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Montag 05.09.2016 17:30 Uhr - El Paso - Westseite - 540 m Höhe
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Die Zeder und die Kathedrale
Genau darum spenden wir

Mientras otros levantaban muros, tú construías una catedral. - No pudiste terminar tu obra, nosotros lo haremos po ti. - Während andere Mauern hochzogen, bautest du eine Kathedrale. - Du konntest deine Arbeit nicht vollenden, wir machen das für dich. - Ich zitiere selten, noch seltener von Gedenksteinen, aber was sich da die Kollegen und anderen Feuerwehrleute in Sachen Ehrung für Francisco Santana ausgedacht haben, das ist mindestens bemerkenswert. - Mitten im vom Feuer geplagten Kiefernwald, oberhalb San Nicolás, steht nun ein Gedenkstein und eine Zeder wächst dort. - Sicher kommen die Kollegen und Freunde Frans oft genug die kommenden Wochen dorthin, um das kleinen Bäumchen zu gießen, denn bis zu den ersten Regenfällen im Winter dauert es noch eine Weile. - Man muss den Forstweg oberhalb des Llano de las Brujas reingehen, vielleicht eine halbe Stunde Richtung Süden, dann steht man oberhalb des erstarrten Lavaflusses, welcher der San Juan im Jahr 1949 dort hinterlassen hat. - Eine wahrlich privilegierte Stelle für ein solches Monument, wenn man diese Tafel mit der Ehrung an Fran denn so nennen will. - Momentan ist dieser Forstweg noch gesperrt, es finden weiter Aufräumungsarbeiten nach dem Brand dort statt und wir konnten sogar kleine Rauchschwaden beobachten, die aus einen Loch im Boden kamen, wo eben noch Wurzeln tief unten in der Erde glühten.

Sicher 250 Menschen sind da gestern gekommen, eigentlich nur Freunde der Familie und Kollegen um, zunächst eine kleine Gedenkfeier mit ein paar Ansprachen zu halten, und dann eben einen gemeinsamen Spaziergang zu dem Gedenkstein zu unternehmen. - Frans Familie ist sichtlich gerührt von der großen Anteilnahme und so etwas läuft hier immer sehr herzlich, und wenig förmlich ab, obwohl die Kollegen vom Medio Ambiente und der Feuerwehr deutlich auf Pünktlichkeit aus waren. - Die Kinder Frans sind natürlich die Angesprochenen auf dem Gedenkstein, genau so wie die Ansprechenden, die Aufgabe weiter zu bauen ist angenommen, daran besteht nach den kurzen Worten vor dem bunten Haufen an Freunden und Kollegen überhaupt kein Zweifel. - Dann geht es weiter, der Himmel strahlt, Franwetter könnte man auch sagen, und manch ein Unvorsichtiger hat sich gestern sicher auch einen kleinen Sonnenbrand geholt. - Dann der Weg vom astronomischen Aussichtspunkt oberhalb des Llanos de las Brujas auf dem Feldweg Richtung Süden, und man läuft eben genau durch die Kulisse Frans Tod, durch den zum Teil verbrannten Kiefernwald.

Kleine Gruppen bilden sich auf dem Weg, jeder so schnell er kann oder will, keiner rennt oder bricht Rekorde und ganz genau schaut man sich die Umgebung an, und wie das Feuer unterschiedlich starke Wirkung auf die Hänge an der Cumbre Vieja ausgeübt hat. - An vielen Stellen nur Wirkung an den Bäumen von der Umgebungshitze, die Nadeln halb vertrocknet bleiben noch eine Weile am Baum, um dann von frischem Grün ersetzt zu werden. - Andere Stellen an denen nur das Unterholz gebrannt hat und die Stämme der Bäume auf ein paar Meter angegangen sind. - Gleich hinter der ersten verkohlten Schicht der dicken, schichtartig aufgebauten Rinde strotzt noch das lebendige Braun des Baums. - Im oberen Teil tragen diese Bäume oft nach Nadeln, sogar grüne, allerdings werden diese Bäume diese Nadeln in den nächsten Tagen und Wochen verlieren, aber sehr schnell, sogar noch vor den ersten Regenfällen, aber von sich aus erneuern. - Und dann die schwarzen Löcher im Wald, an steilen Stellen, und kleinen, beginnenden Tälern, in denen das Feuer dann eigene Dynamik und Winde entwickelt, dort ist nichts mehr Grün und wer im falschen Moment auch nur in der Nähe einer solchen Zone ist, der hat keine Chance mehr. - Aber auch in den schwarzen Löchern im Wald treiben die meisten Kiefern wieder aus, allerdings erst im kommenden Sommer und bis dann auch die schwarzen Regionen wieder komplett begrünt sind, gehen dann doch drei bis vier Jahre ins Land. - Und ein paar Kiefern kommen auch nie wieder, allerdings sind das wenige, und der licht gewordene Platz wird dann auch schnell von anderen, nachstrebenden Baumkollegen besetzt.

Die Familie pflanzte den bereitgestellten Baum, ob es eine besondere Affinität der Familie zu Zedern gibt, das weiß ich nicht, es sind sowieso noch so viele Dinge, die ich fragen wollte, aber dafür ist ein Leben lang noch Zeit und jetzt sicher nicht der richtige Moment. - Eine Zeder unter Millionen Kiefern, ein aufmerksamer Hinweis auf die Einzigartigkeit dieses Vaters, der eben so sehr die Zukunft seiner Kinder zu seiner Aufgabe, zur Kathedrale gemacht hat.

Und wir sind dabei, können zumindest Steine kaufen, damit die Kinder das weiter vorantreiben, und dass wir in der zweiten Woche der Spendenkation inzwischen knapp über 20.000 Euro erreicht haben, das ist großartig und ganz hervorragend! - Die Familie ist überwältigt und extrem dankbar für Ihr Engagement und Ihre Spenden und freut sich eben auch besonders darüber, dass es so viele "kapiert" haben, worum es eigentlich geht, und wie man helfen kann, Kathedralen fertig zu stellen, auch wenn es nicht die eigenen sein sollten. - Es steht diese Woche erneut ein Termin mit dem Steuerberater an, das ist komplizierter als vermutet, steuerlich mit Spenden, und wir suchen halt immer noch einen Weg, das so günstig wie möglich zu gestalten. - Darüber hinaus bitten Sie die fleißigen Leute von SOS La Palma bei den Überweisungen unbedingt den Verwendungszweck "Fran" anzugeben, auf Spanisch bei "Concepto" und dort eben "Fran" einfügen, damit man bei SOS La Palma sofort weiß, wohin das Geld soll. - Weitermachen so, nächsten Montag sind wir dann in Sachen Frans Kathedrale wieder hier. - Danke!

































Zum Spendenbericht der dritten Woche







Familie Ingrid & Mathias Siebold
Calle el Torreón 5/7
E-38750 El Paso
La Palma, Islas Canarias, Spanien
Tel & Fax von Deutschland: + 34 922 497216
email: m.siebold@la-palma-urlaub.de
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