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Hier veröffentlichen wir Ihre Meinung zu aktuellen Themen. Wir freuen uns über jede Zuschrift behalten uns aber vor, keine anonymen und nur themenbezogene Zuschriften zu veröffentlichen.



Hallo Mathias,

hier ein etwas ausschweifender Kommentar zu Deinem Artikel "Ohrfeige für die Binter-Canarias".

Denn sie wissen nicht was ich träume.

Berlin Marathon 2004 und zwei weitere Großveranstaltungen an diesem Tag in Berlin. Der perfekte Verkehrsinfarkt ist damit vorprogrammiert.

Ich bin an diesem Sonntagnachmittag zu einen Geburtstag eingeladen und froh das Berlin ein gut ausgebautes U-Bahn Netz hat. So kann ich in aller Ruhe meine Reise durch Berlin antreten.

Es ist 14:00 Uhr und ich mache mich langsam auf die Socken, möchte ich doch einer der Ersten sein, da Andrea für mich den besten Kuchen der Welt backt. Also auf zur Geburtstagsfeier nach Afrika "Afrikanische Str." dort wohnt Andrea.

Ich steige am "Witti" (Wittenberger Platz) in die U2, Richtung "Pankow" ein. Fahre aber nur bis zum "Alex" (Alexander Platz) da ich Umsteigen muss in die U8, Richtung "Wittenau", steige an der "Osloer" aus, um in die U9, Richtung "Rathaus Steglitz" weiter zu fahren. Am "Leo" (Leopoldplatz) angekommen und Umsteigen in die U6, Richtung "Alt-Tegel". Jetzt noch drei Stationen und ich bin in der "Afrikanischen" dann noch 2 Häuserblock zu Fuß und ich bin bei "Mama Afrika" wie ich Andrea liebevoll nenne. Ja, ja ich weiß ich hätte auch über Zoo fahren können und mir die ganze Umsteigerei ersparen können, nur leider waren ausgerechnet heute, durch die Großveranstaltungen hier und da einige U-Bahnhöfe durch Polizeieinsätze und Sicherheitsbedenken gesperrt. Deshalb auch die Berliner-Weltreise.

An der "Afrikanischen" angekommen noch ein kurzes Stück zu Fuß. Ich komme aus der U-Bahn Station und siehe da, hier ist alles ruhig, kein Chaos, keine Großveranstaltung, keine Menschenmassen. Fein dachte ich mir, stehe an der Kreuzung und warte darauf, dass mir die Ampel grün anzeigt. Wie immer latscht mal wieder einer über rot. Plötzlich ging alles rasendschnell, Reifen quietschen dann ein dumpfer Knall und der Fußgänger flog Meterweit durch die Luft.

Schnell waren viele Gaffer an der Unfallstelle. Sprüche wie: "selber schuld, die Rettung ist schon angerufen, nur nicht anfassen sonst machste was falsch, und und und höre ich nur. Gut das ich, freiwillig jedes Jahr einen Erste Hilfe Kurs absolviere. Ich legte den Mann auf den Rücken, dann fühle ich den Puls und achte auf seinen Brutkorb, um zu sehen ob er noch atmet. Nichts, kein Puls, kein atmen. Also fange ich mit der Lebensrettung an. Mund zu Mund und Herzmassage, halt so wie ich es gelernt habe. Nach ca. 5 Minuten die mir vorkamen wie ein halbes Leben, höre ich aus der Ferne das immer lauter werdende Martinshorn. Leider war das nur die Polizei, die aber rasch und zu recht auch grob alle Gaffer verscheuchte. Dann teilte mir ein Polizeibeamter mit, das die Rettung wegen den Großveranstaltungen nicht durch komme, man habe aber schon einen Rettungshubschrauber angefordert und ich solle doch mit der Lebensrettung nicht aufhören, da es doch recht professionell aussieht.

Nach weiteren 25 Minuten landet endlich der Rettungshubschrauber auf der zuvor von der Polizei abgesperrten Kreuzung. Leider hatte ich es aber bis dahin noch nicht geschafft meinen Patienten ins Leben zurückzuholen. Aber da war er ja jetzt, der Notarzt mit seinem Equicment, der es doch tatsächlich schaffte den Mann nach kurzer Zeit zurück ins Leben zu holen.

Gott sei Dank, dachte ich nur und irgendwie kam mir der Notarzt auch ein bischen wie Gott vor. Hatte er doch dem Mann sein Leben wieder gegeben. "Prima gemacht" sagte noch der Notarzt zu mir, denn wenn ich nicht von der ersten Minute an geholfen hätte, wäre es ihm nicht gelungen den Mann zu retten. Ich spürte auf einmal wie ich wuchs und meine Schulter mindesten 10 wenn nicht sogar 20 Zentimeter breiter wurde.

Jetzt ging aber alles ganz schnell, ich schaute den Rettungshubschrauber mit meinen muskelbepackten Schultern noch nach, bis ich den immer kleiner werdenden Punkt nicht mehr sah.

Wohin wollte ich eigentlich? Ach ja nach "Mama Afrika".

Dort angekommen erzählte ich natürlich Gockelhaft und mit Rasierklingen unter den Armen was ich gerade erlebt hatte und was für ein toller Hecht ich doch bin.

Am nächsten Tag kaufe ich mir sämtliche Berliner Tageszeitungen und siehe da. Man berichtete über den Unfall. Dank des schnellen eingreifen eines unbekannten Helfers gelang es den Notarzt den Mann und wie sich heraus stellte ein Hotelmanager eines Namenhafen Berliner Hotel wieder ins Leben zurückzuholen.

Vor zwei Wochen machte der Hotelmanager noch skandalwürdige Schlagzeilen in der Berliner Presse. Hatte der Manager doch einer Gruppe von 18 leicht geistig Behinderter, den Zugang zum Hotel verweigert.

Man könne den amerikanischen Schauspieler Tom Cruise der in dem Namenhaften Berliner Hotel abgestiegen ist und tags drauf Europapremiere mit seinen neuen Film am Potsdamer Platz feiert den Anblick von 18 leicht geistig behinderten Menschen nicht zumuten. Außerdem sei ja auch noch Thomas Gottschalk im Hause, der am heutigen Abend in der Waldbühne seine liebenswürdige Live Show "wetten das?" hat, bei der Tom Cruise auch zu Gast ist. Und solchen Persönlichkeiten könne man den Anblick von 18 leicht geistig behinderten Menschen doch wirklich nicht zumuten. Es fichte den Hotelmanager keinen Augenblick.

Pech für den Hotelmanager. Tom Cruise und Thomas Gottschalk wurden von einem Hotelangestellten über diesen doch Menschenunwürdigen Vorfall informiert und bezogen sofort in einem anderen Namenhaften Hotel Quartier.

Dem ZDF gelang es, auf Initiative von Thomas Gottschalk und mit Hilfe einiger Berliner Rundfunksender die Gruppe ausfindig zu machen und diese dann bei "wetten das?" einzuladen. Tom Cruise zog auch noch ein As aus den Ärmel. Er lud die Gruppe zur Europa Premiere ins Kino am Potsdamer Platz ein. Ein Unvergessenes Wochenende für die Gruppe.

Wie der Pressesprecher der Berliner Charite mitteilte, ist der Zustand von dem Hotelmanager stabil und er sei nicht mehr in Lebensgefahr. Doch ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 100% damit zu rechnen, dass der Manager mit einer leicht geistigen Behinderung leben muss. Da sein Gehirn während des Herzstillstandes nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wurde. Weitere Folgeschäden sind nicht zu erwarten.

Plötzlich höre ich ein lautes Brummen und es ist dunkel, ich wusste im ersten Moment gar nicht wo ich bin. Da wurde mir bewusst, das alles ein Traum war. Es ist 6:30 Uhr und mein Wecker hat mich aus meinen Traum gerissen.

Auf den Weg ins Büro halte ich noch schnell am Berliner Dom an. Um im Dom zwei Kerzen anzuzünden. Eine ist für mein Traum "sechs richtige im Lotto" die andere Kerze für einige Manager und Politiker. Denn sie wissen nicht was ich träume und meinchmal gehen ja Träume, so Gott will in Erfüllung.

Lieben Gruss aus Berlin

Ralf Machuletz

PS. Falls Du es auf Deiner Seite veröffentlichst und es Dir nicht zuviel ausmacht bitte einmal auf Fehlerteufel schauen. Sehe vor lauter Buchstaben den Text nicht mehr.

Jetzt aber ins Bett ist schon 3:oo Uhr. Hab ja sonst nichts zu tun ;-)

Lieber Ralf, vielen Dank für deinen riesig guten Artikel, wird natürlich veröffentlicht und wegen der Schreibfehler, nur wer nicht schreibt, macht keine Fehler und wir beide schreiben fiehl....



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