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Kathedralen im Alltag
Spendenkasse für Frans Familie bei 28.000 Euro!

In drei Wochen 28.000,- Euro, Stand Freitag 9.September, uns werden die Ausrufezeichen knapp!! - Das ist mehr als bemerkenswert, unheimlich erfreulich, wie viele Menschen Anteil daran nehmen wollen, dass die große Lücke nach Frans Tod nicht auch noch die Ausbildung der Kinder erreichen kann. - Die sind alle wieder weg, in Madrid, Valencia und Gran Canaria außer dem Jüngsten, der in die Abiturklasse geht, und so wird es nun im Haus Nanis auch ruhiger und man versucht, Alltag zu leben. - In den Bergen geht die Arbeit weiter, umgestürzte Bäume werden heraus geholt, an der Vulkanrute wird gewerkelt, dass man die bald wieder auf allen Abschnitten öffnen kann und gestern und vorgestern zogen auch schon wieder feuchte Passatwolken über die Cumbre Vieja, bis zu den Campanarios im Süden, so dass die oberen betroffenen Flächen jetzt schon wieder mit Feuchtigkeit versorgt werden.

In der Presse überschlägt man sich mit Forderungen, wie denn am besten nun die betroffenen Zonen vor winterlicher Erosion geschützt werden und bis Dezember will man mit den Maßnahmen fertig sein, heißt es, wobei wir alle wissen, dass alle notwendigen Arbeiten niemals bis zu dem Zeitpunkt fertig sein können. - Da gewinnt halt immer wieder das System Hoffnung beste Aufmerksamkeit, es muss regnen, nach zwei sehr trockenen Wintern hier im Westen, aber bloß nicht so viel, dass der fragile Waldboden unter den verbrannten Flächen vom Wasser als Fracht mit hinab in den Atlantik gerissen wird. - Das ist eine, nicht enden wollende Aufgabe, die Insel davon abzuhalten, in kleinen Dosen ins Meer geschickt zu werden. - Da wird die Geschichte von dem Donnerknall und dem Riesentsunami zum Ausnahmefall, der Alltag sieht anders aus, dass nämlich der Wind und besonders das Wasser ständig, und überhaupt nicht medienwirksam an der Insel nagen.

In Sachen Spenden sind wir mit dem Thema Steuern noch nicht durch. - Allerdings ist es aber klar, dass wir Steuern bezahlen müssen, wohl progressiv nach Summe ansteigend, etwa zwischen 9 und 12%. - Es gibt auch nicht wirklich den Steuerberater hier auf der Insel, welcher ausgesprochener Spezialist in dem Thema ist, also versucht man sich da schlau zu machen, wie man das denn am elegantesten machen kann. - Es kommt halt nicht jeden Tag vor, dass solche Sammlungen stattfinden, und auch die Summe ist inzwischen relevant, und natürlich wollen wir, also die von SOS La Palma und der Rest der Initiatoren, dass alles transparent und auch legal abläuft, und wenn man Steuern bezahlen muss, dann ist das halt so. - Nani weiß das natürlich auch, aber wir lassen das nun die Steuerberater untereinander besprechen, die müssen das besser wissen als wir, und wir beschäftigen und weiterhin damit, so viel wie möglich zu sammeln, um eben die Ausbildung der Kinder sicher zu stellen.

Was auch noch hier rein gehört. - Scott hat einen Brief geschrieben, an La Palma gerichtet, in dem er um Entschuldigung bittet für seinen Fehltritt, und uns allen versichert, dass es in keiner Weise Absicht war, was ihm da passiert ist. - Da ich nicht weiß, was Sie wissen, hier noch die Erklärung, wer denn hier um Entschuldigung, und für was in der Öffentlichkeit bittet. - Scott ist ein junger Deutscher, der seit ein paar Monaten ohne Mittel und Unterstützung hier auf der Insel wohnt. - Hippie ist wohl der Ausdruck, den man allgemein für solche Menschen wählt, und da dieses Wort zumindest bei mir positiv belegt ist, nutzen wir das einfach mal. - Scott hat am 3. August einen ziemlich großen und groben Fehler begangen, er hat nicht genügend aufgepasst, als er sein Toilettenpapier nach Gebrauch angezündet hat. - Er wollte keine Spuren hinterlassen und im Nachhinein ist es einfach und billig vorzuschlagen, eingraben wäre klüger gewesen. - Scott hat also das Feuer ausgelöst, er hat das auch nie bestritten, selbst die Polizei und Hilfe geholt und sitzt seit dem im Gefängnis von Santa Cruz. - Der Brief ging an eltime.es, der Online-Zeitung, welche sich als einzige mit Sott eingehender und auch differenzierter befasst hat, und damit ist der Brief auch richtig adressiert.

Glaubhaft ist seine Bitte um Entschuldigung gewiss und seine Versicherung auch, dass es niemals seine Absicht war, La Palma und seinen Bewohnern irgendwelchen Schaden zuzufügen. - Ob das nun juristisch klug oder relevant ist, das weiß ich nicht. - Scott hatte doch nach Aussage der Polizei bereits alles gestanden, also scheint das eher ein Versuch zu sein, La Palma die Hand zu reichen, um selbst die Schuld besser, sicher nicht einfacher tragen zu können. - In keinem Moment geht Scott in dem Brief auf den Umstand ein, dass es viele Aussagen Dritter gibt, nachdem man das ausgebrochene Feuer wohl hätte noch löschen können, noch bevor es überhaupt die andere Straßenseite erreicht hat und dann irgendwann zu dem Großfeuer geworden ist, über welches wir seit mehreren Wochen nun sprechen. - Das ehrt ihn, dass er nicht versucht, Schuld oder Verantwortung von sich schieben zu wollen. - So scheint nicht sein Anwalt die Hand geführt zu haben, sicher aber hat er Hilfe gehabt, die Worte in sehr korrektem Spanisch zu formulieren, was auch gleich wieder zu, fast nach Verschwörung klingenden Hintergedanken bei einigen geführt hat. - Manchmal ist ein Brief einfach nur ein Brief, und vielleicht ist der 11. September zu nah, ich denke eher, der Junge hat da versucht, sich etwas Erleichterung zu verschaffen und bei den meisten kommt das auch durchaus gut an.

Nun erfahren wir aber auch, dass Scott immer noch im Gefängnis sitzt und da gehört der junge Mann sicherlich nicht hin. - Gar nicht auszudenken, der letzte Prozess um fahrlässige Brandstiftung, in dem es um das Feuer im Süden der Insel im August 2009 geht, wird erst kommende Woche verhandelt, das sind gute sieben Jahre, das kann doch keiner ernsthaft wollen. - Hängt bestimmt mit seinem fehlenden Wohnsitz in Spanien zusammen und möglicher Fluchtgefahr, und ob sich ein Richter darauf einlässt, seinen Worten zu glauben, sich seiner Verantwortung nicht zu entziehen, auch das weiß ich nicht. - Nani, also Frans Witwe, hat neulich erst geäußert, dass sie sich ohne Probleme mit Scott treffen würde und dabei geht es nicht darum, ihm die Schuld zu geben, sondern auch Nani sucht Verarbeitung und das Schicksal hat nun mal die Beiden auf ein gemeinsames Spielfeld gelotst. - Fragen über Fragen und da hängen menschliche Schicksale dran und manchmal fällt es dabei schwer, sich zu konzentrieren. - Also wir kommen zurück auf unsere Aufgabe, Mauersteine kaufen, für Frans Kathedrale und wie das geht, das wissen Sie doch. - Vielen Dank bislang!

Das Konto lautet:
Asociación Solidaridad SOS La Palma
IBAN: ES16 0182 3441 2702 0160 6795
BIC/SWIFT:BBVAESMMXXX

Wichtig: Verwendungszweck (Concepto): Fran




Ein Kiefernstamm aus der Zone. - Gleich hinter der angebrannten Borke lebendige Farbe. - Dem Wurm allerdings, der auf der rechten Seite gewirkt hat, dem muss es ziemlich warm geworden sein...




Zum Spendenbericht der vierten Woche





Familie Ingrid & Mathias Siebold
Calle el Torreón 5/7
E-38750 El Paso
La Palma, Islas Canarias, Spanien
Tel & Fax von Deutschland: + 34 922 497216
email: m.siebold@la-palma-urlaub.de
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