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Dreißigtausend!
Für Frans Familie und die Frage geht um, wer ist eigentlich ein Feuerwehrmann

Oder eine Feuerwehrfrau, allerdings hoffe ich mal, dass ich den Ausdruck Feuerwehrmann verwenden kann, ohne dass man mich andauernd mit der Chauvikasse gendert. - Das Geld kommt sowieso in den Ausbildungstopf für die Kinder, und ich lerne das mit den genderneutralen WortInnen sowieso nicht mehr. - Als wir mit der Spendenaktion angefangen haben, hat sich keiner von uns eine Vorstellung gemacht, wie viel wir denn zusammenbekommen wollen, also ob wir ein Ziel haben. - Ein Ziel haben wir schon, aber keines, welches mit einer Zahl verbunden ist und ich zumindest habe nicht damit gerechnet, in einem Monat 30.000 Euro (29.980,83) sammeln zu können. - Die Familie ist natürlich noch mehr geplättet als wir, denn das bedeutet wohl schon einen gewaltigen Schritt nach vorne in Sachen Absicherung für das Studium der Kinder, und genau da wollten wir ja hin. - "Tu nicht immer so überrascht, dass es so viel Geld ist, sonst spenden die Leute nicht weiter" werde ich gewarnt, aber wir waren doch eigentlich immer ehrlich miteinander, und eine solche Spendenaktion ist ja auch kein abgeschlossener Raum, der von - bis geöffnet ist.

Darum sage ich das auch weiter, ich bin überrascht, natürlich positiv und die Familie auch und nun eiern wir weiter herum, wie denn ein sinnvolle und besonders steuerlich tragbare Übergabe des Geldes vonstatten gehen kann. - Warum wir da nicht aus dem Potte kommen hat wieder einmal richtig palmerische Züge, der einzige Mitarbeiter der Behörde, der sich wohl annähernd mit dem Thema auskennt war in Urlaub, kommt jetzt erst wieder zurück, und ich muss auch diese Woche ohne konkrete Aussage verstreichen lassen, wie das steuerlich über die Bühne geht. Wir haben das wohl nachgelesen, aber das beantwortet die vielen Fragen nicht, die sich da anschließen, wer versteuert eigentlich, verteilt man das Geld auf die Angehörigen, hält man das Geld zurück und schüttet nur Anteile aus und warum gibt es eigentlich so viele Spezialisten, aber keiner weiß wirklich wie es geht? - Es scheint einfach nicht so wirklich üblich zu sein, das mit den Spendenkonten, noch weniger scheint üblich zu sein, das versteuern zu wollen, wir nun wiederů

Dabei wurde eine interessante Diskussion wieder aufgerissen, welche sogar dazu geführt hat, dass die PSC/PSOE, welche Regierungspartner der CC im Gobierno de Canarias ist, dort zu fordern, dass alle bei der Bekämpfung gegen Waldbrände eingesetzte Gruppen auch wie echte Feuerwehrleute eingestuft werden. - Diese Diskussion ist nicht neu, ebbt nur immer wieder in den Wintermonaten ab, weil die Angst vor dem Feuer mit dem Sommer verschwindet, und am medienwirksamsten erlebten wir den Streit um die Bezeichnung Feuerwehrmann in Sachen "BRIF" und deren Streit und Streik um Anerkennung. - Die "BRIF" (Brigadas de Refuerzo de Incendios Forestales), welche immer nur in den Sommermonaten als Feuerwehr zum Einsatz kommen, bemühen sich seit Jahren um den Status als professionelle Feuerwehrleute, natürlich wegen der deutlich besseren Bezahlung und auch Absicherung. - Darum streikte man sogar im vergangenen Jahr, allerdings brannte es da nicht medienwirksam genug, und wir alle können froh sein, dass die in diesem Sommer nicht gestreikt haben. - Die "BRIF" ist eine staatliche Organisation, untersteht, wie alles, was im Wald passiert dem Landwirtschaftsministerium, die Leute aber werden von der "Tragsa" Empresa de Transformación Agraria, S.A beschäftigt und bezahlt werden halt den Großteil des Jahres nicht als Feuerwehrleute eingesetzt, sondern zu anderen Waldarbeiten herangezogen.

Viel anders ist das mit den Angestellten des Umweltamtes auch nicht, die sind die allermeiste Zeit damit beschäftigt, die allgemeinen Aufgaben des Umwelt und Forstamtes zu betreiben, auch in der Praxis, aber wenn es dann brennt, dann werden alle deren Mitarbeiter automatisch und mit als erste an die Feuerfront geschickt. - Auch weil die eben die Ausrüstung dafür haben, aber ebenso wenig unter der Berufsgruppe der Feuerwehrleute arbeiten und so erklärt sich dann eben auch der negative Umstand, dass eben Leute wie Fran ganz vorne am Feuer die Arbeit machen sollen, im Unglücksfall aber eben nur unzureichend abgesichert sind, wie wir hier in diesem Fall eben genau mitbekommen haben. - Als Feuerwehrmann arbeiten, mit allen Risiken, und auch noch als Spezialist, mit Ausbildungen, aber eben nur ein paar Tage im Jahr, berechtigt das bereits als Feuerwehrmann eine Anstellung im jetzigen Beruf zu bekommen oder nicht? - Das ist natürlich auch eine gewaltige Geldfrage und die Diskussion, die gibt es auch in Sachen "Roter Feuerwehr" auf La Palma, welche auch nicht den Status von professionellen Feuerwehrleute inne haben, aber eben als Arbeitgeber das Cabildo Insular und dort bereits besondere Bedingungen ausgehandelt haben. - Die einzigen professionellen Feuerwehrleute mit Brief und Siegel auf La Palma, das sind die am Flughafen.

Es ist zu befürchten, dass das Interessen an dieser Diskussion mit dem Sinken der Temperaturen wieder abnimmt und so lange es nicht wieder brennt, und wir eben auch wieder eine funktionierende Regierung in Madrid haben, wird sich nichts weiter in der Angelegenheit tun. - Für Fran kommt das eh zu spät und ob es möglich ist, diese Leute im Brandfall speziell abzusichern und eben nur für diese Tage, das wissen wir natürlich überhaupt nicht. - Ob dafür jemals eine, für alle tragbare Lösung gefunden wird, man möchte es nach aller Erfahrung wohl als unwahrscheinlich ansehen und das größte Problem dabei ist, dass es eben zu selten brennt. - Hört sich keck an diese Aussage, aber es trifft wohl zu, sobald die Flammen aus sind, die Angst der Leute nachlässt, werden Schulter geklopft, oft auch die falschen, aber dann verblasst das Interesse an denen, welche man angesichts der Flammen noch als Helden betitelt hat, dann doch wieder ganz schnell im Alltag. - Das haben wir ja letztes Jahr erleben dürfen, da hat die "BRIF" gestreikt, aber was kann einer Feuerwehr schlimmeres beim Streik passieren als kein Feuer? - Weiter spenden für die Ausbildung Frans Kinder, die gesamte Problematik rund um die Feuerwehrleute für ein paar Tage werden wir nicht klären, aber die Folgen davon für diese eine Familie, die können wir wohl beeinflussen.

Das Konto lautet:
Asociación Solidaridad SOS La Palma
IBAN: ES16 0182 3441 2702 0160 6795
BIC/SWIFT:BBVAESMMXXX

Wichtig: Verwendungszweck (Concepto): Fran





Zum Spendenbericht der fünften Woche






Familie Ingrid & Mathias Siebold
Calle el Torreón 5/7
E-38750 El Paso
La Palma, Islas Canarias, Spanien
Tel & Fax von Deutschland: + 34 922 497216
email: m.siebold@la-palma-urlaub.de
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