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Die San Juan Tagebücher, erzählt von Carlo


              

Tagebuch der San Juan Eruption

San Juan, heute ist der 7. Juli 1949

Die Unruhe im Berg war beängstigend. Rubens hatte sich darauf versteift, dass es zwischen dem Fraile und den Charcos zu einer weiteren Eruption kommen würde. Er hatte seine Beobachtungen auf diesen Bereich und auf das Gebiet südwestlich der Magdalenas konzentriert. Hier gibt es einige Senken, die teilweise durch Einstürze entstanden sind, und in diesem Bereich vermutete er große Höhlen, die noch nicht eingebrochen waren und die ursächlich für Vertikalrisse sein konnten. Er ließ den ganzen Hang nach Ausgasungen absuchen, und die Anzeichen verdichteten sich, dass es hier zu einem weiteren Ausbruch kommen würde. Im südlichen Teil des Llanno del Banco hatte es Erdstöße gegeben, die Ramón bei seinen Gängen bemerkte. Am Nachmittag gaste es an mehreren Stellen. Rubens hatte einen Felsen ausgemacht, an den er immer wieder sein Ohr legte. "Hör mal", sagte er zu Ramón. "Was soll ich hören, es rauscht und brummt doch überall?" Nein, du musst warten, dann hörst Du ganz dumpfe Laute, das ist Lava!" Ramón horchte in den Felsen hinein. Es dauerte. Er meinte zu spüren, wie ein leichtes Zittern durch den Stein lief: "Es zittert"! - Ja, hier ist schon alles in Bewegung." und dann vernahmen beide einen langen dumpfen Ton.

Rubens zeigte sich fortan verunsichert. Sie saßen wieder in der Basis und hörten Berichte. Er zeichnete eine Skizze nach der anderen. Dann sprang er auf und rief ziemlich laut, weil wieder der Lärm einer Eruption durch den Wald brandete, "es ist egal, wo wir sind, und deshalb gehen wir nach unten!"

Ramóns Vater kam gerade mit Francisco vom Refugio. Francisco hatte ihm Petroleum und Carbid mitgebracht, und wollte mal hören... Die Sonne stand schon tief im Westen und hüllte Berg und Wolken in graues Rot.

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Brüche auf der Cumbre Vieja, Photo von Walter Stumreich



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