschen, dann ist das auch hingehängt.



Mittwoch 09.04.2014 10:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 62 % - Luftdruck 1012 hPa

Ken liegt im künstlichen Koma
Ostern ohne Waschmaschine?

Es gibt wenige Dinge, die meine Frau richtig erschrecken können. - Nach so vielen Jahren Ehe mit mir ja keine wirkliche Überraschung, aber wenn die Waschmaschine nicht funktioniert, dann wird meine Frau nervös. - Und am Freitag kommt auch noch die ältere Tochter, die bringt dann auch immer reichlich Schmutzwäsche mit, und zwei Apartments und die Familie hier, ohne Waschmaschine ist man dann ziemlich aufgeschmissen. - Nach Emmas Ableben, ich glaube es war vor drei Jahren, haben wir uns dazu entschieden eine größere Maschine zu kaufen, von Balay. - Ganz in dem Glauben, dass diese spanische Marke uns im Fall des Falles besser mit Ersatzteilen beliefert, als das mit der AEG hier war. - Lange haben wir für einen neuen Namen des neuen Familienmitgliedes gerungen, und glauben Sie mir, unsere Waschmaschinen waren immer Familienmitglieder, immer wenn Emma ihre Tage hatte, dann war die Laune meiner Frau irgendwo am südlichen Wendekreis der Depression angelangt, und das ist kein positiver Ausgangspunkt, für ein friedliches Zusammenleben. - Nach Emma eins und zwei ist unsere jetzige Waschmaschine männlichen Geschlechts, der Balay ist ein Kerl, mit Namen Ken, wobei der Name ja eigentlich belegt ist, durch diesen geschlechtslosen Schleimling an der Seite Barbies, welcher dieser Welt so viel geschenkt hat, wie die FDP der Caritas. - Ich war gegen diesen Namen, richtige Männer heißen Manfred, Karl oder José, aber was mache ich denn gegen die drei Frauen, bezahlen und nach Diktat spazieren gehen, und wenn es drauf ankommt, Waschmaschinen schleppen, wenn Ken nämlich die Drüsen flattern. - Vorgestern, ich komme nach Hause und merke gleich, irgendwas ist passiert, aber keine nahe Verwandte ist gestorben, die Mathematikarbeit der jüngere Tochter auch noch nicht korrigiert, es muss also wirklich was Schlimmes sein, und als ich endlich dazu komme, meiner Frau langsam die Fakten zu entlocken, da gesteht sie mir, dass Ken einen Code gesendet hat, einen Ping heißt das ja in unseren Zeiten, und diesem Code ist zu entnehmen, dass man den Servicedienst rufen soll, sonst geht da nichts mehr mit Dienstbarkeit. - Die freundliche Dame am Telefon nimmt das alles auf, ich glaube sogar ihr mitfühlendes Kopfnicken durch das Telefon zu sehen, meine Frau braucht die Waschmaschine so dringend wie die Merkel die SPD, und sie wird sofort den Techniker anpingen, der wird sich dann bei uns melden. - Hat er auch getan, gestern war er da, und hat festgestellt, dass meine Frau die einzige lebende Person ist, die an einer Markenwaschmaschine die Schleifkohlen innerhalb von drei Jahren komplett runterbürsten kann. - Das ist uns mit Emma auch schon passiert, man sollte mal Feldstudien ansetzen, ob meine Frau zu robust Waschmaschinen strapaziert, und ob es nicht irgendwo einen Paragraphen gibt, der das regeln könnte. - Schleifkohlen hätte er da, das ist nicht das Problem, aber die Elektronik sei auch durchgebrannt dabei und das Teil müsste erst bestellt werden, und weil kommende Woche Ostern ist, kann man das Ding jetzt noch nicht bestellen. - Ich habe bei vielen Dingen schon lange aufgehört nachzufragen, vielleicht mögen mich die Leute hier deswegen, vielleicht ist es auch nur ein Schutzmechanismus, der mich vor vorzeitigem Wahnsinnserguss schützt, wir müssen also drei Wochen warten, bis das Ersatzteil da ist, ich freue mich den Weg über ein Markenprodukt zur Kundenzufriedenheit gesucht zu haben, während meine Frau wimmernd in einer Ecke kauert und immer Ken, verlass mich nicht, stammelt. - Aber ich kenne den Techniker, das ist der Cousin von Kiko, dem Ex-Wirt der Abuela und jetzt Chef der Casa Kiko, wie phantasievoll, und der hat schließlich ein Einsehen und eine plumpe wie direkte Hilfsidee, er wird uns, so lange das Ersatzteil nicht da ist, eine Ersatzwaschmaschine zur Verfügung stellen. - Heute Morgen, noch bevor ich überhaupt an den Rechner komme, rumpelt es schon die Eingangstreppe herunter, und der Techniker kommt mit einem Ungetüm der Weißen Ware auf Sackkarre um die Ecke, grinst mich an und sagt, das hast du mir gestern doch sicher nicht geglaubt, dass ich das wirklich bringe. - Ken ist im künstlichen Koma, wir haben ihn abgedeckt im Gästebad aufgebahrt, eine Managerin wird nun einmal die Woche ein Bulletin über seinen Zustand verkünden, und meine Frau bespricht gerade mit der Lynx, so steht das auf den Ersatzmaschine, wie sie sich das denn vorstellt, die nächsten drei Wochen. - Ich weigere mich der Maschine einen Namen zu geben, Befindlichkeiten bei Haushaltsgroßgeräten sind mir ein Gräuel, und mein dreiwöchiger Dank gilt dem pfiffigen Techniker, der mir drei grausame Wochen ohne Waschmaschine erspart hat. - Nicht die Marke ist es, sondern die Menschen. - Einmal mehr, so ist La Palma.



Dienstag 08.04.2014 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 22 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 39 % - Luftdruck 1012 hPa
Höchsttemperatur heute 22,8 Grad - niedrigste Temperatur 13,2 Grad

Keiner will mehr Umgehungsstraßen
Barlovento, El Paso, Tazacorte

In El Paso wollte man ja auch keine Umgehungsstraße, man hat uns aber eine aufgezwungen, und dann kommen die aus dem Gobierno de Canarias auch noch und machen daraus gleich eine echte Autobahn. - Die will zwar weder Gemeinde, noch Inselregierung, alle drei politischen Parteien haben das gleiche dazu gesagt, weg mit dem Plan, der ist unrealistisch und sollte auf irgendwann verschoben werden, wenn es tatsächlich eine Notwendigkeit dafür gibt und überhaupt Geld vorhanden ist. - Auch die Umgehungsstraße ist umstritten, auch wenn die deutlich kleiner geplant war, aber man würde eben Gelände fragmentieren, und eben den Verkehr aus El Paso heraushalten und das will man gar nicht, denn der Nebeneffekt wäre ja, dass die Geschäftswelt in El Paso dann deutliche Einbußen hinnehmen müsste. - Die Leute würden dann an El Paso vorbeirauschen und gleich weiter fahren nach Los Llanos, und nicht eben unterwegs, und eben ohne abzubiegen oder Umwege fahren zu müssen noch Einkaufen können oder die Gastronomie besuchen. - Den Fernverkehr mit LKW, den könnte man, sollte die Südstraße jemals ausgebaut werden, dann über den Süden fahren lassen, das hätte dann auch den Vorteil, dass die schweren LKW nicht mehr auf fast tausend Höhenmeter klettern müssen, sondern auf einer fast ebenen Straße fahren könnten. - Der PKW-Verkehr bleibt wie er ist, und alles ist bestens. - Es ist ja auch so, dass der Fahrzeugpark auf der Insel nicht weiter anwächst, im Gegenteil, diese Insel hat reichlich Einwohner verloren, und es wird in Zukunft eher so sein, dass der Verkehr weniger wird, und nicht mehr. - Tazacorte wird wohl um die Umgehungsstraße nicht mehr herumkommen, ein Teil der Trasse ist ja bereits geschoben worden, dann wurde die Bautätigkeit aber wieder unterbrochen, weil man eh kein Geld hat, das alles zu stemmen. - Aber auch aus Tazacorte hört man meist mahnende Worte, die Straße ist doch eher schlecht für uns, weil man dann an allen Geschäften und Restaurants vorbeifährt und denen dann das Geschäft entgeht. - Nun gibt es auch noch einen Ruf aus Barlovento, da ruft der Bürgermeister jetzt öffentlich um Hilfe, man möge doch bitte keine Umgehungsstraße mehr bauen, sonst würde der Ort zu sehr leiden, wenn gar niemand mehr in den Ort fährt. - Das ist ein Ding, welches sich die Raumordnungsplaner nicht wirklich überlegt haben, Umgehungsstraßen können nicht nur ein Segen sein, sondern eben auch ein Fluch, besonders eben im Fall von El Paso, wenn man aus einer kleinen Umgehungsstraße dann gleich eine Autobahn macht. - Gerade vor ein paar Tagen gab es eine groß angekündigte Konferenz mit dem Titel ciudades inteligentes, oder smart cities, und es ist wohl erlaubt, wirklich neue Ideen mal zu bringen und nicht Raumordnungsmuster durchzuziehen, die man in den letzten vierzig Jahren nicht anders gemacht hat. - LKW raus aus den Städten, aber nicht die Kunden, Besucher und Gäste, die Orte brauchen diese "Durchblutung", sonst wird man zur Marginalie, und das können wir uns schlichtweg nicht leisten.

Fulanito de tal dice hoy: Quedarse algo en el tintero
Etwas bleibt im Tintenfass - Wenn etwas vergessen wird, dann kann man das auch so ausdrücken.



Das war, als noch gebaut wurde an der Umgehungsstraße, man kann die Trasse erkennen und Baufahrzeuge sind da noch, inzwischen ist alles ruhig





Dienstag 08.04.2014 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 56 % - Luftdruck 1012 hPa

Man kann die Dinge ja auch kaputtreden
Kleinliche Egoismen oder politische Strategie?

Es geht wieder um das sportliche Großereignis Transvulcania, und wie aus einem hervorragenden Spektakel langsam aber nachhaltig ein Streitobjekt zwischen Interessengruppen aus diversen Gemeinden wird. - Fünfmal ist alles gut gegangen, die gesamte Insel stand hinter diesem Rennen, und jeder versuchte sein Bestes zu geben, damit dieses Rennen ein kompletter Erfolg wird. - In diesem Jahr liegen die Dinge ein bisschen anders, denn Gemeinden wie Los Llanos, und jetzt auch noch Fuencaliente, die beklagen sich plötzlich über ungerechte Verteilung der Zuwendungen, wobei doch gerade diese beiden Gemeinden die meistbeteiligten an der Transvulcania sind. - In Fuencaliente ist der Start des Rennens, im großen Hotel dort wohnen Hunderte der Teilnehmer und dann findet auch noch das Master-Class Trainingscamp dort statt, aber der Bürgermeister hat nichts anderes auf dem Kasten, als sich in einer Presseerklärung darüber zu beklagen, dass man mehr machen will als nur Müll wegräumen und Wanderwege reparieren. - Was er haben will, das ist die Übergabe der Trikotnummern und genau das ist es, was den ganzen polemischen Charakter in die Spur gebracht hat, dass man nämlich in diesem Jahr die Übergabe der Startnummern nicht mehr in Los Llanos macht, sondern in Los Cancajos und es seit dem einen widerlichen Hickhack zwischen den Organisatoren und des Rennens gibt, und den beiden Gemeinden, welche sich eben von den Verantwortlichen des Laufes benachteiligt fühlen. - Zunächst war da nur Los Llanos, die haben sich beklagt, dass man ihnen die Vergabe der Startnummern und auch die "Läufermesse" weggenommen hat, denn das hat ganz viele Leute in den Ort geholt und die Einzelhändler und auch die Gastronomie haben daran hervorragend verdient. - Dabei vergisst man in Los Llanos, das bei der ersten Transvulcania die Vergabe der Startnummern und die Messe in El Paso stattgefunden haben, der Ort, durch dessen Gemeindegebiet der größte Teil des Laufes stattfindet, aber aus El Paso hat man sich niemals beklagt, dass man ihnen da was weggenommen hat, als im Jahr 2010 dann die Rahmenveranstaltungen der Transvulcania fast allesamt nach Los Llanos gegangen sind. - Vielleicht ist es dann doch etwas politisches, denn die beiden Gemeinden, die sich beklagen, obwohl sie Protagonisten des Rennens sind, die sind in den Händen der Coalición Canaria, und der Veranstalter, das Cabildo Insular, das ist seit nun vier Monaten nicht mehr unter deren Leitung, sondern eine frisch aufgestellte Truppe aus Partido Popular und den Sozialisten haben es endlich geschafft, die Coalición Canaria aus dem Amt zu drängen. - Fünfmal hat niemand gemeckert, weder in Los Llanos, noch in Fuencaliente, und wenn man die Einzelhändler in Los Llanos noch halbwegs verstehen kann, weil die sich daran gewöhnt hatten, dass alles in deren Stadt abzugreifen ist, so kommt die Kritik aus Fuencaliente ganz fadenscheinig daher, denn heute hat man mehr Veranstaltungen als noch in den vergangenen Jahren, aber jetzt beginnt man sich zu beklagen. - Es ist wohl doch eher ein jämmerliches Stück kleingeistiger Politik, welches wir da aus Los Llanos und besonders aus Fuencaliente zu hören bekommen. Wir können nur hoffen, dass diese Polemik nicht dem Rennen schadet, das ist ein inselweites Ereignis und nicht Besitz einer oder mehrerer Gemeinden oder gar politischer Interessen und man sollte sich ganz schnell wieder in Los Llanos und Fuencaliente beruhigen, sonst könnten ja andere Gemeinde auch mal auf die Idee kommen, Start- oder Zielgemeinde des Rennens sein zu wollen.



Montag 07.04.2014 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 42 % - Luftdruck 1012 hPa
Höchsttemperatur heute 21,5 Grad - niedrigste Temperatur 13,6 Grad

Trainieren mit den Profis
Timothey Olsen und Anna Frost machen Ihnen Beine

Wer es nicht wissen sollte, die beiden sind Profisportler für die ganz langen Bergrennen, die "Skyrunner", und beide laufen dieses Jahr wieder den Ultramarathon Transvulcania. - Anna Frost hat die auch schon gewonnen, 2012 war das und hält bei den Frauen auch noch den Rekord, die Neuseeländerin weiß also, von was sie spricht. - Letztes Jahr war sie hier, aber leider hatte sie eine Verletzung noch nicht ausreichend ausgeheilt, also verzichtete sie auf den Start. - Dieses Jahr will sie aber unbedingt laufen, und alles deutet auf einen Dreikampf bei den Damen hin, zwischen Nuria Picas, Emelie Forsberg und eben Anna Frost. - Timothey Olsen ist Nordamerikaner, ist die Transvulcania auch schon gelaufen, wird das auch dieses Jahr wieder machen und gehört deutlich zum Favoritenkreis. - Und die beiden geben Anfang Mai hier eine "Master-Class" und werden Tipps und Techniken verraten, wie man denn solche körperlichen Höchstleistungen bringen kann, und auch, wie man denn dabei gesund bleibt. - Das Ganze nennt sich Training Camp Plátano de Canarias Transvulcania 2014, ja, der Sponsor hat auch das Recht genannt zu werden, denn wir haben ja gerade letzte Woche noch erfahren dürfen, dass jetzt der Verband der kanarischen Bananenzüchter auch als Sponsor bei der Transvulcania eingestiegen ist. - Also, der Kurs dauert drei Tage und zwei Nächte, und die verbringt man im Hotel Princess im Süden der Insel, und kostet für den Kurs, die Übernachtungen und auch noch den Transfer aus Santa Cruz ins Hotel und zurück nur 95 Euro, und das erscheint mir ein sehr günstiger Kurs zu sein. - Allerdings werden die beiden Sportprofis sicher nicht den gesamten Kursus geben, das machen dann ein Medizinexperte, so heißt das in der Presseerklärung, und auch ein Trainer für Ausdauerportarten, der besonders auf solche Bergrennen spezialisiert ist. - Vom 2. bis zum 4. Mai läuft das Trainigscamp, und Unterricht wird es Freitagabend geben, Samstag Vormittag und Abend, und am Sonntag noch eine Einheit in der Früh. - Man kann aber auch alle Einheiten alleine buchen, das kostet dann jedes Mal 25 Euro, und wenn man darüber bereits in der Webseite lesen könnte, wann was stattfindet, so wie da in der Presseerklärung eigentlich steht, dann sucht man sich vielleicht nur das raus, was man auch machen will. - Pfiffig ist das Ganze aber schon, und vielleicht denkt nun der eine oder andere daran, der sowieso an der Transvulcania teilnehmen wollte, da mache ich mit, hole mir noch ein paar gute Tipps und fahre halt schon ein bisschen früher nach La Palma. - Die sollen uns nur alle willkommen sein, die Transvulcania ist eh eine prima Werbeveranstaltung für uns. - Auch geht aus der Pressemitteilung hervor, dass für die beiden Modalitäten Marathon und vertikale Kilometer noch Plätze zu vergeben sind, man kann sich dafür also noch einschreiben, der Halbmarathon und der Ultramarathon, die sind schon eine Weile "ausverkauft", obwohl man hat die Teilnehmerzahl sogar noch mal erhöht hat.

Fulanito de tal dice hoy: Quedar todo en casa
Es bleibt alles zuhause - Wenn man eine Angelegenheit auf dem kleinen Dienstweg klärt, ohne dass die Geschichte groß bekannt wird.





Montag 07.04.2014 10:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 16 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 35 % - Luftdruck 1013 hPa

Pressesplitter
Um das große Thema herumschreiben

Das "große Thema" ist natürlich die Geschichte um den neuen Versuch, die sechs Ratsmitglieder der PSC/PSOE aus der Partei zu werfen. - Die haben erneut Parteiausschlüsse erhalten, dieses Mal von einem Notar überreicht, werden sich aber mittels Einspruch dagegen wehren. - Alles andere tritt daneben deutlich in den Hintergrund, aber wir müssen das einfach abwarten, und es steht ja auch noch ein Urteil des Gerichtes in Santa Cruz aus, welches die sechs Räte nach dem ersten Parteiausschluss angeregt haben. - Auf den Nebenschauplätzen tummelt sich eine verworrene Opposition, die nun eine schnelle Ausführung irgendwelcher Aktivitäten rund um die Fuente Santa anmahnt, obwohl man selbst die letzten acht Jahre am Drücker war, und nichts erreicht hatte, um diese Thermalquelle irgendwie zu erschließen. - Jetzt wird man ungeduldig, oder denkt man einfach, dass Opposition so aussieht, dass man das anklagt, was man selbst nicht geschafft hat, nur weil man jetzt nicht mehr in der Verantwortung steckt? - Große Teile der Stadt Los Llanos waren gestern Nachmittag bis in die Abendstunden hin ohne Wasserversorgung. - Um eine lokale Havarie zu beheben, musste man das gesamte Wassernetz der Stadt trockenfallen lassen und erst nach Stunden konnten die Arbeiter der Gemeinde die Reparatur erfolgreich beenden. - Der zuständige Stadtrat allerdings betont, dass es jederzeit wieder zu solchen Havarien kommen kann, denn das Wassernetz der Stadt sei sehr alt und müsste fast komplett erneuert werden. - Um die Wasserversorgung von Los Llanos ist es in den letzten Jahren immer wieder zu deutlicher Polemik gekommen, und schließlich wollte man diesen Dienst privatisieren. - Allerdings kam es nicht dazu, einmal weil die politischen Umstände in der Gemeinde sich geändert haben, auf der anderen Seite aber auch, weil die privaten Dienstleister in Sachen Wasserversorgung sich wohl gar nicht darum bemüht hätten, das marode Leitungsnetz von Los Llanos zu übernehmen.



Sonntag 06.04.2014 18:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 23 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 40 % - Luftdruck 1013 hPa
Höchsttemperatur heute 23,2 Grad - niedrigste Temperatur 13,0 Grad

Wirr und zusammenhanglos
Viel zu gutes Wetter für die Steuerabrechnung

Ich habe sie dennoch gemacht, ich will das hinter mir haben, auch wenn es den ganzen Tag nach Königswetter duftete. - Von mir aus kann das Wetter so weitergehen, aber wir haben noch nicht zu der gewohnten Stabilität zurückgefunden, die uns das große nordatlantische Hoch sonst schenkt. - Es sind aber auch keine weiteren Überraschungen da unterwegs, im Moment, wir bleiben vom Wetter her eher ungefähr, was aber auch bedeuten kann, dass es weiter schön bleibt. - Die ältere Tochter hat sich nun entschlossen, doch ein ganzes Jahr nach London zu gehen, was ich auch für vernünftiger halte, auch wenn wir sie dann in dem Jahr weniger zu Gesicht bekommen, als noch jetzt, wo sie auf Gran Canaria studiert. - Ab September geht das los, und bis dahin muss noch ganz viel organisiert werden, enorm viel Papierkram steht an und das ist alles spannend wie nie. - Die jüngere Tochter, die Kleinere kann man ja nicht sagen, weil sie größer ist als die Ältere, die steckt nun wieder vor einer Woche mit vielen wichtigen Prüfungen, die will doch im das Abitur jetzt hinbekommen und dann im Juni bereits die Prüfung für die Hochschulzulassung schaffen, so herrscht hier wieder die angespannte Stimmung mit Schwingungen von Mathematik, Chemie und Biologie, wobei die ersteren die unangenehmeren Nebenwirkungen bringen. - Kommenden Monat Mai wäre dann das Schuljahr bereits für die Jüngere vorbei, und dann hat sie ein paar Wochen Zeit, sich auf die Prüfung Hochschulzulassung vorzubereiten, die dann im Juli stattfindet. - Aus den Noten der beiden letzten Schuljahre, und den Noten des Tests der "PAU" (Pruebas de Acceso a la Universidad) wird nach einem komplizierten Schlüssel der Notenschnitt ermittelt, der dann aussagt, ob, wo und was man studieren kann. - Sollte alles gut gehen, dann sind wir die im September auch los, so ganz genau wissen wir also gar nicht ob wir uns doch da viel Erfolg wünschen sollen. - Aber natürlich, die müssen weg von hier, zunächst zur Ausbildung und dann ist es sehr fraglich, ob denn die palmerische Volkswirtschaft, die ja eher schrumpft, als zu wachsen, angemessene, oder überhaupt Arbeitsplätze hergeben kann. - Wir haben das ja oft genug schon diskutiert, wir drehen uns da im Kreis, die jungen, und ambitionierten Menschen verlassen die Insel, weil man hier nicht wirklich Karriere oder wenigstens ein ordentliches Auskommen haben kann, für das es sich lohnt, den Schulaufwand und dann die Studienjahre zu opfern. - Wenn wir dann aber mal Projekte auflegen, die viel versprechend sind, dann haben wir nicht die Fachkräfte, die den Projekten dann auch zum Erfolg verhelfen können. - Das, was dem Inselgast ein angenehmes Bild aufwirft, dass wir uns hier kaum verändern und alles deutlich langsamer geht, das ist für den aktiven Teil der Bevölkerung leider Stagnation. - Die Goldene Mitte, das ist immer eine interessante Aufgabe, und ob wir die finden werden, eine ganz spannende Geschichte. - Es gibt aber durchaus Anzeichen dafür, dass wir langfristig wohl auch wieder zunächst Wachstum erzielen können, und wenn wir richtig schlau sind, dann machen wir auch Fortschritt draus, aber ich fürchte mal, wir müssen dafür noch eine Generation abwarten, und die Anstöße werden von außen kommen müssen, daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern. - So, jetzt lasse ich den ganzen Kram liegen, schalte jetzt auch auf Sonntagabend um, freue mich auf meinen Abendspaziergang im Sonnenschein und morgen ist dann wieder Alltag angesagt.

Fulanito de tal dice hoy: Que ruede la bola
Möge die Kugel rollen - Ausspruch von jemandem, der nicht möchte, dass ein Ereignis oder ein Vorgang angehalten wird.



Sonntag 06.04.2014 10:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 72 % - Luftdruck 1014 hPa

Strandortbestimmung
Die müssen da durch in der Hauptstadt

Ob der neue Stadtstrand in Santa Cruz Sinn macht oder nicht, darüber diskutieren wir noch heftig, aber inzwischen sollte der eigentlich fertig sein. - Aus vielerlei Gründen aber hat sich das verspätet, irgendwie haben wir das aus reiner Lebenserfahrung auch bereits erwartet, und eigentlich ist das gar nicht so schlimm, wären da nicht die dauernden Belästigungen durch die Bauarbeiten. - Aber man muss hart sein als Hauptstädter, das war nicht anders, als man dieses Parkhaus gebaut hat, auch Jahre länger als man angegeben hatte, und irgendwo wird immer gebuddelt und zementiert, und wenn wir an den Bau der Umgehungsstraße zurückdenken, als die auch noch das Asphaltwerk dort am Nordende der Stadt stehen hatten, irgendwie können einem die Hauptstädter dann schon manchmal wirklich Leid tun. - Dabei sind die Arbeiten am Strand gar nicht so störend, außer dem Lärm, es ist jetzt vielmehr die Buddelei um die neuen Abwasserleitungen zu verlegen, so wird ab morgen auch wieder nur noch ein Fahrstreifen in Richtung Norden verfügbar sein, was zu deutlichen Staus führen wird, denn jetzt müssen alle warten, wenn die Linksabbieger in die Avenida del Puente nicht fahren dürfen. - Dabei kann man das auch von "oben" machen, also in die Stadt fahren, und zwar von der Umgehungsstraße aus, nur nutzen das die allerwenigsten Fahrzeuglenker und man muss wirklich auch sagen, die Verkehrsführung ist da nicht ganz einfach und sinnvoll gestaltet, so dass man die Leute nicht wirklich daran gewöhnen konnte, diese Alternative zur Avenida Marítima zu nutzen. - Man hätte überhaupt mehr Einfahrten von der Umgehungsstraße in die Stadt planen und umsetzen müssen, großes Ziel hätte sein sollen, dass man die Uferstraße ganz ersetzen kann, um eine große Promenade für die Fußgänger und Strandnutzer zu schaffen, dann könnte man von einem echten Stadtstrand sprechen, den man dort errichtet, jetzt ist es nämlich nur ein Strand an der Stadt, welcher durch die meistbefahrene Straße der Ostseite der Insel von der Stadt getrennt wird. - Vielleicht kann man da ja über die kommenden Jahre noch was drehen, großes Vorbild kann da immer nur der Stadtstrand "Las Canteras" in Las Palmas der Gran Canaria sein, da hat man es geschafft, die Straße wegzubekommen von der Promenade und das wurde mit einem sensationellen Erfolg für den Strand und für diese Großstadt belohnt. - Allein der Strand wird aus Santa Cruz noch keine Tourismushochburg machen, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass man mit den entsprechenden Unterkünften, welche eben auch die Historie der Stadt wiederspiegeln müssten, wohl Gäste locken könnte und diese dann eben auch wieder den Konsum in der Stadt anheben könnten. - Als Einkaufsstadt hat sich Santa Cruz sowieso schon verändert, Dinge des täglichen Bedarfs findet man dort kaum mehr, sondern man hat sich alleine schon wegen der Besucher, seien es nun die vielen Kreuzfahrer, oder auch die Inselbesucher, welche länger als einen Tag bleiben, umgestellt. - Boutiquen, schickere Läden, nicht weil man kaufen muss, sondern kaufen kann, und wenn dann auch hier der Binnenkonsum hoffentlich bald wieder aufwärts geht, dann kann das wohl stimmen, in welche Richtung die Hauptstadt fährt. - Gar nicht mehr hat man davon gesprochen, wo denn nun die Pumpstation für die Abwässer hinkommt, das war wochenlang Tagesthema hier und nun hat irgendjemand der Presse wohl geflüstert, lasst das sein, obwohl gar nichts anderes als Konkurrenzthema aufgetaucht ist. - Noch ein Jahr mindestens, vielleicht eher anderthalb, vorher wird das nichts mit dem Strand, so muss man das wohl realistisch einschätzen, und dann ist denen ja auch noch die Arbeitsplattform abgesoffen, die man für die Einbringung des Sandes nutzen wollte. - Aber, es geht voran, das ist der Unterschied zu BER und ein paar Milliarden Euro. - Ob der Strand aber der Hauptstadt wirklich neuen Schwung verleihen kann, das werden wir sehen, ich bin aber in der Hinsicht zuversichtlich.



"Strand" der Dinge, letzte Woche





Samstag 05.04.2014 18:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 21 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 46 % - Luftdruck 1016 hPa
Höchsttemperatur heute 22,1 Grad - niedrigste Temperatur 13,2 Grad

Katzenzustandsbericht
Alle lieben Leo

Nach der unverdaulichen Politikkost von heute Morgen sind unsere Katzen mal wieder dran, denn der Alltag ist eingekehrt in die nunmehr sechsköpfige Felin-Familie. - Jeder hat nun seinen Platz und seine Vorlieben, aber unter den Katzen gibt es unterschiedlich große Begeisterung, diese oder jene andere Katze zu treffen. - Aber auf jeden Fall gibt es keinen Krach mehr, denn alle haben gelernt miteinander auszukommen und zu leben, und wo es eben kritisch ist, da geht man sich aus dem Weg. - Paul hat sich wieder in seine alte Rolle als Pascha begeben, manipuliert uns weiterhin äußerst gekonnt, mal durch Freundlichkeit, mal auf der Mitleidsschiene, aber er hat seine alte Ausnahmestellung zurückgewonnen, die er auch bereits hatte, als wir nur vier Katzen hatten. - Den kleinen Katzen, besonders Penny geht er meist aus dem Weg, allerdings begrüßen sich Paul und Leo, der getigerte Neuling, immer ganz herzlich. - Penny und Mia sind die schwierigsten Kandidaten, und zwischen den beiden kracht es auch ab und zu mal, dann geht Mia ihrer Wege, obwohl sie sehr groß und stark geworden ist und sich gegen Penny allemal durchsetzen könnte. - Mia bleibt weiterhin oft unnahbar, verträgt sich aber sehr gut mit Leo und spielt auch mit ihm, es ist überhaupt die einzige von den alten Katzen, welche mit einer der neuen spielt, und das klappt auch nur mit den beiden. - Allerdings sondert sich Mia oftmals ab, und wenn man sie nicht in Ruhe lässt, sondern gegen ihren Willen greift oder streichelt, dann scheut die schwarze Dame nicht davor zurück, auch Menschen gegenüber zu beißen und zu kratzen. - Sie hat ja auch immer noch den Beinamen, die Bitch aus Los Llanos, denn aus der Stadt stammt sie. - In anderen Momenten kommt sie aber angekrochen, setzt sich neben mich auf dem Schreibtisch und will beschmust werden, und das dann auch mal eine Stunde lang. - Mops, der große, sanfte Riese, war anfänglich mit den kleinen Katzen gar nicht so sanft, wie wir ihn sonst kennen, aber inzwischen ist das kein Problem mehr, nur sollte man nicht an sein Fressen gehen, dann wird er ungemütlich, irgendwo muss er die ja herhaben, seine Figur. Wobei die Frauen ja meinen, er hätte nur viel Fell, und schwere Knochen. - Einzig zwischen Lucky, bei der nur drei Beine bis zum Boden reichen, gibt es manchmal Ärger mit Mops, und zwar meist aus unerkennbaren, zumindest für uns Menschen nicht nachzuvollziehenden Gründen, plötzlich faucht es, dann tauschen die ein paar Ohrfeigen aus, und dann ist wieder Ruhe. - Ansonsten geht Lucky der hyperaktiven Penny aus dem Weg, liegt aber manchmal schlafend mit Leo rum, und Lucky verehrt Paul, genau so wie Mia das macht, der Herrscher aller Klassen ist wieder auf seinen Olymp gestiegen. - Penny ist nervös, ständig in Bewegung, hyperaktiv, sucht auch dauern Kontakt, am liebsten zu ihrem Bruder Leo und dann kann es mal passieren, dass die mitten auf der Terrasse steht und laut losjammert, so lange, bis dann der stille Leo aus irgendeiner Tür kommt und auf sie losläuft. - Dann ist alles wieder in Ordnung, dann findet sie sich auch wieder eine Stunde mit uns Menschen als Ersatz zurecht, und am liebsten liegt sie dann auch meinem Schoß, nicht ohne sich alle zwei Minuten zu strecken, zu drehen, dabei ihren lang behaarten Schwanz in mein Gesicht zu halten, und dann hockt sie sich wieder hin. - Aber Penny hat ja immer noch einen Schutzbrief von uns allen, denn die war die kleinste und scheuste von allen Neuankömmlingen, und bis die sich berühren lies, und in die Gemeinschaft einfügen, war das ein ziemlich langer Weg. - Und Leo, das ist unsere normalste Katze, wenn es denn überhaupt normale Katzen gibt. - Alle lieben Leo, der stellt nichts an, ist meist ganz ruhig, nervt nicht herum und lässt sogar uns Menschen schlafen oder arbeiten. - Alle unseren anderen Katzen haben einen Knall, oder sagen wir lieber ausgeprägte Persönlichkeiten, nur eben Leo nicht, über den könnte man auch kaum was schreiben, außer dass er so freundlich ist und so wenig Arbeit oder Aufstand macht, dass ihn einfach alle gern haben müssen. - Das geht gar nicht anders.

Fulanito de tal dice hoy: Que patatín que patatán
Nicht zu übersetzen - Aber man kann die Benutzung dieses Ausdrucks erklären. - Wenn jemand vor sich hinpalavert, aber überhaupt nicht auf den Punkt kommt, dann beschreibt man das so. - Und auch nutzlose Diskurse werden so abgetan, zum Beispiel: Neulich war ich mal wieder auf einer Parteisitzung, aber nur que patatín que patatán, und rausgekommen ist dabei nichts.



Einfach nur Leo





Samstag 05.04.2014 09:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 81 % - Luftdruck 1017 hPa

Wenn es taut, gehen die Sozialisten aufs Eis
PSC/PSOE begeht Suizid auf La Palma

Lokalpolitikalarm, wen es nichts angeht, der klickt sich weg, oder macht einen Spaziergang. - Da ich nicht weiß, was Sie wissen, muss ich wieder ein bisschen ausholen. - Nach den Kommunalwahlen im Mai 2011 entstand im Gobierno de Canarias eine Koalition der Verlierer, in dem Coalición Canaria zusammen mit der regionalen PSC/PSOE die Regierung bildete. - Sehr zum Erstaunen und Erschrecken der Sozialisten auf den kleinen Inseln, und auf La Palma hatte man längst in 10 von 14 Gemeinden Pakte zwischen der Partido Popular und den Sozialisten geschmiedet, und war sich sicher, dieses Mal kann man die jahrzehntelange Hegemonie der Coalición Canaria beenden, und endlich aus der lähmenden Amigo-Politik herausfinden. - Was aber auf Gemeindeebene hervorragend klappte, das fruchtete auf der Ebene des Cabildo Insular nicht, denn seitens der Parteiführung verbot man den sechs gewählten sozialistischen Räten einen Pakt mit der Partido Popular, auch wenn fast die komplette Basis der Partei der Insel das forderte. - Lange wartete man ab, schließlich beugte man sich dem Druck aus der Parteiführung, und ging auch im Cabildo Insular einen Pakt mit der Coalición Canaria ein. - Die Basis war hier längst entschwunden, desillusioniert, politik- und noch mehr parteimüde, bis Ende vergangenen Jahres schließlich die Coalición Canaria von sich aus den Pakt im Cabildo Insular aufkündigte, nachdem die Bemühungen die Pakte PP + PSC/PSOE in den Gemeinden zu beenden, einfach nicht fruchteten. - Eine Weile regierte nun die Coalición Canaria im Cabildo Insular in Minderheit, bis sich endlich die Räte der PSC/PSOE entschieden haben, der "Stimme des Volkes" zu folgen und einen Pakt mit der Partido Popular einzugehen, die schon lange darauf warteten, und auch die Führung des neuen Cabildo Insulares der PSC/PSOE überließen, und so wurde, nach einem bis heute diskutierten Misstrauensantrag, Anselmo Pestana neuer Inselpräsident. - Vor Wut schäumend forderte nun die Coalición Canaria im Gobierno de Canarias von ihrem sozialistischen Partner, José Miguel Pérez, er solle dafür sorgen, dass die Macht auf La Palma wieder in die Hände der Coalición Canaria gelangt, sonst würde man das Bündnis im Gobierno de Canarias aufkündigen. - Der beschämende Wahlverlierer aus dem Jahr 2011, welcher die Partei von 26 Sitzen im Parlament auf nur noch 15 heruntergewirtschaftet hatte, und von dem wir eigentlich alle erwartet hätten, dass er noch in der Wahlnacht zurücktritt, der wollte seinen Stuhl als Vizepräsident des Gobierno de Canarias unbedingt behalten und so wollte man die sechs rebellischen Räte im Cabildo Insular de La Palma loswerden und versandte Parteiausschlüsse. - Diese waren aber weder form- noch fristgerecht, und sowohl der Justiziar des Cabildo Insular, wie auch bereits drei weitere gerichtliche Verfügungen aussagen, der Rausschmiss war nicht gültig, allerdings sind diese Entscheidungen noch nicht rechtskräftig, da noch eine endgültige gerichtliche Entscheidung aussteht. - Alle meinten also, man würde nun die endgültige Entscheidung des Gerichtes abwarten, die sechs Räte der Sozialisten aus dem Cabildo hatten gegen ihren Parteirauswurf geklagt, aber nun kommt die Parteizentrale aus Madrid der richterlichen Entscheidung zuvor, und hat erneut Parteiausschlüsse gegen die sechs Räte versandt. - Dieses Mal wurden die von einem Notar verteilt, man wollte sichergehen, dass man jetzt alles richtig macht, und nun haben die geschassten Räte drei Tage Zeit, gegen den Rauswurf Einspruch einzulegen. - Das machen die natürlich, darauf war man vorbereitet, aber damit endet auch der in den letzten Wochen eingeleiteter Versuch, sich doch noch irgendwie mit der Partei erneut zu einigen. - Man wird sehen müssen, wie denn die Gerichte die neue Lage nun einordnen, da wird einmal noch der Rauswurf im Dezember verhandelt, da gibt es dann bereits ein neues Verfahren um den Rauswurf jetzt im April und nur eine Geschichte dabei ist endgültig, die Leidtragende ist die Insel, denn wie auch immer die Sache ausgeht, bei den nächsten Kommunalwahlen hier auf der Insel im Mai 2015 wird die PSC/PSOE ein desaströses Ergebnis einfahren, weil fast die gesamte Basis mit den rausgeschmissenen Räten im Cabildo ist und nicht mit den Steigbügelhaltern der Coalición Canaria im Gobierno de Canarias. - Und wenn die Sozialisten im Mai 2015 kein Ergebnis einfahren können, welches einen erneuten Pakt mit der Partido Popular sinnvoll macht, dann kommt die Coalición Canaria wieder an die Macht, und die zarten Früchtchen der Veränderung, die wir seit ein paar Monaten hier auf der Insel zu spüren bekommen, die versinken dann wieder im Geschacher um Interessen und Einfluss des Verbandes kanarischer Geschäftsleute, welcher sich das Kleid einer politischen Partei angezogen hat, und sich Coalición Canaria nennt.



Freitag 04.04.2014 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 20 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 49 % - Luftdruck 1017 hPa
Höchsttemperatur heute 20,4 Grad - niedrigste Temperatur 10,7 Grad

Alles Banane
Unsere gelbe Wappenfrucht wird jetzt sportlich

Wer den Erfolg hat, braucht den Sponsor nicht zu suchen. - Die Transvulcania, unser auch international hoch angesehener Ultramarathon der International Skyrunning Federation, hatte und hat als Hauptsponsor den Sportbekleidungshersteller Salomon. - So ist der Titel des Rennens auch offiziell Transvulcania Salomon Nature Trail und damit hat man auch immer die Läufer sicher, welche direkt von Salomon gesponsert werden, und das sind nicht wenige. - Nun bekommt Salomon einen Co-Sponsor, und das sind ausgerechnet Bananen, und natürlich unsere Bananen hier von den Kanaren. - Wäre doch gar nicht auszudenken, wenn Chiquita ankäme, und die Transvulcania sponsern wolle, das ginge gar nicht, da würde man hier deutlich stänkern. - Die "Plátanos de Canarias" müssen aber nicht mehr in den Titel rein, uns bleibt also Transvulcania Salomon Plátanos de Canarias Nature Trail erspart, aber auf allen Plakaten und auf der gesamten Bandenwerbung ist man mit seinem uns bekannten Logo dabei. - Natürlich passen auch Bananen zu einem Sportevent, weit hergeholt ist das nicht, und der lokale Bezug ist auch erträglich. - Die "Asprocan", also die Gesellschaft der Produzenten der kanarischen Bananen steht hinter dem Sponsoring, man schätzt die "Marke Transvulcania" sehr und rund um die Rennen berichtet man in den sozialen Netzwerken andauernd von diesem Rennen, und kommt so natürlich auch richtig ins Bild. - Das Rennen in diesem und im kommenden Jahr will man auf jeden Fall unterstützen, dann will man erneut darüber nachdenken, ob denn ein dauerhaftes Sponsoring daraus werden soll. - Hier auf der Insel freut man sich natürlich sehr, denn man hat inzwischen wohl angefangen darüber zu diskutieren, wie hoch denn eigentlich die Kosten dieser Sportveranstaltung sind, und ob es einen Gegenwert dafür gibt. - Sicher sind die Besucher nur ein paar Tage auf der Insel und sorgen so nur ganz kurz für einen deutlichen Konsumanstieg, aber die Werbewirksamkeit dieses Laufes ist enorm, die Verbreitung von den Bildern der Insel in den modernen Medien kaum besser zu machen und ich meine dazu, die Leute sollten nicht immer nur fragen, wie viel uns das bringt, sondern auch mal wie viel weniger Gäste wir hätten, gäbe es dieses Rennen nicht. - Der Verantwortliche Inselrat, Mariano Hernández Zapata freut sich ungemein über den neuen Partner und lässt uns noch wissen, dass er sich eine gesunde Finanzierung so vorstellt, je ein Drittel von privaten Sponsoren, ein weiteres Drittel über die Einschreibegebühren, und das letzte Drittel kommt aus der Öffentlichen Hand, also aus Steuergeldern. - Was er nicht nennt, das sind konkrete Summen, und ursprünglich wollte man ja hingehen, und mit einer halben Million Euro das Ganze auf die Beine stellen und erwähnte dabei noch, dass die Vorgänger fast eine Million Euro dazu gebraucht hätten. Nun rechne ich mal ein bisschen nach, 3.800 Läufer, im Mittel kosten die Einschreibegebühren 70 Euro, dann sind wir bei 266.000 Einnahmen. - Wenn das ein Drittel sein soll, dann ist das Ganze 798.000 und nicht 500.000. Aber ich will nicht kleinlich sein, denn ich bin von der Werbewirksamkeit dieses Events schon überzeugt und vielleicht gelingt es ja auch einmal, eine wirklich transparente Abrechnung einzusehen. - Versprochen hatte man uns das schon oft.

Nun noch ein Hinweis, in Sachen El Paso. - Die Post möchte dort Einsparungen vornehmen und den Dienst der Zustellung an Los Llanos angliedern. - Das Postamt als solches würde bestehen bleiben, aber die Briefträger kämen aus Los Llanos und wenn eben ein Paket oder ein Zertifikat zugestellt werden müssen, und man nicht angetroffen wird, dann müsste man sich das in Los Llanos abholen. - Dagegen will man mit einer Unterschriftensammlung angehen, und dazu liegen in vielen Läden in El Paso entsprechende Kladden aus.

Fulanito de tal dice hoy: Que me quiten lo bailado
Dass man mir das Getanzte nimmt - Das sagt man, wenn man mit einem fürchterlichen Kater sich morgens zur Arbeit schleppt, aber immer noch fröhlich über die durchgezechte Nacht ist, und dass es sich gelohnt hat, trotz des jetzigen Preises, den man dafür bezahlt. - Ich glaube in Deutschland sagt man da pragmatischer, wer feiern kann, der kann auch arbeiten.





Freitag 04.04.2014 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 11 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 69 % - Luftdruck 1018 hPa

Ángeles Alvariño
Hundert Jahre spanische Ozeanographie

Das "IEO" oder ausgeschrieben Instituto Español de Oceanografía wird in diesem Jahr einhundert Jahre alt, und das wird gefeiert. - Schnittchen und Sekt mag es anderswo dafür geben, oder die sind allesamt der Krise gewichen, aber wir können ein kleines bisschen mitfeiern, denn das "IEO" schickt sein modernstes Forschungsschiff nach La Palma und das kann am Sonntag auch im Hafen von Santa Cruz besichtigt werden. - Tag der Offenen Tür heißt das da, und das Schiff heißt Ángeles Alvariño, nach der spanischen Ozeanographin María de los Ángeles Alvariño González, die 1916 in Ferrol geboren wurde und später in die Vereinigten Staaten von Amerika auswanderte, und dort als Meeresforscherin tätig war. - Das Schiff kommt aber nicht nur nach La Palma, dass wir unsere bäuerlichen Mauken darauf packen können, sondern man wird im Anschluss daran eine Bestandsaufnahme der marinen Schutzzone La Palmas machen, welche vor der Westküste zwischen El Remo und der Südspitze seit dem Jahr 2001 dafür sorgen soll, dass die Fischbestände sich vor der Insel wieder erholen können. - Wie weit das gelungen ist, das ist eine Aufgabe, welche man dem Schiff und den darauf fahrenden Forschern stellt, man will aber auch die Schutzzone noch genauer kartographieren und hat daher besondere Anlagen an Bord, welche bis in die Tiefe von 2.000 Meter operieren können und auch in der Tiefe noch Aufnahmen machen können. - Man muss aber auch immer wieder darauf hinweisen, dass die marine Schutzzone von La Palma dafür gedacht ist, den Fischern eine weitere Zukunft zu ermöglichen, in dem man sie vor sich selbst schützt. - Die Forschung ist eher ein Nebenprodukt davon, aber auch die Fischer selbst haben inzwischen mitbekommen, dass die Schutzzone sich deutlich positiv für sie ausnimmt. - Leider gibt es auch im Betrieb dieser Schutzzone aufgrund der Sparmaßnahmen der Zentralregierung in Madrid Einschnitte, man musste Leute entlassen, das Interpretationszentrum im Süden der Insel ist geschlossen worden und man verfasst im Moment auch keine öffentlich zugänglichen Standortbestimmungen mehr, wie denn die Auswirkungen der Schutzzone auf die Fischbestände sind. - Das Interpretationszentrum im alten Leuchtturm von Fuencaliente soll nun wieder eröffnet werden, allerdings wird das dann nicht mehr das Landwirtschaftsministerium machen, sondern die Gemeinde will das übernehmen und ob man sich dann dort wirklich informieren kann, über die Fortschritte in der marinen Schutzzone, das wage ich dann wohl zu bezweifeln. - Wir sind halt neugierig und nun kann man sich für den Sonntag aussuchen, wollen wir ein Forschungsschiff besuchen, oder eben das Querfeldeinrennen in El Paso, den Reventón Trail. - Es wird überall auf der Insel was geboten, jeder sucht sich eben seine Interessen aus.





Donnerstag 03.04.2014 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 15 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 66 % - Luftdruck 1015 hPa
Höchsttemperatur heute 16,0 Grad - niedrigste Temperatur 11,0 Grad

Wirres und zusammenhangloses Zeug
Alles, was nicht in eine Schachtel passt

Eigentlich dachte ich ja, jeder hat mitbekommen, dass das ein Aprilscherz ist mit Putin auf La Palma, mit Blinis und Russischunterricht und dem Flugzeugträger und einer mehr als erkennbaren Fotomontage. - Aber nach einigen Zuschriften muss ich erkennen, dass nicht alle wissen, dass ich jedes Jahr am ersten April Blödsinn absondere. - Also für alle, April, April, Putin war nicht auf La Palma und hat mit unserem Inselpräsidenten auch keinen ukrainischen Wodka getrunken. - So, nun ist aber wieder Alltag und bereits der dritte April, und das heißt auch für alle Selbstständigen, man muss sich an die Steuerabrechnungen für das erste Quartal machen. - Theoretisch haben wir bis zum 20. des Monats Zeit, aber da man für die Abrechnung der Mehrwertsteuer I.G.I.C. das mit einem Steuerbüro machen muss, ist es ratsam, das früher bereits anzugehen. - Ich werde mir damit den kommenden Samstag und den Sonntag versauen und Frau und Tochter haben schon abgewunken, dann hat er wieder schmale Lippen und ist sonst für nichts zu gebrauchen. - Aber Mariano und Paulino brauchen doch das Geld, und wenn man mich so nett bittet… In Santa Cruz geht es auch um Geld und zwar darum, ob denn die Lokalpolizei zu wenig Verkehrsstrafen verteilt. - Vor ein paar Jahren noch gab es sogar Zeiten, da haben die "Municipales", wie sie auch genannt werden, sogar noch mehr Strafen verhängt, das weiß man einfach in der Stadt und nun wollte man wissen, warum das so ist und verlangt von der Lokalpolizei eine Statistik, welcher Polizist denn nun wie viele Strafzettel im ersten Quartal dieses Jahres und des vergangenen Jahres ausgestellt hat. - Die Polizeigewerkschaft sieht das als Druck seitens des Rathauses, man solle mehr Strafen aussprechen, der Bürgermeister widerspricht, es gehe nur darum festzustellen, warum die Strafen weniger geworden sind. - In der Tat würde es ja sehr reizen, seine, durch die Krise angefressenen Stadtsäckel zu sanieren, aber man muss da ganz ehrlich sagen, das habe ich hier noch nicht erlebt. - Gerade die Lokalpolizei ist hier sehr zurückhaltend mit dem Bestrafen, denn es ist ja auch nicht ganz einfach in den kleinen Städten, jeder kennt jeden, und man lässt sich hier nicht gerne einen Strafzettel verpassen, obwohl die Disziplin beim Parken nicht wirklich gegeben ist. - Am Sonntag findet in El Paso der viere "Reventón Trail" statt, ein Querfeldeinlauf über 26 Kilometer und eben unter anderem auch die steile Steigung auf den Reventón hinauf. - Es ist einer der anspruchsvolleren lokalen Läufe, die sich hier seit dem Hype der Transvulcania durchgesetzt haben, und kommt ja auch gerade mal einen Monat vor dem Ultramarathon, so dass viele lokale Läufer den Reventón Trail zur eigenen Standortbestimmung des Trainings nutzen. - Ein Teil der Strecke stimmt auch mit einem Teilstück der Transvulcania überein, allerdings läuft man die Strecke auf der Cumbre Nueva genau anders herum. - Fast 400 Läufer haben sich dieses Jahr für das Rennen eintragen lassen, das ist jedes Mal auch ein kleines Fest. Start ist in El Paso, hinter dem Rathaus um 10:00 Uhr und bereits um 12:00 Uhr und ein bisschen werden die ersten Läufer wieder im Ziel, an gleicher Stelle, erwartet. - Wer nichts anderes vorhat, der kann sich die Helden doch mal ansehen, das ist immer ein ganz eigene und angenehme Stimmung bei diesen Sportlern und wie sie ausgepumpt, aber eben glücklich, über die Ziellinie finden.

Fulanito de tal dice hoy: Que es una raya más para un tigre
Was macht ein Streifen mehr aus für einen Tiger - Wenn jemand mit großer Gleichgültigkeit an die Dinge oder auch an andere Menschen herangeht.





Donnerstag 03.04.2014 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 11 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 68 % - Luftdruck 1013 hPa

Mach du, weil ich war zu blöd
Oppositionsarbeit der fragwürdigen Klasse

Nach fast 20 Jahren in der Regierung ist die Opposition sicher kein angenehmes und porbates Feld der Bewegung. - Die Coalición Canaria muss sich gerade im Cabildo Insular damit beschäftigen, stolpert aber immer wieder über die eigenen Füße, oder sollte man sagen über Erbschaften, die man selbst hinterlassen hat. - Ein ganz interessanter wie trefflicher Akt findet nun statt, die Coalición Canaria, mit Stimme des César Martín, fordert nun von der neuen Inselregierung, die Wiedereröffnung der "Central de Productos Lácteos" also Molkerei in El Paso, denn das wäre doch eine wichtige Angelegenheit und damit könnte man den Landwirten der Insel sehr helfen. - Dazu muss man anmerken, dass diese Molkerei niemals als solche gearbeitet hat, sondern nach Jahren der Untätigkeit mal dazu diente, Käse zu lagern und zu verpacken, aber irgendwann wieder komplett geschlossen wurde. - Von wem, von der alten Inselregierung und nun kommt man her und verlangt, dass man diese, leider unnötige Installation wieder eröffnet, was man selbst niemals hinbekommen hat. - Grundsätzlich war die Idee, eine Molkerei auf La Palma zu erstellen gar nicht verkehrt, denn aus Europa drängten immer mehr Vorschriften auf die vielen kleinen Käseproduzenten ein, und viele davon können diese niemals erbringen, oder nur mit sehr hohen Kosten versehen, so dass sich der Betrieb nicht mehr lohnen würde. - Man dachte sich dann, wir machen eine Molkerei, die Landwirte machen den Käse nicht mehr selbst, sondern produzieren nur noch die Milch, wir holen diese ab und machen dann daraus Käse, Joghurt und andere Milchprodukte und die werden dann hier vermarktet oder sogar exportiert. - Der LKW, welcher die Milch abholen sollte, der wurde sogar schon angeschafft und gammelt jetzt in Breña Alta vor sich hin, weil er niemals gebraucht wurde, weil keiner in der Lage war, den Molkereibetrieb zu organisieren und letztendlich der Sektor auch andere Wege gefunden hat, sich den Anforderungen Europas an unsere Landwirtschaft zu stellen. - Mit unsere Steuergeldern und Fonds aus Europa irgendwelche Anlagen, bis hin zu Häfen bauen, aber der Betrieb oder der Nutzen der Anlagen steht in keinem Verhältnis zum wirklichen Bedarf. - Oder auch man hat überhaupt nicht die Personalien, solche Anlagen zu betreiben und lässt das dann ganz einfach liegen. - Ich kann nicht wirklich beurteilen, ob denn der Betrieb einer inseleigenen Molkerei hier auf der Insel effizient geführt werden könnte, aber zumindest klingt das interessant und würde vielleicht auch vielen Nebenerwerbslandwirten es weiter ermöglichen, ihre kleine Herde an Ziegen oder die drei Kühe zu halten. - Man hat es aber nicht einmal versucht, und fordert nun von der neuen Inselregierung das, was man selbst in vielen Jahren nicht annähernd auf die Reihe gebracht hat, doch endlich zu tun. - Ich war zu blöd, nicht in der Lage dazu, also mach du! - Oppositionsarbeit vom allerfeinsten und vielleicht erklärt das so ein bisschen die fehlende Orientation unserer Insel in den beiden letzten Jahrzehnten und man kann in Milde nur darüber schließen, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun. - Sie wussten es wirklich nicht, sonst würden die nicht auf die Idee kommen, jetzt Dinge von der neuen Inselregierung zu fordern, die sie selbst in den Graben gefahren haben oder eben niemals angefangen. - Ob die neue Inselregierung die vielen Aufgaben nun viel besser schultert, das wissen wir noch nicht, aber die sind willig und arbeiten und ich kann nur für uns selber wünschen, dass die auch erfolgreich sind, denn wir haben diese Erfolge dringend nötig.



Mittwoch 02.04.2014 18:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 18 Grad - Niederschlag 0 mm - Luftfeuchte 52 % - Luftdruck 1011 hPa
Höchsttemperatur heute 18,4 Grad - niedrigste Temperatur 11,5 Grad

Gute Nachrichten vom Flughafen
Canaryfly will Verbindungen nach La Palma ausbauen

Zunächst darf ich aber noch freudig berichten, dass die Frage, ob denn der Wind bereits weit genug auf Nord gedreht hat, dass die Flugzeuge landen können mit einem klaren Ja beantwortet werden kann. - Gestern ging fast nichts auf unserm Flughafen, lediglich eine einzige Maschine ist gelandet, alle anderen wurden auf andere Inseln umgeleitet, darunter auch fünf Condor aus Deutschland, denn der Westwind hatte wieder mal zugeschlagen. - Heute sind die allesamt gelandet, am Nachmittag und so sind jetzt alle Gäste auf der Insel und diejenigen, welche abreisen wollten, die kommen auch heute noch zurück. - Für die kommenden Tage sind keine weiteren Wetterüberraschungen unterwegs. - Nun dürfen wir noch eine Pressemeldung zitieren, oder hier besser übersetzen, nachdem sich die Fluggesellschaft Canaryfly noch stärker als bisher um dem Flugbetrieb nach La Palma bemühen will. - Bislang flog man zweimal am Tag von Tenerife Nord zu uns, einmal am Morgen, und einmal am Abend. - Ab dem Sommer will man diese Frequenzen verdoppeln, und damit dann dem Platzadler im innerkanarischen Flugverkehr, der Binter Canarias, deutlichere Konkurrenz machen. - Das wird sich wohl auch dann auf die Preise legen, denn Canaryfly sieht sehr gut die Notwendigkeit, günstiger Flüge anzubieten als Binter, denn man muss sich natürlich auf dem Markt einführen. - Das sei bereits mit La Palma gut gelungen, allerdings sprechen die erst von 40 - 45% Auslastung, und das würde ich nun nicht wirklich als bereits gelungen ansehen. - Aber die wissen das sicher besser oder haben da mehr Erfahrung, wie man sich denn auf dem Markt einbringt. - Auf jeden Fall ist man im Wachstum und hat nun schon 6 Flugzeuge, zwei ATR 42 mit 46 Sitzplätzen, eine ATR 72 mit 69 Plätzen und drei METRO SA227 mit 19 Sitzplätzen. - Mit denen fliegt man meist die Routen nach Nordafrika, denn auch dort hat man sich vier Destinationen ausgesucht. - Auf den Kanaren fliegt man bislang Fuerteventura, Gran Canaria, Tenerife Nord und La Palma an und nun kommt der dritte und bitte nicht letzte Versuch, man denkt auch darüber nach, eine Maschine am Tag von Tenerife Süd zu uns zu bringen. - Das war schon lange der Wunsch der touristischen Branche bei uns, denn wir wissen doch, wir haben zu wenige Flugverbindungen aus Mitteleuropa. - So müssen wir oft, besonders aber im Sommer, den Umweg über Tenerife oder Gran Canaria suchen. - Über Tenerife ist aber das Problem, dass die allermeisten Charter auf den Südflughafen fliegen, die interinsularen aber von Nordflughafen abgehen. - Das ist dann ein Transfer über mehr als 100 Kilometer, und die Busse gehen selten und die Taxis sind teuer. - Findige Leute haben sich da schon mal einen Mietwagen genommen, für einen Tag, man muss halt nur sehen, dass die auch die Abgabe am anderen Flughafen zulassen. - Man könnte dem natürlich entgehen, wenn man gleich vom Südflughafen aus fliegen könnte. - Und es ist denen auch klar, dass das eine rein touristische Route ist, man müsste also am späten Nachmittag nach La Palma fliegen, aber am Vormittag bereits nach Tenerife Süd, dass man eben die internationalen Charter auch erreichen kann. - Zuerst die Binter, dann die Islas Airways, die haben das auch bereits mal versucht, sind aber wegen zu geringer Auslastung gescheitert. - Allerdings haben die das auch nicht zu den geforderten Zeiten gemacht und wohl auch mit zu großen Flugzeugen, denn die haben, bzw. hatten, denn die Islas Airways gibt es ja nicht mehr, nur die ATR 72. - Und man müsste das Ganze noch besser bekannt machen, und wenn man vorsichtig kleinere Maschinen einsetzt, dann kann man vielleicht doch effektiv fliegen. - Am allerbesten wäre natürlich eine Kooperation mit einem oder zwei internationalen Carriern, auch mit Gepäck durchchecken und eine Verspätung abwarten, aber ob wir so weit kommen, das glaube ich nicht wirklich. - Aber wir sind glücklich, dass Canaryfly sich für uns interessiert und stark macht, nun können wir also nur noch hoffen, dass die Kunden das auch annehmen.

Fulanito de tal dice hoy: Que baje Dios y lo vea
Dass Gott herunterkomme und sich das ansehe - Wenn jemand großen Mist baut, oder auch Verbotenes macht, dann ruft man den Herren, er solle sich das Drama ansehen.







Mittwoch 02.04.2014 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 11 Grad - Niederschlag 3 mm - Luftfeuchte 89 % - Luftdruck 1007 hPa

Aufschwung, oder tut es nur nicht mehr so weh?
Sechster Monat hintereinander mit sinkender Arbeitslosenzahl

Die Zahlen machen Hoffnung, und die Regierung treibt sich selbst immer weiter an, jeden Monat so früh wie möglich die neuen Zahlen aus dem Arbeitsmarkt zu veröffentlichen, denn die verraten uns das, was wir eigentlich in der Öffentlichkeit noch nicht wahrnehmen, dass es aufwärts geht mit diesem Land. - Wo geht es aufwärts fragt man sich dann, denn es sind kleine Schritte, die da gemacht werden und bis das wirklich ganz hinten, oder meinetwegen ganz unten, oder noch meinetwegener auch bei uns ankommt, wird das noch eine ganze Weile dauern. - Gerade erst vorgestern habe ich eine befreundete Familie getroffen, auf meinem abendlichen Spaziergang, auch die sind gelaufen, allerdings in entgegengesetzter Richtung. - Man macht seine Scherze, wie wichtig es doch ist in unserem Alter, also über dreißig, sich wieder mehr zu bewegen, und dann zieht jeder seines Weges. - Gestern treffe ich die Frau alleine, und da sagt sie mir, Mathias, mein Mann hatte einfach nicht den Mut, es dir zu sagen, wir laufen nicht, weil wir wollen, sondern weil wir müssen, denn wir haben jetzt beide keine Arbeit mehr und mussten unser Auto verkaufen. - Eine Alltagsgeschichte hier, leider und denen nützen nun die neuesten Zahlen und Hoffnungen auch nichts, aber dennoch sind die Zahlen da und verkünden, es wird besser. - Man muss auch daran glauben und nun sind eben die gefragt, welche bislang immer gebunkert haben, also wohl noch in Arbeit stehend, aber eben kaum Geld ausgegeben haben, wegen der Angst, das noch immer alles schlimmer werden könnte. - Nun spricht aber hier in Spanien schon lange niemand mehr vom Risikoaufschlag, auch von einer Rettung habe ich lange nichts mehr gehört und die Arbeitslosigkeit im März dieses Jahres ist um 239.377 Personen gesunken, denn im März vergangenen Jahres waren noch 5.035.243 Menschen ohne Arbeit bei der "SEPE" (Servicio Público de Empleo Estatal) gemeldet und in diesem März sind es "nur" noch 4.795.866. - Das sind 4,75% weniger und das darf man wohl als Erfolg hinstellen und eben auch die Tatsache, dass man nun bereits sechs Monate hintereinander sinkende Arbeitslosenzahlen vermelden kann. - Und das sind eben auch reelle Zahlen, denn wir vergleichen die entsprechenden Monate des Vorjahres, nicht wie es die hiesige Presse fast immer macht, und sich am Vormonat orientiert, und dabei eben die saisonalen Schwankungen ignoriert. - Seit Oktober des vergangenen Jahres nun sinkt die Arbeitslosigkeit in Spanien, und sie sinkt auch immer schneller. - Im Oktober des vergangenen Jahres war es nur marginal, 0,46% weniger, auf das Jahr natürlich betrachtet, im November waren es dann schon 2,02% im Dezember 3,04% im Januar 2014 dann 3,34% im Februar 4,52% und jetzt verkünden die Zahlen aus dem März sogar 4,75% weniger Arbeitslose als im Vergleichsmonat des Vorjahres. - Dennoch ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen immer noch eine gewaltige Hypothek für unsere Wirtschaft und auch Gesellschaft, und wir können nur hoffen, dass diese Zahlenspiele weiter in diese Richtung gehen und eben auch endlich wieder mehr Zuversicht unter die Leute spülen. - Der Anfang ist aber sicherlich gemacht, jetzt muss das aber auch noch spürbar ankommen, alle Indikatoren sprechen für ein Ende der Krise, aber die Menschen spüren noch nicht genug davon. - Vom Wetter können wir berichten, dass der Wind fast eingeschlafen ist, die ersten Maschinen sind auch gelandet auf dem Flughafen, es läuft also wieder und für heute Nachmittag sind dann auch die fünf Charter der Condor, die man auf Gran Canaria, Fuerteventura und Tenerife geparkt hat, angesagt. - Es kann weiter zu Niederschlägen kommen, aber moderat und wir hoffen eben sehr darauf, dass der Wind nicht wieder auffrischt, oder bereits so weit aus dem Norden kommt, dass es keine weiteren Probleme am Flughafen gibt.





Wenn Sie ausführlich darüber Bescheid wissen wollen, dann können Sie sich HIER auf 67 Seiten Hunderte von Tabellen und Erklärungen über den Stand der Arbeitslosigkeit in Spanien von der "SEPE" herunterladen.





Montag 01.04.2014 17:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 14 Grad - Niederschlag 4 mm - Luftfeuchte 85 % - Luftdruck 1006 hPa
Höchsttemperatur heute 15,8 Grad - niedrigste Temperatur 13,1 Grad

Incomunicado
Nur eine kam durch, bislang

Incomunicado nennt man das, das bedeutet isoliert und immer, wenn die Flugzeuge nicht landen können, dann ist La Palma isoliert. - Wir hatten das ja für den heutigen Tag auch so befürchtet, Wind aus Westen mit 30 Knoten gibt auf der anderen Seite Fallwinde und Böen bis zu der doppelten Windgeschwindigkeit, und das macht den Piloten die landen wollen sehr zu schaffen, und um ganz sicher zu gehen, fliegt man dann nach einem oder mehreren Versuchen weiter auf eine andere Insel, die nicht so steil ist, und dort an deren Flughäfen das Problem mit den Fallwinden nicht auftaucht. - Mittendrin ist dann doch wieder eine gelandet, die aus Brüssel, aber keine der kleinen, oder die für heute erwarteten Charter mit der Condor aus Deutschland. - Noch ist es nicht sicher müssen wir sagen, dass niemand kommt, aber der Wind bläst weiter und vor morgen wird dieser wohl auch noch nicht nachlassen. - Morgen besteht dann aber Hoffnung, nicht nur, dass der Wind nachlässt, man erwartet auch ein Drehen des Windes auf Nordwest, und wie viel Nord wir brauchen, damit gelandet werden kann, das ist eine Frage, die ich so pauschal nicht beantworten kann. - Die Gäste, welche anreisen wollten heute, die werden dann auf anderen Inseln in Hotels gebracht, diejenigen die abreisen wollten, die kommen hier ins Hotel und morgen versucht man dann erneut die Insel zu erreichen, beziehungsweise zu verlassen. - Das alles ist mit hohen Kosten für die Fluggesellschaften verbunden, und auch von der Planung her wirft so etwas große Kopfschmerzen auf, denn die bräuchten ja eigentlich die Maschinen, die hier dann herumstehen, woanders. - Auch ein Grund, warum La Palma bei vielen Fluggesellschaften nicht besonders beliebt ist, es kommt halt im Winter immer mal wieder vor, dass wir bei heftigem Westwind die Fahne der Unberührbaren hissen. - Aber es ist Gott sei Dank selten Westwind bei uns, Westwind bedeutet Tiefdruck und sonst sorgt ja das große nordatlantische Hoch eigentlich dafür, dass bei uns wettertechnisch alles im Grünen Bereich liegt. - Dabei kommt gerade heute die offizielle Bestätigung, dass wir im kommenden Winter von der Air Berlin wieder mit der gleichen Anzahl an Flügen bedient werden, wie das jetzt der Fall ist, also Freitag und Sonntag mit vielen weiteren Verbindungen, auch wieder Wien und Zürich, leider nicht direkt, aber das ist bereits seit Jahren schon so. - Eine gute Nachricht für den Sektor und auch für die Insel, wir brauchen die Anstöße von außen in unserer Wirtschaft, der Binnenkonsum ist schlecht und viele Restaurant und Läden würden ohne den Tourismus deutlich leiden. - Unser neuer Rat für Tourismus hat also Wort gehalten, und die Air Berlin bietet sogar mehr Flüge an als diesen Winter, denn man will mit den Sonntagsflügen bereits auch im November anfangen, und in diesem Winter flog man ja erst ab Februar freitags und sonntags. - Die Flüge sind nun alle zu buchen, es kann also losgehen mit der Planung Ihres Urlaubs auf La Palma.

Fulanito de tal dice hoy: Puñalada trapera
Hinterhältiger Dolchstoß - Ganz gemeine und fieses Verhalten und Vorgehen.



Dienstag 01.04.2014 09:00 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
Temperatur 13 Grad - Niederschlag 5 mm - Luftfeuchte 95 % - Luftdruck 1008 hPa

Putin lädt zum G1 Gipfel auf La Palma
Russischer Präsident besucht Observatorien auf dem Roque

Es ist nicht wirklich überraschend, dass Putin uns hier auf La Palma besucht, denn man hat ja bereits vor ein paar Wochen darüber berichten können, dass die Russen, oder sagen wir besser eine Universität in Moskau plant, auf unserer Insel ein gigantisches Teleskop errichten zu wollen. - Dass Putin nun ganz überraschend heute auf La Palma auftaucht, das wussten wohl nur ganz wenige eingeweihte Personen, aber er wollte eben nicht für irgendeinen großen Rummel oder Bahnhof sorgen. - Man kennt aber diese Spontanbesuche von ihm auch schon aus Sochi und der Krim, schwupps kommt einem der Putin um die Ecke, und man bekommt den Mund nicht mehr zu. - Aber man muss es auch verstehen, da sind die Russen drauf und dran weit über eine Milliarde Euro für ein 60 Meter-Spiegelteleskop auszugeben, da wird man doch den Standort mal unter die russische Lupe nehmen dürfen. - Er kam mit dem Jet und weiter ging es dann mit dem Helikopter auf den Roque de los Muchachos, und unsere Inseloberen können einem leidtun, denn auch denen hat man vorher nichts gesagt.- Mann ist dann trotzdem schnell mit dem Auto noch hoch gefahren, auf den höchsten Berg unserer Insel, man wollte natürlich unbedingt den hohe Gast treffen, und wenn der schon nicht mehr auf den G8 Gipfel eingeladen wird, auf unserem Gipfel ist er immer willkommen, so drückte sich der Inselpräsident, der sichtlich beeindruckt von dem Besuch war, dann im Radio aus. - Es kam dann noch zu weiteren Gesprächen, die über die Infrastruktur der Insel liefen, man wolle ja nicht nur die mächtige Einrichtung für dieses Teleskop, sondern auch ein Forschungszentrum, und da kämen jede Menge Russen, die eben auch wohnen, essen und schlafen müssen. - Zunächst soll ein ausgemusterter Flugzeugträger als Unterkunft dienen, bis genügend Wohnungen gebaut sind, und die Techniker und Spezialisten sollen dann gleich mit dem Hubschrauber auf den höchsten Berg der Insel geflogen werden. - Es wird zukünftig auch Russischunterricht in ausgesuchten Schulen geben, man spricht von einem wöchentlichen Flug von Moskau, und was das für die touristische Zukunft für diese Insel bedeuten kann, das muss ich Ihnen gar nicht schildern. - Ganz beeindruckt war Putin auch von der Vorstellung, dass man hier auf La Palma sogar Großwild jagen kann, nämlich Mufflons, und unser Inselpräsident persönlich will sich dafür einsetzen, dass man dem russischen Präsidenten da die Möglichkeit gibt, sich als Jäger zu betätigen, denn wir wissen ja, er jagt sehr gerne. - Es sollen dann auch Zonen auf La Palma eingerichtet werden, wo mit Rubel bezahlt werden kann, "zonas rublos" genannt, man will es den Mitarbeitern, die da für die astrophysikalischen Einrichtungen so einfach wie möglich machen und man wird auch ein paar Köche aus Russland schicken, die dann unseren Restaurantchefs Tipps und Tricks verraten zu Blinis, Borschtsch und Soljanka. - Im weiteren Verlauf des Tages lud dann der Inselpräsident noch in seine private Bodega ein, wo es eine Vodka-Verkostung gegeben haben soll, die aber wohl nicht sehr erfolgreich abgelaufen ist, aber Putin hätte da zugesagt, man würde in der wöchentlichen Maschine aus Moskau für passenden Ersatz sorgen, denn was wir hier an Vodka ausschenken, das käme ihm ukrainisch vor, und das ginge gar nicht. - Da kommen große Zeiten auf uns zu, Golfplätze, Autobahn und U-Bahn sind dann nur noch eine Frage der Zeit, aber darauf haben wir doch immer gewartet, dass von außen mal jemand ordentlich hier investiert und unsere lahmende Inselvolkswirtschaft mal ordentlich vorantreibt. - Gegen Nachmittag wird Putin dann wieder abreisen und ich kann nur hoffen, dass ihm unsere kleine Insel gut gefallen hat und seine Datscha dann bald hier auf La Palma einrichten kann. - Vielleicht werden wir dann auch zum dauerhaften Standort der G1 Sitzungen, die ja immer sehr harmonisch ablaufen sollen, das gäbe unserer internationalen Bedeutung dann auch noch ein viel höheres Ansehen und lockt damit noch mehr Besucher aus anderen Ländern.



Sieht nach einer echten Männerfreundschaft aus, Wladimir neben Anselmo, Sozialdemokraten konnten schon immer gut mit Putin, das ist hier nicht anders als dort. - Hier bei der Ehrung für den Helden Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, im Cabildo Insular de La Palma.







Ihre Familie Ingrid & Mathias Siebold
Calle el Torreón 5/7
E-38750 El Paso
La Palma, Islas Canarias, Spanien
Tel. von Deutschland: + 34 922 497216
email: m.siebold@la-palma-urlaub.de
Kanarische Ferienhäuser auf La Palma