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Carlo         


DEM


              


XIII. Teil, Dreihundert Meter Wasser

Die nachfolgende Geschichte ist frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit anderen Berichten oder Erzählungen ist rein zufällig. Gleiches gilt für die verwendeten Namen, Bezeichnungen, Techniken und geografischen Orte. - Texte und Bilder unterliegen dem Copyright


13. Dreihundert Meter Wasser "Taucher 1 raus!" Pjotr brummt den Befehl mehr vor sich hin. "Ich will mir diesen Spuk ansehen." Aus einem abgeänderten Raketensilo schoss das unbemannte Tauchboot in die Dunkelheit, die Betriebsbereitschaft nahm einige Sekunden in Anspruch, dann griffen die Lichtkegel in die Schwärze. Pjotr dirigierte den Taucher am Turm vorbei nach achtern in die Richtung der Klopfgeräusche.

Bereits 50 Seemeilen nördlich des Zielgebietes hatten die drei U-Boote des Schleppverbandes mit dem Positionsmanöver begonnen. Der Verband hatte sich sternförmig um die San Borondón - Kugel geordnet und war mit einem leichten Strom und langsamer Fahrt des zielgerichteten Bootes auf die Zielposition südwestlich der kleinen Insel La Palma getrieben. Seit einigen Stunden hielten die drei Schlepper die Kugel auf Position. Pjotr hatte Kontakt zu den spanischen Marineeinheiten, die für das Ankoppeln der Kabel verantwortlich waren. Das Wetter über Wasser schien unangenehm zu sein. Er hatte Order bekommen auf dreihundert Meter zu steigen und zu warten. Pjotr registrierte die Auswirkungen der nahen Oberfläche auf den Verband und machte sich Gedanken über das Verhalten der San Borondón, wenn sie mit dem Kugelkopf, der jetzt etwa 50 Meter unter der Oberfläche lag, auftauchen würde.

Und wieder hämmerte etwas gegen den Rumpf. Pjotr lenkte den Taucher an die Geräuschquelle. Nach Monaten der Tiefe waren die Sinne geschärft. Das Achterschiff lag im Scheinwerfer des Tauchers, und nur langsam begriff Pjotr, dass dieses langsam wandernde Gebilde ein Lot an einer Leine war. Wieder fiel es auf Deck, und der scharfe Ton lief durch das Schiff. "Was in aller Welt spielt sich hier ab, sind die da oben noch ganz bei Trost?! - Anrufen!" Der Adjutant nahm Kontakt mit der Fregatte CORDOBA II auf:
"Eure Peilung trifft genau, aber warum in aller Welt klopft ihr unser Schiff ab!?"
- "Es gibt da ein kleines Problem. Genau über eurer Position haben wir einen Fischkutter. Ein Kommando Marinetaucher ist auf dem Weg zu dem Fahrzeug. Wahrscheinlich hat er euch eingefangen und versucht nun, den Fang loszuwerden." Ängstliche Blicke des Adjutanten hingen an Pjotrs Augen, die sich einmal um sich selbst zu drehen schienen. Der Kommandant war gefordert, und dies war eine Herausforderung der besonderen Art. Nicht dass Pjotr zu extremen Handlungen oder Gemütsausbrüchen neigte, nein, das war seiner Psyche fremd, aber er liebte es, solche zu simulieren, wohl berechnet und letztlich erfolgreich. "Kappen - ich werde das verdammte Ding einsammeln!" Der Adjutant befreite sich von seiner sekundenlangen Anspannung. Pjotr umschloss mit einem der vier Greifarme des Tauchers die Logleine und ließ das Boot aufsteigen. Ein anderer Greifarm erfasste das nach oben führende Ende. Das Tauchboot drehte und lief mit voller Kraft in die Tiefe, dann kappte Pjotr das obere Ende der Leine. Er grinste den Adjutanten an: "Die werden sich wundern!"

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Photos von Bernhard van Riel



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